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Home Sonderthemen Arbeitsmarkt/Ausbildung Bewerben – aber bitte richtig!
19:21 09.12.2017
Foto: racorn/123RF

Eine Bewerbung ist die Selbstdarstellung eines Menschen, der sich im Wettstreit mit seinen Mitbewerbern um eine Stelle bewirbt. Dies zeigt sich in keinem anderen Bestandteil der Bewerbungsmappe so deutlich wie im Anschreiben. Das Anschreiben ist der Mittelpunkt einer jeden Bewerbung zur Ausbildung. Hier hat man den nötigen Raum, sich mit schlagkräftigen Argumenten zu empfehlen und sein Interesse an der Ausbildung deutlich zu machen.

Ein typisches Anschreiben für die Bewerbung zur Ausbildung gliedert sich in vier Bereiche: Den Kopf bilden die Adressblöcke von Absender und Empfänger, das Datum und die Betreffzeile. Danach folgt der inhaltliche Kernabschnitt mit der Einleitung und dem Hauptteil. Am Ende finden sich die obligatorische Grußformel, eine eigenhändige Unterschrift und eventuell der Hinweis auf die beigefügten Anlagen.

Foto: racorn/123RF
Foto: racorn/123RF

Für die Form eines Anschreibens gelten bestimmte Standards. Üblicherweise umfasst das Bewerbungs-Anschreiben eine DIN-A4-Seite, als Schriftart empfehlen sich verbreitete Standardschriften wie Arial oder Times New Roman (Schriftgröße 12 Punkt). Nicht zu vergessen ist, die Silbentrennung des Textverarbeitungsprogramms zu aktivieren – ansonsten erhält das Schriftstück eventuell unschön flatternde Ränder. Die Seitenränder des Anschreibens sollte man wie folgt einrichten: links 24,1 m, rechts mindestens 8,1 mm, unten und oben jeweils 16,9 mm.

Bewerben heißt, für sich zu werben. Um in der Flut der Bewerbungen aufzufallen, braucht man ein individuelles Anschreiben, das genau auf den anvisierten Ausbildungsplatz zugeschnitten ist. Im Anschreiben schlüpft der Bewerber ein Stück weit in die Perspektive des Personalverantwortlichen. Diesem ist dabei zu helfen, die eigene Persönlichkeit schnell einzuordnen und sich ein klares Bild zu verschaffen.

Relevante Informationen


Im Hauptteil des Anschreibens knüpft der Bewerber möglichst direkt an eine Stellenanzeige an. Dabei geht er in erster Linie auf die Anforderungen ein, die in der Ausschreibung genannt werden. Wenn es gelingt, im Anschreiben ein bis zwei weitere berufsrelevante Fertigkeiten unterzubringen, die nicht in der Anzeige stehen – umso besser. Zu nennen sind die relevanten Informationen zur aktuellen schulischen bzw. beruflichen Situation, Fähigkeiten und Kompetenzen: Was interessiert den Bewerber an der Ausbildung? Warum möchte er den gewählten Beruf erlernen? Welche für die Ausbildung wichtigen Fähigkeiten bringt er mit?

Foto: Alexandra H./pixelio.de
Foto: Alexandra H./pixelio.de

Viele Unternehmen favorsieren inzwischen aber die Online- Bewerbung. Sie verlangen dann Bewerbungsunterlagen per E-Mail, manche Betriebe stellen Online-Formulare zum Ausfüllen auf ihre Webseite. Unabhängig davon, auf welchem Weg man sich nun online bewirbt, heißt der oberste Grundsatz: Alle Angaben, alle eingereichten Unterlagen müssen übersichtlich, fehlerlos, vollständig und möglichst gut auf die Ausbildung abgestimmt sein.

Im Falle einer Online-Bewerbung per E-Mail schickt man die Bewerbungsunterlagen einfach im Mailanhang mit – als PDF. Zu beachten ist, dass die Datei nicht zu groß wird. Und: Schicken Sie Ihre Bewerbung an einen konkreten Ansprechpartner, nicht an anonyme Mailempfänger.

Bei Online-Bewerbungen per Formular stellt der einstellende Betrieb eine spezielle Website zur Verfügung. Dort trägt man dann alle benötigten Angaben in eine standardisierte Datenmaske ein. So erhält der Betrieb sämtliche für die Ausbildung relevanten Informationen in einheitlicher, computerlesbarer Form, was die Auswertung enorm erleichtert. Eventuell zusätzlich verlangte Unterlagen – Lebenslauf, Zeugnisse – sind entweder als Datei beizufügen (PDF!) oder in seltenen Fällen postalisch nachzureichen.

Den Ausbilder überzeugen

Der erhoffte Ausbildungsplatz scheint so nahe zu liegen und dennoch klappt es nicht. Vielleicht hat der Bewerber etwas Wichtiges vergessen. Um zu kontrollieren, ob man nichts außer Acht gelassen hat, lohnt sich folgender Blick. Hier eine Checkliste für das Wichtigste, das zu beachten ist.

- Unterlagen sollten den Regeln entsprechen und gleichzeitig die persönliche Note zum Ausdruck bringen.

- Ein Deckblatt ist kein Muss, aber ein guter Einstieg.

- Das Anschreiben sollte möglichst an einen konkreten Ansprechpartner gerichtet sein.

- Im Text sollte deutlich gemacht werden, warum gerade diese Ausbildung und dieses Unternehmen gewählt wurde.

- Das Anschreiben sollte eine DIN-A4-Seite nicht überschreiten.

- Am Ende die höfliche Bitte um ein persönliches Gespräch äußern.

- Im Lebenslauf werden in tabellarischer Form die wichtigsten Lebensstationen aufgelistet.

- Sehr wichtig ist hier die Übersichtlichkeit. In der letzten Zeit ist es üblich geworden, Daten mit dem jüngsten Ereignis beginnend chronologisch aufzulisten.

- Der Anhang – hier gehört alles hinein, was die Befähigung für diese Ausbildung oder diesen Job noch unterstreichen könnte.

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