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Home Sonderthemen Sport/Vereinsleben Aus den Fehlern gelernt
15:48 27.08.2018
Neuer Knipser: Schalke gelang es, Mark Uth ablösefrei von Hoffenheim zu verpflichten. Der Stürmer erzielte vergangene Saison in der Liga 14 Tore.

DER HITZFELD-CHECK

Die starke Saison zu bestätigen mit der Zusatzbelastung durch die Champions League, die für Tedesco und für viele Spieler neu ist, wird eine Herkulesaufgabe. Auch wenn Schalke sich gut verstärkt hat und die Voraussetzungen gut sind. Nach den Highlights die Alltagsspiele zu gewinnen, das ist die große Kunst.
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Als Christian Heidel vor zwei Jahren den Schalker Kader als neuer Manager gleich für die Bundesliga und das internationale Geschäft (damals Europa League) zusammenstellen sollte, gab er viel Geld für Spieler wie Nabil Bentaleb, Yevhen Konoplyanka und Breel Embolo aus, die aus dem Ausland kommend ihre Bundesliga-Premiere gaben. Das Ergebnis: Schalke startete miserabel, spielte eine „Schrottsaison“ (O-Ton Heidel) und landete auf Platz zehn.

Nach einem Jahr ohne internationalen Wettbewerb hatte Heidel dank der Vizemeisterschaft nun erneut die Aufgabe, Schalke für die Dreifachbelastung zu wappnen. Diesmal mit einem neuen Transferkonzept. Der Klub gab mit 31,5 Millionen Euro zwar wieder viel Geld aus, doch Salif Sané (vorher Hannover), Omar Mascarell (Frankfurt), Suat Serdar (Mainz) und Mark Uth (Hoffenheim) kamen von Bundesliga-Konkurrenten – eine lange Eingewöhnungszeit brauchen Schalkes Neue also nicht. Dazu ist mit Steven Skrzybski (Union Berlin) einer der besten Akteure der vergangenen Zweitligasaison neu dabei.



5 Millionen Euro kassierte Schalke für Benedikt Höwedes, der zu Lokomotive Moskau ging.


Die Einkaufspolitik findet Anklang. Im sehr emotionalen Schalker Umfeld ist der Optimismus größer denn je. Verantwortlich ist vor allem einer, der Heidel das neue Transferkonzept nicht nur nahegelegt hat, sondern auch sportlich ein Gewinn für Schalke ist: Trainer Domenico Tedesco.

   

Der 32-Jährige kam als Novize, wurde zunächst kritisch beäugt, führte Schalke auf Anhieb zur Vizemeisterschaft und durfte sich vor Saisonstart über eine Vertragsverlängerung um drei Jahre bis 2022 freuen. Der Verein darf dank ihm wieder in der Champions League spielen.

Obere Reihe (v. l.): Nabil Bentaleb, Suat Serdar, Franco Di Santo, Omar Mascarell, Naldo, Bastian Oczipka, Pablo Insua, Matija Nastasic. 3. Reihe: Abdul Rahman Baba, Mark Uth, Athletiktrainer Ruwen Faller, Athletiktrainer Bob Schoos, Videoanalyst Lars Gerling, Thilo Kehrer, Guido Burgstaller. 2. Reihe: Cedric Teuchert, Benjamin Stambouli, Torwart-trainer Simon Henzler, Cheftrainer Domenico Tedesco, Co-Trainer Peter Perchtold, Daniel Caligiuri, Weston McKennie, Johannes Geis. Vorn: Bernard Tekpetey, Sascha Riether, Yevhen Konoplyanka, Michael Langer, Ralf Fährmann, Alexander Nübel, Alessandro Schöpf, Amine Harit, Steven Skrzybski.
Obere Reihe (v. l.): Nabil Bentaleb, Suat Serdar, Franco Di Santo, Omar Mascarell, Naldo, Bastian Oczipka, Pablo Insua, Matija Nastasic. 3. Reihe: Abdul Rahman Baba, Mark Uth, Athletiktrainer Ruwen Faller, Athletiktrainer Bob Schoos, Videoanalyst Lars Gerling, Thilo Kehrer, Guido Burgstaller. 2. Reihe: Cedric Teuchert, Benjamin Stambouli, Torwart-trainer Simon Henzler, Cheftrainer Domenico Tedesco, Co-Trainer Peter Perchtold, Daniel Caligiuri, Weston McKennie, Johannes Geis. Vorn: Bernard Tekpetey, Sascha Riether, Yevhen Konoplyanka, Michael Langer, Ralf Fährmann, Alexander Nübel, Alessandro Schöpf, Amine Harit, Steven Skrzybski.

Den Sprung in die Königsklasse schaffte das Tedesco-Schalke mit Disziplin und stimmigem Teamgefüge. „Wir schauen nie auf die Tabelle, uns ist die Entwicklung wichtig“, lautet das Credo des Trainers. In dieser Saison will Tedesco attraktiver spielen lassen.

Zuletzt musste Schalke seine Talente praktisch verschenken. Mit Joel Matip (2016 zu Liverpool), Sead Kolasinac (2017 zu Arsenal) und Max Meyer (diesen Sommer zu Crystal Palace) verließen den Klub aus der eigenen Jugend stammende Jungstars zum Nulltarif, weil sie ihre Verträge nicht verlängern wollten. Das soll ein Ende haben. In dieser Transferperiode verlor Schalke zwar auch Talent Thilo Kehrer an Thomas Tuchels PSG (bei Redaktionsschluss war der Transfer nicht endgültig bestätigt), sollte dafür aber mit 37 Millionen Euro entschädigt werden. Schalke machte noch mal Kasse mit dem Eigengewächs, dessen Vertrag ein Jahr später ausgelaufen wäre.

SCHNELLCHECK 

Heim
Heim
Auswärts
Auswärts

Veltins-Arena
Eröffnung: 2001
Kapazität: 62 271


Suat Serdar
Mainz 05, 11 Mio.
Omar Mascarell
Real Madrid, 10 Mio. (zuvor an Eintracht Frankfurt verliehen)
Salif Sané
Hannover 96, 7 Mio.
Steven Skrzybski
Union Berlin, 3,5 Mio.
Mark Uth
TSG Hoffenheim, ablösefrei
Johannes Geis
FC Sevilla, Leih-Ende


Thilo Kehrer
Paris Saint-Germain, 37 Mio. (bei Redaktionsschluss nicht bestätigt)
Benedikt Höwedes
Lokomotive Moskau, 5 Mio. (zuvor an Juventus Turin verliehen)
Coke
UD Levante, 1,5 Mio.
Leon Goretzka
Bayern München, ablösefrei
Max Meyer
Crystal Palace, ablösefrei
Luke Hemmerich
Erzgebirge Aue, ablösefrei (zuvor an Bochum verliehen)
Bernard Tekpetey
SC Paderborn, Ablöse unbekannt
Marko Pjaca
Juventus Turin, Leih-Ende


Einnahmen: 43 500 000 Euro
Ausgaben: 31 500 000 Euro
Summe: 12 000 000 Euro


José Nestor Pekerman (68) steht seit 2012 an der Seitenlinie. Der Argentinier brachte Kolumbien ins WM-Viertelfinale 2014, in dem das Team an Gastgeber Brasilien scheiterte

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