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Home Sonderthemen Gesundheit/Pflege Wohnen und Pflege – Den Lebensabend gut gestalten
05:05 17.03.2020

Wer vor der Herausforderung steht, die Altenpflege seiner Angehörigen zu organisieren, sieht sich meist mit einer großen Auswahl an möglichen Wohnformen für Senioren konfrontiert. Meist wünschen sich die zu Pflegenden, dass sie möglichst lange in ihrem Zuhause wohnen bleiben oder wenigstens bei der Familie leben können. Doch dies kann längst nicht immer realisiert werden. Ob Pflege zuhause oder stationär – für diese Entscheidung sollten sich Betroffene ausgiebig Zeit nehmen, um sich umfassend über die unterschiedlichen Möglichkeiten zu informieren. In die Entscheidung mit hineinspielen sollten auch die möglichen häuslichen Pflegeangebote, der Grad der Selbstständigkeit und die räumliche Nähe zur Familie.

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Im eigenen Zuhause

Unumstritten ist: Es kann aufwändig werden, den Pflegebedürftigen zu Hause zu versorgen. Dennoch ist es vielen Angehörigen ein persönliches Bedürfnis, denn meist handelt es sich um Opa, Oma beziehungsweise die Eltern, die dadurch weiterhin in ihrem vertrauten Umfeld leben können. Doch die häusliche Altenpflege stellt hohe Anforderungen – sowohl an den Wohnraum, als auch an die pflegenden Angehörigen. Unterstützend können dabei die ambulante Pflege, Tages- und Nachtpflege, Verhinderungspflege, 24-Stunden-Betreuung, stundenweise Seniorenbetreuung, Intensivpflege, Palliativpflege oder Kurzzeitpflege tätig sein.
    

Betreutes Wohnen

Betreutes Wohnen im Alter ist eine Kombinationslösung, die neben einer barrierefreien Wohnung an die Situation angepasste Pflegeleistungen umfasst. Das auch als „Wohnen mit Service“, „Seniorenwohnen“ oder „Wohnen plus“ bezeichnete Konzept findet bei der älteren Generation großen Anklang, weil es Freiheiten bietet, ohne dass die Senioren im Alltag auf Hilfe verzichten müssen.

Wohngemeinschaften

Bei den meisten älteren Menschen erhöht sich der Betreuungsbedarf nach und nach: Irendwann schaffen manche aufwändige Aufgaben im Haushalt nicht mehr alleine, vermissen zunehmend die Gesellschaft außer Haus und Unternehmungen mit Gleichgesinnten. Eine Senioren-WG ist dann die ideale Lösung. Die Bewohner einer Senioren-Wohngemeinschaft können sich gegenseitig unterstützen, schaffen Synergien und leben dennoch eigenständig. Dabei ziehen mehrere Senioren - ähnlich wie es viele Studenten tun - gemeinsam in eine Wohnung und teilen sich Pflege- und Betreuungsangebote.

Seniorenstift und -residenz

Die Seniorenresidenzen beziehungsweise Seniorenstifte sind höherwertige Wohnformen für ältere Menschen, die einen Lebensabend in Komfort und Luxus schätzen. Zwar liegen die Kosten höher, doch dürfen sich die Bewohner an einer modernen Einrichtung, attraktiven Gemeinschaftsaktivitäten sowie zahlreichen Service- und Pflegedienstleistungen (gegen Zuzahlung) erfreuen. Häufig sind Seniorenresidenzen oder Seniorenstifte mit einem umfangreichen gastronomischen Angebot ausgestattet, das eine Vollverpflegung möglich macht.

Die Begriffe der Seniorenresidenz oder auch des Seniorenstifts sind rechtlich nicht geschützt, sodass es hier sehr unterschiedliche Angebote gibt. Daher sollten sich Interessenten in jedem Fall über die jeweiligen Angebote in der gewünschten Einrichtung informieren.

Pflege- und Altenheime

Im Alten- oder Pflegeheim – auch Senioren- oder Seniorenpflegeheim genannt – ist die vollstationäre Altenpflege jederzeit rund um die Uhr sichergestellt. So erwartet die zu Pflegenden eine umfassende und auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmte Pflege. Es ist die ideale Wahl, wenn ein erhöhter Pflegebedarf besteht und Angehörige ihre Eltern oder Großeltern nicht zuhause pflegen können. Eine vollumfängliche Versorgung wird von der Verpflegung mit mehreren täglichen Mahlzeiten über die verschiedenen Pflegetätigkeiten bis hin zur Reinigung der Räumlichkeiten gewährleistet. Pflege- und Altenheime werden oftmals auch als „Seniorenheime“ oder „Seniorenpflegeheime“ bezeichnet. Auch hier existieren viele Synonyme, die mehr oder weniger dasselbe meinen.

Hospiz

Ein Hospiz ist die richtige Wahl für sterbenskranke Menschen, die den letzten Lebensweg in Würde und ohne Schmerzen begehen wollen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Heilung des Bewohners, sondern vielmehr die angenehme Gestaltung der letzten Monate, Wochen und Tage. Häufig werden dabei nahestehende Personen einbezogen.


Menschen mit Demenz brauchen oft besonders viel Unterstützung. Eine fachkundige Pflegeberatung hilft bei der Organisation und kann auch die Angehörigen stärken. Foto: djd/compass private pflegeberatung
Menschen mit Demenz brauchen oft besonders viel Unterstützung. Eine fachkundige Pflegeberatung hilft bei der Organisation und kann auch die Angehörigen stärken. Foto: djd/compass private pflegeberatung

Demenz ist eine der häufigsten Ursachen für Pflegebedürftigkeit. Und die Anzahl Betroffener steigt aufgrund der alternden Bevölkerung kontinuierlich an: Schon heute leben rund 1,7 Millionen Menschen mit Demenz in Deutschland, bis 2050 wird mit etwa drei Millionen gerechnet.

Das ist nicht nur eine riesige Zahl, sondern auch eine immense Herausforderung für den gesamten Bereich der privaten und professionellen Pflege. Denn fast alle Demenzerkrankten sind durch die zunehmende Einschränkung der Gehirnleistung irgendwann auf Hilfe und Unterstützung angewiesen.

Pflege gezielt organisieren

Doch diese Unterstützung zu organisieren, ist nicht einfach. Gerade durch die geistigen Einschränkungen stehen Betroffene dem unübersichtlichen Angebot an Pflegeleistungen und bürokratischen Hürden oft hilflos gegenüber. Angehörige, die helfen möchten, haben es ebenfalls schwer – besonders wenn mangelnde Krankheitseinsicht oder Persönlichkeitsveränderungen wie Aggressivität hinzukommen. Orientierung kann dann eine Pflegeberatung geben. Sie steht grundsätzlich jedem Pflegebedürftigen zu, mögliche Anlaufstellen sind Pflegekassen, Pflegestützpunkte oder Wohlfahrtsverbände.

Ein speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz ausgerichtetes Angebot bietet die compass private pflegeberatung – Infos und Kontakt unter www.compass-pflegeberatung.de. Dafür werden die Mitarbeiter in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) intensiv geschult und sensibilisiert, sodass sie gezielt auf die Probleme von Kranken und Angehörigen eingehen können. „Ganz wichtig dabei ist, dass die Erkrankten in die Beratung mit einbezogen werden“, betont Stephan Labonté, Teamleiter in der telefonischen Pflegeberatung. „Demenzpatienten beklagen sich oft, dass Ärzte und Angehörige über sie hinwegreden.“

Beratung telefonisch und vor Ort

Die Telefon-Hotline unter 0800 101 88 00 steht allen Ratsuchenden offen. Privatversicherte haben außerdem Anspruch auf Hausbesuche von ortskundigen Beratern – ein großer Vorteil, da diese alle wichtigen Hilfsangebote im Umfeld kennen, mit denen sich die Situation verbessern lässt.

Auch Angehörige können sich Rat holen – sie werden gestärkt und im Umgang mit dem oft schwierigen Verhalten von Menschen mit Demenz unterstützt. Als einzige Pflegeberatung wurde compass so auch von der DAlzG zertifiziert. (djd)
        

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