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Home Sonderthemen Sport/Vereinsleben Das Erbe für Nagelsmann
15:53 27.08.2018
Emil Forsberg soll diese Saison in einer neuen Rolle Naby Keita im Mittelfeld ersetzen.

DER HITZFELD-CHECK

Ich bin sehr gespannt. Es kann durch die Trainerkonstellation viele Brandherde geben. Es geht nicht um Personen, sondern um die Konstellation. Wenn man weiß, dass ein neuer Trainer kommt, ist das nie gut.
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Er macht es schon wieder. Sportdirektor Ralf Rangnick sitzt in dieser Saison erneut auch als Coach auf der Trainerbank von RB Leipzig. Schon 2015 hatte der heute 60-Jährige die Doppelfunktion inne – bis Ralph Hasenhüttl den Posten als Cheftrainer übernahm. Mit dem Österreicher konnten sich die Sachsen nicht auf eine weitere Zusammenarbeit einigen, und so macht es Rangnick, bis Julian Nagelsmann zur Saison 2019/2020 den Posten übernimmt.



Ein solcher Zwischenschritt wirft natürlich Fragen auf. Was passiert, wenn das Team kriselt? Entlässt sich Sportdirektor Rangnick dann selbst als Trainer? Wie hoch ist Nagelsmanns Akzeptanz, wenn RB unter Rangnick die Erwartungen übererfüllt? Klar ist: Jeder Kontakt zwischen Nagelsmann und RB wird öffentlich mit Argusaugen betrachtet werden – in Leipzig, in Hoffenheim, bundesweit. Das Störfeuerpotenzial: sehr groß.


53 Gegentreffer kassierte RB in der vergangenen Bundesliga-Saison – der viertschlechteste Wert der Liga.


„Wir wollen wieder für unser Spiel gefürchtet werden“, gibt sich Rangnick angriffslustig für die Saison zwischen den Trainern Hasenhüttl und Nagelsmann. „Der Weg ist das Ziel, dass wir uns in den relevanten Bereichen des Spiels weiterentwickeln“, sagt der Schwabe, der vom US-Amerikaner Jesse Marsch als Co-Trainer unterstützt wird. „Ob das am Ende zu Platz vier, fünf oder sechs langt, werden wir sehen.“ Dennoch gibt er zu: „Wir würden schon lieber Champions League spielen als Europa League.“ Mit der müssen sich die ambitionierten Leipziger diese Saison jedoch zufriedengeben.

   

RB landete nach der starken Debütsaison in der Bundesliga (Vizemeister als Aufsteiger) nun auf einem enttäuschenden sechsten Platz. Um wieder an den Champions-League-Plätzen kratzen zu können, muss sich einiges ändern. Rangnicks Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Defensivarbeit. Denn RB kassierte 2017/2018 in der Liga 53 Gegentreffer – zu viele für ein Topteam. Auch das Gegenpressing soll unter dem Sportdirektor-Coach wieder forciert werden.

Obere Reihe (v. l.): Dayot Upamecano, Stefan Ilsanker, Ibrahima Konaté, Atinc Nukan, Lukas Klostermann. 3. Reihe: Leistungsdiagnostiker Dominik Cegla, Massimo Bruno, Konrad Laimer, Marcel Halstenberg, Nordi Mukiele, Matheus Cunha, Willi Orban, Teampsychologe Maximilian Pelka. 2. Reihe: Videoanalyst Fabian Friedrich, Torwarttrainer Frederik Gößling, Athletiktrainer Kai Kraft, Co-Trainer Jesse Marsch, Cheftrainer Ralf Rangnick, Co-Trainer Robert Klauß und Lars Kornetka, Athletiktrainer Daniel Behlau, Videoanalyst Daniel Ackermann. Vorn: Diego Demme, Bruma, Marcel Sabitzer, Marius Müller, Péter Gulácsi, Julian Krahl, Jean-Kévin Augustin, Kevin Kampl, Marcelo Saracchi.
Obere Reihe (v. l.): Dayot Upamecano, Stefan Ilsanker, Ibrahima Konaté, Atinc Nukan, Lukas Klostermann. 3. Reihe: Leistungsdiagnostiker Dominik Cegla, Massimo Bruno, Konrad Laimer, Marcel Halstenberg, Nordi Mukiele, Matheus Cunha, Willi Orban, Teampsychologe Maximilian Pelka. 2. Reihe: Videoanalyst Fabian Friedrich, Torwarttrainer Frederik Gößling, Athletiktrainer Kai Kraft, Co-Trainer Jesse Marsch, Cheftrainer Ralf Rangnick, Co-Trainer Robert Klauß und Lars Kornetka, Athletiktrainer Daniel Behlau, Videoanalyst Daniel Ackermann. Vorn: Diego Demme, Bruma, Marcel Sabitzer, Marius Müller, Péter Gulácsi, Julian Krahl, Jean-Kévin Augustin, Kevin Kampl, Marcelo Saracchi.

Dafür holte RB im Sommer mit den Verteidigern Nordi Mukiele und Marcelo Saracchi sowie Stürmer Matheus Cunha drei neue schnelle, extrem talentierte Spieler, die den Verein zusammen 43 Millionen Euro kosteten – und allesamt noch unter 21 Jahre alt sind.

Mit Naby Keita verlor Leipzig im Sommer jedoch seinen wohl besten Mann, den torgefährlichen Taktgeber im Mittelfeld. Der Profi aus Guinea wechselte für 60 Millionen Euro in die Premier League zum FC Liverpool. Der schwedische WM-Held Emil Forsberg soll in seine Rolle schlüpfen, vollends zu ersetzen ist Keita aber nicht.

SCHNELLCHECK 

Heim
Heim
Auswärts
Auswärts

Red-Bull-Arena
Eröffnung: 2004
Kapazität: 42 959


Nordi Mukiele
HSC Montpellier, 16 Mio.
Matheus Cunha
FC Sion, 15 Mio.
Marcelo Saracchi
River Plate, 12 Mio.
Julian Krahl
Eigene Jugend
Marius Müller
1. FC Kaiserslautern, Leih-Ende
Atinc Nukan
Besiktas, Leih-Ende
Massimo Bruno
RSC Anderlecht, Leih-Ende


Naby Keita
FC Liverpool, 60 Mio.
Bernardo
Brighton & Hove, 10 Mio.
Benno Schmitz
1. FC Köln, 1,5 Mio.
Anthony Jung
Bröndby IF, 0,8 Mio. (zuvor geliehen)
Agyemang Diawusie
FC Ingolstadt, 0,5 Mio. (zuvor an Wehen Wiesbaden verliehen)
Dominik Kaiser
Bröndby IF, ablösefrei
Vitaly Janelt
VfL Bochum, Ablöse unbekannt
Philipp Köhn
RB Salzburg, Ablöse unbekannt
Zsolt Kalmár
Dunajska Streda, Ablöse  unbekannt
Ademola Lookman
FC Everton, Leih-Ende
Fabio Coltorti
Ziel unbekannt


Einnahmen: 72 800 000 Euro
Ausgaben: 43 000 000 Euro
Summe: 29 800 000 Euro


Ralf Rangnick (60) übernimmt zum zweiten Mal bei RB den Job des Trainers. Zuvor war er unter anderem Coach auf Schalke, in Hoffenheim, Hannover und Stuttgart. Nun ist der Sportdirektor, der als Entwickler gilt, die Übergangslösung bis zur Ankunft von Julian Nagelsmann, der 2019 kommen soll.

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