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Home Sonderthemen Sonstiges Das Fenster ist der Knackpunkt: Polizei gibt Tipps für Einbruchsschutz
09:43 13.11.2018
Schwachstelle Fenster: Sogenannte Pilzköpfe in den Verriegelungen erschweren den Ganoven das Aufhebeln des Rahmens. DPA

Von Carsten Baschin  

WOLFSBURG. Einbrüche waren und sind in Wolfsburg ein Problem, betroffen sind Einfamilienhäuser ebenso wie Wohnungen. Die Polizei gibt daher wichtige Tipps.

Türen: In Mehrfamilienhäusern sollte der Hauseingang auch tagsüber geschlossen sein. Bevor man den Türoffner drückt, sollte man kontrollieren, wer ins Haus will. Auch wenn man Wohnung oder Haus nur kurze Zeit verlässt: Unbedingt abschließen, so die Polizei. „Türen können durch Zusatzschlösser, Sperrbügel oder Querriegel zusätzlich gesichert werden“, rät Thomas Figge, Sprecher der Wolfsburger Polizei.

Fenster: Vor allem im Erdgeschoss gilt es, Fenster immer zu schließen. Thomas Figge: „Angekippte Fenster sind für Einbrecher offene Fenster“. Durch so genannte Pilzköpfe können Fenster sicherer gemacht werden. Stabile Rollläden schrecken Einbrecher ebenfalls ab.

Keller: Auch Kellereinbrüche sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Daher sollten alle Kellertüren stets verschlossen sein (gilt in Mehrfamilienhäusern auch für Böden). Polizeisprecher Figge: „Kellerfenster können durch stabile Gitterroste oder durch Abhebevorrichtungen geschützt werden“.


"Angekippte Fenster sind für Einbrecher offene Fenster."

Thomas Figge Pressesprecher der Wolfsburger Polizei


Licht und Briefkasten: Bei längerer Abwesenheit sollte man dafür sorgen, dass die Mülltonnen rausgestellt werden, der Briefkasten geleert, der Rasen gemäht und das Licht ein- und ausgeschaltet wird (siehe Text unten). Und: Wer seinen Schlüssel verliert (Ersatzschlüssel niemals außerhalb des Hauses verstecken!), sollte umgehend den Schließzylinder auswechseln.

- Weitere Infos im Internet unter polizei-beratung.de oder bei der kostenlosen Sicherheitsberatung der Polizei Wolfsburg unter Tel. 05361-4646107.

Überquellender Briefkasten: Bevor es in den Urlaub geht, sollte man Nachbarn bitten, diesen regelmäßig zu leeren. DPA
Überquellender Briefkasten: Bevor es in den Urlaub geht, sollte man Nachbarn bitten, diesen regelmäßig zu leeren. DPA

Einfache Maßnahmen gegen Einbrecher sind oft kostenlos, aber trotzdem wirkungsvoll. Wichtig vor allem: Das Haus sollte immer bewohnt wirken. Schon eine banale Zeitschaltuhr, die dafür sorgt, dass in der dunklen Jahreszeit nachmittags in einem Zimmer das Licht angeht, kann Einbrecher zumindest verunsichern.

Bei längerer Abwesenheit sollten Hausbesitzer und Mieter ihre Nachbarn, Freunde oder Verwandten um Mithilfe bitten. Mit Schlüsseln ausgestattet, könnten sie Arbeiten erledigen, damit ein Haus bewohnt wirkt. Rollläden morgens rauf- und abends runterziehen, Mülltonnen rausstellen, Zimmer lüften, Blumen gießen oder sogar Rasen mähen.

Wenn der Helfer einen Zweitwagen hat, sollte dieser ruhig mal vor der Garage des Abwesenden geparkt werden. Ebenfalls wirkungsvoll: Die Wäsche in Nachbars Garten zum Trocknen aufhängen. Generell helfen gute Kontakte in die Nachbarschaft, um derartige Absprachen zu treffen.

Generell empfiehlt es sich, die Augen und Ohren offen zu halten. Fährt etwa ein Auto mit fremdem Kennzeichen im Schritttempo durchs Wohngebiet, sollte man sich die Nummer notieren und merken, welche Personen in dem Fahrzeug sitzen. Niemand braucht sich zu scheuen, mit einem ernsthaften Anliegen die Polizei zu kontaktieren.

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