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Home Sonderthemen Haus&Garten Dachdecker bieten beste Aussichten
13:02 01.07.2019
Die Ausbildung zum Dachdecker kann Grundlage für viele technische Berufe oder ein Studium sein. ZENTRALVERBAND DES DEUTSCHEN DACHDECKERHANDWERKS E. V.

Wie in vielen Handwerksberufen, so werden auch im Dachdeckerhandwerk Auszubildende gesucht. Dirk Hildebrandt, Obermeister der Dachdecker-Innung Gifhorn, sieht die Vorteile für eine Ausbildung in seiner Branche ganz pragmatisch: „Praktische Lebenserfahrung auf dem Bau zu sammeln hat noch niemandem geschadet“, sagt er schmunzelnd. Die Zukunftschancen sind für alle Schulabgänger, vom Hauptschüler bis zum Gymnasiasten, interessant: „Bei uns ist für jeden Karrierewunsch etwas dabei: Wir brauchen Dachdeckergesellen, aber auch zukünftige Meister. Viele Betriebsinhaber werden in den nächsten Jahren in Rente gehen und suchen tatkräftige Nachfolger mit Weitblick.“ Auch für diejenigen, für die die Lehre nur der erste Schritt ihrer Karriere ist, bietet das Dachdeckerhandwerk Perspektiven, erklärt der Obermeister aus Groß Oesingen: „Die Dachdeckerlehre ist auch eine solide Grundlage für diverse technische Berufe oder ein Studium zum Bauingenieur oder Architekten. Besonders dann, wenn jemand wegen eines hohen NCs Wartezeiten in Kauf nehmen muss, kann er mit der Lehre die Zeit bis zum Studienbeginn sinnvoll überbrücken und Praxiserfahrungen sammeln, die im Studium helfen.“
            

Dirk Hildebrandt, Obermeister der Dachdecker-Innung Gifhorn
Dirk Hildebrandt, Obermeister der Dachdecker-Innung Gifhorn

Leider rufen die vollen Auftragsbücher der Dachdecker auch zwielichtige Gestalten auf den Plan, die Kunden mit überteuerten Preisen für schlechte Arbeitsleistungen über den Tisch ziehen wollen. Davor warnt Dirk Hildebrandt ausdrücklich: „Ich höre aus unserer Gegend immer wieder von Leuten, die unangemeldet bei unseren Kunden vor der Tür stehen und anbieten, das Dach oder die Dachrinnen zu reparieren. Sie geben gerne vor, auf Empfehlung anderer Kunden aus der Umgebung zu kommen oder gar mit uns, den regional ansässigen Dachdeckerbetrieben zusammenzuarbeiten. Das stimmt natürlich nicht.“ Der Obermeister rät dazu, sich im Zweifelsfall an die Innungsbetriebe zu wenden. „Wir können nicht immer schon gleich am nächsten Tag vor der Tür stehen, denn wir haben gut zu tun, und manchmal müssen wir auch einen Notfall vorziehen. Dafür bitten wir um Verständnis! Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass sich das Warten im Hinblick auf Preis und Qualität lohnt!“

Zuletzt richtet der Obermeister noch einen Aufruf an Betriebe seiner eigenen Zunft, die noch nicht Mitglied der Innung sind: „Weiterbildung ist in unserem Beruf enorm wichtig, weil sich die technischen Voraussetzungen ständig weiterentwickeln. Wir informieren die Innungsbetriebe aktuell über alles, was sie wissen müssen.“
   

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