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Home Sonderthemen Sport/Vereinsleben Ancelotti muss liefern
15:59 17.08.2017
Der Rekordmann: Corentin Tolisso ist der neue teuerste Transfer der Bundesligageschichte.

Der Schnellcheck

Die Trikots

Heim
Heim
Auswärts
Auswärts

Das Stadion

Ancelotti muss liefern Image 9
Allianz-Arena
Eröffnung: 2005
Kapazität: 75 021

Die Zugänge

James Rodriguez
Real Madrid, Leihe 10 Mio.

Corentin Tolisso
Olympique Lyon, 41,5 Mio.

Kingsley Coman

Juventus Turin, 21 Mio. (war bereits ausgeliehen)

Niklas Süle
TSG Hoffenheim, 20 Mio.

Sebastian Rudy

TSG Hoffenheim, ablösefrei

Die Abgänge

Serge Gnabry
TSG Hoffenheim, Leihe 1,25 Mio. (Kauf von Werder Bremen, 8 Mio.)

Medhi Benatia
Juventus Turin, 17 Mio. (war bereits ausgeliehen)

Holger Badstuber
VfB Stuttgart, ablösefrei (war an Schalke 04 ausgeliehen)

Gianluca Gaudino
Chievo Verona, 0,05 Mio. (war an FC St. Gallen ausgeliehen)

Philipp Lahm
Karriereende

Xabi Alonso
Karriereende

Tom Starke
Karriereende

Douglas Costa
Juventus Turin, Leihe 6 Mio.
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Das Unwort des Münchner Fußballsommers lautet „Granate“. Diesen Begriff hatte Präsident Uli Hoeneß geprägt, als er am Ende der für Bayern-Verhältnisse nicht zufriedenstellenden Nur-ein-Titel-Saison gesagt hatte: „Wenn man unseren Kader verstärken will, muss man schon ziemliche Granaten kaufen.“ Dass die Bosse die enttäuschende Spielzeit mittels einer Shoppingtour vergessen lassen wollen, kam wenig überraschend.

Trainer Carlo Ancelotti durfte angesichts des Viertelfinal-Ausscheidens in der Königsklasse im Sommer viel Geld ausgeben. Mit James Rodriguez hat der Italiener seinen Wunschspieler bekommen.

Einen Zehner, mit dem er bereits eine Saison bei Real Madrid erfolgreich gearbeitet hatte. Einen Zehner, der das Fußballerleben von Weltmeister Thomas Müllers (noch) schwieriger macht – und der sich beim blamablen 0:3 in der Vorbereitung gegen Jürgen Klopps FC Liverpool direkt am rechten Oberschenkel verletzte und „in den kommenden Wochen“ ausfällt.

Die Alarmglocken bei den Bayern schrillten früh. Zumal auch Corentin Tolisso, für den die Bayern die Rekord-Import-Ablösesumme von 41,5 Millionen Euro an Olympique Lyon überwiesen haben, in der Vorbereitung mitunter unglücklich agierte. Als Ergänzungsspieler kamen die Confed-Cup-Sieger Niklas Süle und Sebastian Rudy von 1899 Hoffenheim. Im Gegenzug wurde Serge Gnabry an die TSG verliehen. „Wir haben ganz vernünftig eingekauft“, sagt Hoeneß, „für das, was wir ausgegeben haben, ist die Mannschaft prima verstärkt worden.“ Damit ist die Botschaft vor dem zweiten von drei Vertragsjahren an den Trainer klar: Lieber Carlo, jetzt musst du liefern. Aber pronto!

Die Aufgabe für 2017/18 lautet: den Umbau light nach dem Karriereende von Kapitän Philipp Lahm und Xabi Alonso vorantreiben. Durch die Transfers hat man die Verjüngung des Kaders eingeleitet, die Seniorhelden Franck Ribéry (34) und Arjen Robben (33) gehen wohl in ihre Abschiedssaison. Ancelotti sagt: „Der Wettkampf ist der Treibstoff der Mannschaft.“ Er muss Titel gewinnen – in der Gegenwart. Gleichzeitig hat die Zukunft längst begonnen. Der neue Sportdirektor, Ex- Bayern-Profi Hasan Salihamidzic, der die vakante Stelle im August übernahm, soll sie als Bindeglied zwischen den mächtigen Bossen und dem Team mitgestalten.

Für den 58-jährigen Ancelotti ein Spagat. Er gilt nicht als Entwickler, mehr als Verwalter. Aber wer weiß? Vielleicht wird es für Ancelotti ja doch eine Granatensaison.

Der Manager

Das Ziel ist die sechste Schale

Karl-Heinz Rummenigge (61) ist seit 2002 Vorstandsvorsitzender beim FC Bayern.
Karl-Heinz Rummenigge (61) ist seit 2002 Vorstandsvorsitzender beim FC Bayern.

Von Karl-Heinz Rummenigge

Ich freue mich sehr auf die neue Saison, vor allem aber auf unsere Neuzugänge mit James Rodriguez, Corentin Tolisso, Niklas Süle und Sebastian Rudy. Das ist schon ein qualitativ sehr hochklassiges Quartett an Neuverpflichtungen. Das Ziel des FC Bayern München für die Saison 2017/18 ist daher auch klar: Wir wollen den deutschen Meistertitel erneut verteidigen und zum sechsten Mal in Folge die Schale nach München holen.

Natürlich streben wir auch in den anderen Wettbewerben, in denen wir vertreten sind, wie der Champions League und dem DFB-Pokal, an, so weit wie möglich zu kommen.

Wir wollen jedenfalls in jedem Spiel unseren Fans in der Allianz-Arena, aber auch weltweit attraktiven und erfolgreichen Fußball bieten. Das ist der Anspruch des FC Bayern.

Der Kader

Der Trainer

Carlo Ancelotti (58) ist nach dem Titelgewinn mit dem FC Bayern der erste Trainer, der in vier der fünf europäischen Topligen (mit Paris, Chelsea, Milan) Meister wurde – einzig mit Real Madrid klappte es nicht. Dazu gewann er als Spieler (zweimal mit Milan) und Trainer (zweimal Milan, einmal Madrid) insgesamt fünfmal die Champions League.

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