Menü
Anmelden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland

Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus WolfsburgWolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg

Home Sonderthemen Gesundheit/Pflege Blutspenden im Kino: Rotes Kreuz will besonders die junge Generation ansprechen
16:45 16.03.2018
Blutspende beim DRK Wolfsburg-Mitte: Allein im Jahr 2017 spendeten 5277 Wolfsburger Blut. FOTO: ARCHIV
Anzeige

Von Ulrich Franke     

WOLFSBURG. „Blutspenden ist praktische Hilfe auf gegenseitiger Basis“, sagt Peter Friedsch, Gebietsreferent des DRK-Blutspendedienstes Springe. „Ob Unfall, Krankheit oder Operation – jeder von uns kann ganz schnell in die Situation kommen, in der er zum Überleben das Blut anderer braucht.“ Viele Wolfsburger scheinen das ähnlich zu sehen: 2017 begrüßte der Blutspendedienst allein in der VW-Stadt 5277 Spender.


5277 Blutspender in Wolfsburg zählte der Blutspendedienst Springe im Jahr 2017.


Acht DRK-Ortsvereine beteiligen sich an den Terminen in der Stadt, auch Vereine oder Feuerwehren richten gelegentlich Spendentage ein. Auf 80 einzelne Termine brachte es das DRK letztes Jahr in Wolfsburg. Und das nicht nur an den klassischen Orten wie dem Kreisverband im Walter-Flex- Weg, den Gemeinschaftshäusern auf den Dörfern oder beim jährlichen Termin im Rathaus. Zunehmend wartet der DRK-Blutspendedienst auch nicht mehr darauf, dass die Menschen zu ihm kommen, sondern geht dahin, wo die Menschen sind – ins VW-Werk, in die VW-Arena, ins Cinemaxx-Kino.

Peter Friedsch
Peter Friedsch

„Wir betrachten das als Abhol-Termine“, sagt Peter Friedsch – hätte man die Menschen dort erst einmal „abgeholt“, kämen sie häufig auch zu anderen Terminen. So erreiche man auch, ganz wichtig, insbesondere die jüngere Generation: Die sei durchaus spendenfreundlich eingestellt, lebe aber nun mal in einer digitalen und an Aktivitäten reichen Welt; sie will man deswegen auch über Kampagnen in den sozialen Medien ansprechen.

Tagtäglich würden in Wolfsburg rund 15.000 Blutspenden für Kranke oder Verletzte benötigt; Spenden sie die einfachste und direkteste Art, Gutes zu tun.


Wolfsburger Klinikum braucht jährlich 6000 Blutkonserven

Blutbank im Klinikum: Moderne Operationstechniken reduzieren den Blutverlust – Spenden sind aber unverzichtbar. FOTO: S. BISCH
Blutbank im Klinikum: Moderne Operationstechniken reduzieren den Blutverlust – Spenden sind aber unverzichtbar. FOTO: S. BISCH

Rund 6000 Blutkonserven braucht das Wolfsburger Klinikum Jahr für Jahr – für Unfallopfer, für Krebspatienten, für Operationen. „Und darum ist jede Blutspende für uns wertvoll“, sagt Chefärztin Dr. Beate Rothe. Viel Blut muss das Krankenhaus zwar dazu kaufen – bis zu 300 Spenden im Monat generiert das Haus aber durch die eigenen Blutspendetermine.

„Und die Leute kommen gerne zu uns“, sagt die Chefärztin des Instituts für Transfusionsmedizin. „Sie mögen die familiäre Atmosphäre bei uns.“ Seit fünf Jahren ist das Aufkommen an Spendern im Klinikum erfreulicherweise sogar leicht ansteigend. Zwar sinkt bundesweit der Bedarf an Blutkonserven leicht, weil der medizinische Fortschritt immer bessere Operationstechniken ermöglicht: „Bei einer Herz-OP hat man früher vier bis sechs Blutbeutel verbraucht. Bei der heutigen Knopflochchirurgie ist das viel weniger“ – je kleiner die Schnitte, desto weniger Blutverlust.

Dr. Beate Rothe
Dr. Beate Rothe

Dennoch zählt jede Spende. Zugekauftes Blut ist teuer, Zukauf schafft Abhängigkeiten, Zukauf kann zu Engpässen führen, wenn es Lieferschwierigkeiten gibt. Und darum versucht das Klinikum, so viel wie möglich von dem wertvollen Lebenssaft selbst zu generieren. Spender füllen einen Fragebogen aus, haben ein kurzes Arztgespräch, dann folgt die Spende. Im Labor wird das Blut aufbereitet, das anschließend bis zu 49 Tage gekühlt gelagert werden kann.

Die regelmäßigen Blutspendetermine im Klinikum: ohne Anmeldung dienstags und donnerstags von 12 bis 17.30 Uhr, mittwochs von 8.30 bis 11.30 Uhr, freitags von 8 bis 11 Uhr – oder nach Vereinbarung unter Telefon 05361-801727. fra


Füße von Kleinkindern einmal öfter messen lassen

Bis zum Grundschulalter ändert sich die Schuhgröße besonders schnell

Eine Nummer größer: Sonja Straube misst im Schuhhaus Galipp die Füße des kleinen Simon und stellt fest, dass er ab sofort die Schuhgröße 31 braucht. HILKE KOTTLICK
Eine Nummer größer: Sonja Straube misst im Schuhhaus Galipp die Füße des kleinen Simon und stellt fest, dass er ab sofort die Schuhgröße 31 braucht. HILKE KOTTLICK

GIFHORN. Gerade kleine Kinder merken manchmal nicht, wo der Schuh drückt – im wahrsten Wortsinn. Ein Grund mehr für Eltern, regelmäßig dafür zu sorgen, dass die Füße der Sprösslinge ausgemessen werden. Kein Problem im guten Fachhandel – dort gehört das Messen von Kinderfüßen auch ohne Schuhkauf zum Service des Hauses dazu.

„Wir haben Schablonen für die kleinen Füße von Kindern, die gerade laufen lernen bis hoch zur Größe 44“, sagt Sonja Straube vom Schuhhaus Galipp in Gifhorn. Bei guten Markenschuhen können der Fachverkäuferin zufolge die Sohlen heraus genommen und verglichen werden. Gleiches gelte auch für orthopädische Einlagen. Wurden früher Schablonen hergestellt, um daran zu erkennen, ob der Schuh von der Länge her noch passt, rät sie zur Messung im Fachgeschäft und zur Anprobe. Dabei sei zu erkennen, ob Schuh oder Stiefel nicht nur von der Länge, sondern auch von der Weite her dem Fuß entspricht.

Bei Jungen und Mädchen vom Kleinkind- bis hin zum Grundschulalter wachsen die Füße schneller als bei älteren Kindern, so die Erfahrung der Schuhverkäufer. Sonja Straube rät Eltern daher, „mindestens bei jedem Saisonwechsel die Schuhgröße messen zu lassen“. Auch habe die Erfahrung gezeigt, dass selbst bei gleicher Größe Schuhe anders ausfallen können – da falle der Verkäuferin zufolge der Sneaker vielleicht bedeutend größer aus als der feste Lederschuh zur Konfirmation.

Die Füße ausmessen lassen – das ist bei Galipp möglich vom Kleinkindalter bis hin zu großen Größen. Das sei gar nicht so selten – „es kommt auch vor, dass Erwachsene ihre Schuhgröße nicht genau kennen“, weiß die Fachkraft. Sie empfiehlt die regelmäßige Messung besonders bei Kindern und zwar „auch mal zwischendurch“, so wie bei dem kleinen Simon. Bei ihm stellt sie anhand der Messung fest, dass er nun die Schuhgröße 31 braucht. Das wiederum entspricht dann auch der Sohle eines Markenschuhs. Darauf stehend, erreicht Simons Zeh die aufgezeichnete Linie mit dem Schriftzug „perfekt“. hik

4
/
4
Datenschutz