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Wolfsburg
12:09 15.11.2021
Foto: Pixabay

Kommt es zum Todesfall in der Familie, müssen sich Hinterbliebene um die Bestattung des Verstorbenen kümmern. Natürlich möchten Angehörige für die Bestattung nicht nur einen einfühlsamen, sondern auch kompetenten Bestatter an ihrer Seite wissen, auf dessen Qualifikation Verlass ist. Doch was viele Menschen nicht wissen: Der Bestatter-Beruf ist gesetzlich nicht geschützt und es existieren keine verbindlichen Qualitätsstandards. Woran also können Hinterbliebene ein qualifiziertes, vertrauenswürdiges Bestattungsunternehmen erkennen? Wie lassen sich Bestatter vergleichen?

Da der Beruf des Bestatters in Deutschland gesetzlich nicht geregelt ist, kann prinzipiell jeder Bestatter werden. Eine Ausbildung zum Bestatter ist nicht erforderlich. Ein Gewerbeschein ist ausreichend, um als Bestatter tätig zu werden.

Das ist nicht nur eine traurige Vorstellung, sondern erschreckende Realität. Denn wenn Angehörige einen kompetenten Bestatter an ihrer Seite wissen möchten, dann können diese sich aufgrund der fehlenden gesetzlichen Regelung nicht auf gesicherte Qualitätsstandards verlassen.

Damit bundesweit Qualitätsstandards im Bestatter-Beruf gewährleistet werden können, ist im Jahr 1994 das weltweit einzigartige Bundesausbildungszentrum der Bestatter in Münnerstadt gegründet worden. Bis heute ist Münnerstadt Mittelpunkt der Aus- und Fortbildung für den Bestatter-Beruf. Der im Jahr 2003 vom Gesetzgeber eingerichtete Ausbildungsberuf „Bestattungsfachkraft“ bildet seither am Ausbildungszentrum Münnerstadt die Basis einer hochqualitativen Ausbildung für Bestatter. Fortbildungsmaßnahmen ergänzen das Ausbildungsangebot und Prüfungen werden von den zuständigen Handwerkskammern in Unterfranken Würzburg und Düsseldorf abgenommen. Dank der Gründung des Ausbildungszentrums in Münnerstadt und dem bundesweit einheitlich geregelten Ausbildungsberuf „Bestattungsfachkraft“ werden Qualitätsstandards im Bestatter-Beruf verankert.

Damit Hinterbliebene von kompetenten Bestattern beraten werden, ist eine qualitativ hochwertige Ausbildung von Bestattern zwingend notwendig und die Basis allen Vertrauens. Doch woher sollen Angehörige wissen, dass ein Bestatter hervorragend ausgebildet und dazu noch absolut vertrauenswürdig ist? Wer sichert ihnen diese Qualitätsstandards von Bestattern zu?

Für Angehörige, die auf der Suche nach einem vertrauenswürdigen Bestatter sind, braucht es ein von seriöser und fachkundiger Stelle erteiltes Qualitätssiegel, das das Handwerk und die Dienstleistungen eines Bestatters als geprüft und zertifiziert auszeichnet. Nur so lassen sich für Hinterbliebene Bestatter vergleichen.

Der Bundesverband Deutscher Bestatter e. V. (BDB) hat es sich zur Aufgabe gemacht, wichtige Qualitätsstandards in der Bestattungsbranche zu etablieren. Deshalb verleiht er nach Nachweis der umfangreichen Anforderungen das Markenzeichen der Bestatter an Bestattungsinstitute. Die Einhaltung der Standards wird durch unabhängige Prüfer des TÜV Rheinland und zusätzliche regelmäßige Kontrollen des Bundesverband Deutscher Bestatter e. V. gewährleistet. Erfüllt ein Markenzeichenbetrieb die Anforderungen nicht mehr, wird ihm das Markenzeichen entzogen.

Ein Merkmal für die Seriosität von Bestattern ist die transparente Preisgestaltung. Markenzeichenbetriebe haben sich neben ihren weitreichenden Versprechen zur Qualität auch verpflichtet, über Bestattungs-Kosten und damit verbundene Leistungen transparent und klar zu informieren.

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