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Home Sonderthemen Neues aus Gifhorn und Umgebung Das Baggerseeprojekt nimmt Fahrt auf
00:00 11.10.2018
Der heiße Sommer hat den Wasserstand im See absinken lassen. Jetzt hofft der VFG auf reichlich Regen, damit der Normalpegel wieder erreicht wird.

Der Verein für Fischerei und Gewässerschutz Schönewörde und Umgebung e. V. (VFG) ist einer von landesweit 20 Vereinen, die an einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Bundesministerium für Umwelt, Klima und Reaktorsicherheit (BMU) geförderten Großprojekt teilnehmen. Dabei geht es darum, die Lebensräume für Pflanzen und Tiere im Rahmen des Naturschutzes in sogenannten Baggerseen zu verbessern. Die Aktionen sollen nicht nur Fischen, Vögeln, Amphibien, Libellen, wirbellosen Wasserlebewesen und Pflanzen zugutekommen. Auch Menschen profitieren von diesen Maßnahmen, die solche Erholungsgebiete am Wasser deutlich aufwerten. Am Weidekampsee bei Weißenberge sind die Arbeiten zur Schaffung von Flachwasserzonen und Laichmöglichkeiten für Fische und Kleinlebewesen im Frühjahr erfolgt. Doch bis dahin war es ein langer Weg für den VFG und seine Mitglieder. 

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Die Lebensbedingungen für Fische und andere Lebewesen im Weidekampsee werden verbessert.
Die Lebensbedingungen für Fische und andere Lebewesen im Weidekampsee werden verbessert.

Erfolgreiche Bewerbung

Im Frühjahr 2013 hat der VFG sich für eine Teilnahme an dem Projekt beworben. „Das wurde damals in den Angelvereinen vorgestellt und publik gemacht. Unser Verein wollte gerne dabei sein und wir sind dann auch ausgewählt worden, weil unser Weidekampsee ein geeignetes Gewässer ist“, sagt Kerstin Fritsche, die 1. Vorsitzende des Schönewörder Vereins. Zustimmen mussten noch die Untere Naturschutzbehörde und die Untere Wasserbehörde des Kreises Gifhorn. Beide gaben ihre Zustimmung und die wissenschaftlichen Vorarbeiten konnten beginnen. Inzwischen sind im Frühjahr dieses Jahres die notwendigen Arbeiten am See erfolgt, wie Fritsche berichtet: „Es wurde mit einem Bagger Aushub entnommen und an anderer Stelle wieder eingebracht. Dadurch sind Flachwasserzonen entstanden, wie sie von Fischen, aber auch Kleinlebewesen wie Libellen und Amphibien als Laichplätze und Lebensräume gebraucht werden.“ Auch Pflanzen profitieren von dieser Maßnahme, da sie sich in diesen Bereichen ansiedeln können. Das wiederum sei gut für die Fische, die diese Zonen zum Laichen nutzen, erklärt die 1. Vorsitzende.



Das Große Ganze

„An so einem Gewässer muss alles zusammenpassen, das ist ein großes Zusammenspiel“, sagt Fritsche. Deshalb seien elf große Totholzbündel an den Ufern des Sees versenkt worden, die ebenfalls als Lebensräume für die Wasserbewohner dienen sollen. Ganz begeistert ist sie von der Zusammenarbeit mit dem IGB und dem LSVF: „Das lief auf Augenhöhe, wir haben viel gelernt und erfahren. Und ganz toll war es auch, dass so viele unserer Vereinsmitglieder sich an den Arbeiten am See beteiligt haben.“ Bis 2022 läuft die wissenschaftliche Begleitung des Projektes: Jeweils im Frühjahr und im Herbst wird überprüft, wie sich der Fischbestand entwickelt hat und wie sich die Maßnahmen insgesamt auf das Gewässer auswirken. Eins weiß Kerstin Fritsche allerdings schon jetzt: „Wir hatten in diesem Jahr schon sehr viel Froschlaich im Weidekampsee, viel mehr als sonst. Allerdings hat der heiße Sommer den Wasserstand so stark reduziert, dass ein Großteil davon sich nicht entwickeln konnte. Jetzt hoffen wir auf viel Regen in Herbst und Winter, damit der Wasserstand sich wieder normalisiert.“ Das ist ein Wunsch, dem sich vielleicht nicht jeder anschließen mag – aber für die Natur wäre das natürlich ein Segen.


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