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Home Sonderthemen Sport/Vereinsleben Das passierte nur einmal
06:46 17.01.2019
Ausgleich: Andrej Kramaric (r.) macht aus einer Wolfsburger 2:1-Führung gegen Hoffenheim ein 2:2.

Zwischendurch hatte es mal nach der dritten Zittersaison in Folge ausgesehen, aber mit dem starken Endspurt hat sich der VfL eine der besten Hinrunden seiner Bundesliga-Geschichte unter den Weihnachtsbaum gelegt. Nur dreimal hatten Wolfsburgs Fußball-Profis in einer ersten Saisonhälfte häufiger gewonnen, ebenfalls nur dreimal hatten sie mehr Punkte auf ihrem Halbzeitkonto. Und die Ausbeute aus den ersten acht Auswärtsspielen ist mit 16 Zählern sogar besser als je zuvor in 21 Jahren Erstklassigkeit. Mehr als die dabei erzielten 14 Tore waren dem VfL erst zweimal gelungen, weniger als die nur acht kassierten Gegentreffer hatte es dagegen noch nie gegeben.

Wolfsburgs neue Auswärtsstärke – sie ist der signifikanteste Unterschied zur Hinrunde der Vorsaison, wo bei ebenfalls zwölf Heimpunkten nur sieben in der Fremde dazugekommen waren. Und auch an ihr lässt sich prima ablesen, dass der VfL enorm an Stabilität gewonnen hat. Offensiv, defensiv und mental. Die Statistik-Experten von opta zeigen auf, in welchen Kategorien die zuletzt zweimal erst in der Relegation dem Abstieg entronnenen Wolfsburger inzwischen in die Liga-Spitze geklettert sind.

Bei der Fähigkeit, Führungen in Siege zu verwandeln, war es geradezu ein Quantensprung, wie der Vergleich mit der Vorsaison beweist. Denn auch vor einem Jahr hatte der VfL in neun Spielen mindestens einmal geführt, damals aber noch 13 Punkte abgegeben. Diesmal waren es nur zwei – eben jene beim 2:2 gegen Hoffenheim. Einzig Schalke gewann jedes Spiel nach Führung; es waren allerdings auch nur fünf. Coolness und Kondition in der Schlussphase – auch daran ließ sich die Handschrift von Trainer Bruno Labbadia ablesen.

Im Zwischenspurt wussten seine Schützlinge ebenfalls zu gefallen: Acht Treffer in der Viertelstunde vor der Halbzeitpause sind top; da konnte nur die Hertha mithalten. Überhaupt zeigten sich Wolfsburgs Profis nervenstark – wenn es vor dem gegnerischen Tor darauf ankam, verwandelten sie exakt die Hälfte aller Großchancen (beispielsweise Eins-gegen-eins-Situationen mit dem Torhüter, freie Schüsse innerhalb des Strafraums und Elfmeter) – einzig Herbstmeister Dortmund war da um 0,9 Prozentpunkte effektiver. Und auch die mit neun dritthöchste Zahl an Pfosten- und Lattentreffern spricht ja eher für als gegen die Offensivqualitäten des VfL: Mit etwas mehr Schussglück hätte die starke Hinrunden-Bilanz sogar noch besser ausfallen können...

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Spitzenwert: Kein Team wird so oft gefoult wie der VfL Wolfsburg.
Spitzenwert: Kein Team wird so oft gefoult wie der VfL Wolfsburg.

Europa-reif war Wolfsburgs Abwehrarbeit. Weniger als die 22 Gegentore ließen nur die vier vor dem VfL platzierten Mannschaften zu, weniger Schüsse aufs Tor sogar nur Meister Bayern und Spitzenreiter Dortmund. Selbst Tabellenführer sind die Grün-Weißen zusammen mit Mönchengladbach bei den nach Eckbällen kassierten Gegentoren – es war kein einziges!

Die besten Zweikampf-Teams der Liga: der VfL (l. Elvig Rexhbecaj)
Die besten Zweikampf-Teams der Liga: der VfL (l. Elvig Rexhbecaj)

Und selbst einen der wenigen guten Werte der Hinrunde 2017/18 übertraf Labbadias Team noch: Damals hatte Wolfsburg mit der drittbesten Zweikampfquote (51,8 Prozent) überrascht, legte jetzt aber nochmals zu und hatte mit 52,4 Prozent gewonnenen Mann-gegen-Mann-Duellen nur noch die Bayern vor sich. Während der Meister trotzdem die wenigsten Gelben Karten sah, musste sich der VfL mit 39 die zweitmeisten zeigen lassen. Allerdings begingen 13 Mannschaften mehr Fouls als die Wolfsburger, Gelb-König Schalke (drei Verwarnungen mehr) sogar die zweitmeisten. Verrückt: Ausgerechnet diese beiden Teams, zum Rückrunden-Auftakt obendrein Gegner, wurden wieder mal am häufigsten gefoult – vor einem Jahr lag S04 vor dem VfL, diesmal war‘s umgekehrt.

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