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Wolfsburg
10:17 05.08.2021
Eine Ausbildung im Handwerk ist immer eine gute Wahl, denn der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften steigt in den allermeisten Gewerken kontinuierlich. Foto: Verband des Tischlerhandwerks Niedersachsen Bremen

Das Handwerk bietet in 130 Berufen hervorragende Perspektiven für die persönliche und berufliche Entwicklung junger Menschen. Das hat sich auch in der Coronazeit gezeigt. Selbst in Lock-Down-Phasen konnte das Handwerk in weiten Teilen ununterbrochen weiterarbeiten. Die Ausbildungsbereitschaft blieb dabei ungebrochen. Nach wie vor bieten in Niedersachsen tausende Betriebe freie Ausbildungsplätze an.

„Das ist eine Chance für junge Menschen! Denn die handwerkliche Ausbildung bietet eine großartige Grundlage für den Berufseinstieg und lässt alle Wege offen. Im besten Fall werden die jungen Handwerkerinnen und Handwerker nach einer Fortbildung zum Meister oder zur Meisterin selbst Unternehmerinnen und Unternehmer. Sie können eigene Betriebe eröffnen oder bestehende Betriebe übernehmen“, betont Dr. Hildegard Sander, Hauptgeschäftsführerin der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen (LHN).

Handwerker werden immer gebraucht – gestern, heute und auch in Zukunft: Die Perspektiven sind also mehr als gut. Foto: pxhere.com
Handwerker werden immer gebraucht – gestern, heute und auch in Zukunft: Die Perspektiven sind also mehr als gut. Foto: pxhere.com

Das Ausbildungssystem ist in alle Richtungen offen. Es kann nach der Ausbildung im Betrieb gearbeitet oder auch die Meisterfortbildung durchlaufen werden. Hiermit erreicht der Meisterabsolvent und die Meisterabsolventin das Niveau eines universitären Bachelorabschlusses, denn beide Abschlüsse entsprechen demselben Niveau des Deutschen Qualifikationsrahmens.

Dabei verdienen ein Drittel der Meister/-innen und auch der Techniker/-innen im Durchschnitt inzwischen mehr als ein/-e Bachelorabsolvent/-in. „Viele Eltern kennen diese Möglichkeiten nicht!“, macht der LHN-Bildungsexperte, Dr. Tobias Roeder, deutlich.

Es ist durchaus möglich, einer handwerklichen Ausbildung ein Hochschulstudium folgen zu lassen, wenn dieses gewünscht wird. Der Meistertitel macht dieses möglich. Allerdings bietet sich auch ein ganz anderer Weg über das sogenannte Triale Studium, etwa in den Bereichen „Handwerksmanagement“ oder „Craft-Design“, an. Hier wird gleichzeitig eine Ausbildung und ein Studium durchlaufen, welches zu einem Gesellenbrief und gleichzeitig einem Bachelorabschluss führt. Auch dieses neue Format erfreut sich wachsender Beliebtheit.

Foto: R by wolfgang teuber/pixelio
Foto: R by wolfgang teuber/pixelio

Der Anteil der Abiturienten und Abiturientinnen im Handwerk wächst 2020 mit über 11 Prozent aller neuen Auszubildenden. Eine Studie der Universität Göttingen hat ergeben, dass Handwerksberufe nachgewiesenermaßen glücklich machen.

„Die Studie bestätigt, was viele oft schon immer wussten, Arbeit mit Kopf UND Hand ist erfüllend und sinnstiftend. Nachhaltigkeit und Identifikation mit der beruflichen Tätigkeit sprechen in der heutigen Zeit mehr denn je für eine Ausbildung in einem der 130 Berufe des Handwerks. Die niedersächsischen Ausbildungsbetriebe tun viel, um auf sich und ihre hochwertige Ausbildung aufmerksam zu machen. Hierbei unterstützen sie die Handwerkskammern vor Ort nach Kräften – auch an sie und ihre Ausbildungsberatung kann man sich jederzeit wenden!“, erklärt Roeder abschließend.