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Home Sonderthemen Haus&Garten Der Grundriss ist Basis fürs Wohlgefühl
14:42 01.11.2019
Wer beim Hausbau den Grundriss und die Größe seiner Räume umsichtig plant, fühlt sich in seinem Zuhause dauerhaft mit der ganzen Familie wohl. Foto: djd/Fingerhaus/Katharina Jäger

Hochzeit, Hausbau, Kinder, Familienleben, Ruhestand: Das ganz persönliche Traumhaus sollte Lösungen für jede Lebensphase und jedes Wohnbedürfnis bieten. Daher ist es besonders wichtig, Aufteilung und Größe des Eigenheims klug und weitsichtig zu planen. Der passende Grundriss ist die Basis für ein harmonisches Zusammenleben in den eigenen vier Wänden.

Umsichtige Planung

Dies ist das Ergebnis der zweiten Bauherrenstudie des Anbieters FingerHaus, bei der die befragten Häuslebauer angaben, dass die Größe nach der Bauqualität den zweithöchsten Einfluss auf die Zufriedenheit mit ihrem Eigenheim habe. Gleich dahinter rangieren die Aufteilung, Zahl und Abmessung der Räume auf dem dritten Platz in der Zufriedenheitsskala. „Damit Bauherren den für sich passenden Grundriss finden, benötigen sie eine detaillierte, persönliche Beratung. Erfahrene Profis unterstützen bei den Überlegungen über die eigene Lebenssituation, Vorlieben, Wohnrituale, den Platz- und Rückzugsbedarf“, weiß Dr. Mathias Schäfer, Geschäftsführer des nordhessischen Fertighausherstellers.
   

Individuelle Entwürfe

Viele Platzprobleme lassen sich dabei über einen geschickt gewählten Zuschnitt der Räume lösen. Ein großzügiges Entree bietet vielfältige Stauraumlösungen für Garderobe, Schuhe und Taschen. Mit einer Ankleide oder einem begehbaren Kleiderschrank gibt es im Schlafzimmer mehr Platz, ebenso wie dank eines Vorrats- oder Hauswirtschaftsraums in der Küche. Wer zudem Stellflächen für Schränke und Regale oder Nischen für Einbaumodelle schon beim Grundriss berücksichtigt, erspart sich später unangenehme Überraschungen. Kurze, barrierefreie Wege mit breiten Türen bieten die besten Chancen, sich im eigenen Zuhause bis ins hohe Alter wohlzufühlen. Erd- und Obergeschoss lassen sich so konzipieren, dass sie später auch als separate Wohneinheiten genutzt werden können. Eine offene Küche eignet sich für Menschen, die Geselligkeit schätzen. Eine Tür oder Schiebetür zwischen Koch- und Wohnbereich verhindert, dass sich Gerüche ausbreiten, und garantiert die nötige Ruhe beim Kochen. Wichtig sind auch Rückzugsmöglichkeiten für die Bewohner wie eine Leseecke, ein Hobby- und Fitnessraum oder Kinderzimmer, die mitwachsen und später auch zum Home Office werden können. Ebenso kommt es auf die Ausrichtung der Räumlichkeiten an. Schlafzimmer im Norden heizen sich im Sommer nicht allzu stark auf. Für den Frühstücksplatz dagegen ist Morgensonne sehr willkommen.

„Fertighäuser sind heute Unikate, die Architekten berücksichtigen jeden Wunsch und jede Lebenssituation der Bauherren. Grundrisskonzepte sind lediglich Impulse für eigene Ideen“, macht Geschäftsführer Dr. Mathias Schäfer deutlich. (djd)
   

Wo sind die guten Handwerker?

Kompetente Handwerker für eine Baumaßnahme zu finden, wird immer schwieriger

Gute Handwerker sind schwer zu finden, doch Innungen können Tipps geben. Quelle: contrastwerkstatt, 32566111, Adobe Stock/BHW Bausparkasse
Gute Handwerker sind schwer zu finden, doch Innungen können Tipps geben. Quelle: contrastwerkstatt, 32566111, Adobe Stock/BHW Bausparkasse

In den kommenden Jahren geht jeder fünfte Handwerker in Rente, doch der Nachwuchs bleibt aus. Dabei können sich die Handwerksbetriebe schon heute kaum retten vor Aufträgen. Wer bauen oder modernisieren will, muss häufig mit monatelangen Wartezeiten rechnen. Der Tipp: „Bauwillige und Renovierer sollten sich daher frühzeitig an Handwerksbetriebe wenden“, rät Angelika Sosnowski von der BHW Bausparkasse. „Viele schnell verfügbare Betriebe arbeiten mit ungelerntem Personal. Dadurch riskiert man aber Baumängel – und dann wird es richtig teuer.“

Empfehlungen sind Gold wert

Wer bei der Handwerkersuche auf Nummer sicher gehen will, hört sich um. Haben Bekannte einen Tipp? Können vertrauenswürdige, aber überbuchte Handwerker einen Kollegen empfehlen? Auch bei den Innungen gibt es guten Rat: Sie stehen für die Qualität ihrer Mitgliedsbetriebe ein. In Konfliktfällen bieten sie Schiedsstellen an. Seine Handwerker nach Referenzen auszusuchen ist wichtiger denn je, denn in vielen Gewerken ist ein Meisterbrief seit 2004 keine Voraussetzung mehr für die Eröffnung eines Betriebs.

Selber machen? Besser nicht!

Handwerklich Versierte können kleinere Arbeiten auch in Eigenleistung erbringen. Die sogenannte Muskelhypothek wird von Banken sogar mit bis zu 15 Prozent auf das benötigte Eigenkapital angerechnet. Das ist verlockend angesichts der hohen Kosten. Dennoch ist Vorsicht geboten. „Wenn die eigenen Arbeiten an die eines Experten anschließen, ist die Schuldfrage im Falle eines Schadens schwer zu klären“, sagt die BHW Expertin Sosnowski. Oft bleiben Bauherren oder Modernisierer dann auf den Kosten sitzen.
   

Warum raten Experten dennoch zum Bausparvertrag? Knapp 27 Millionen Bausparverträge haben die Deutschen aktuell abgeschlossen. Aber lohnt sich die Spardisziplin angesichts der so günstigen Hypothekendarlehen überhaupt? „Der Bausparvertrag bleibt ein Garant für günstige Zinsen, wenn man erst in einigen Jahren bauen oder kaufen will“, sagt Angelika Sosnowski, Baufinanzierungsexpertin bei der Bausparkasse BHW. „Wie sich die Zinsen bis 2025 oder 2030 entwickeln, kann niemand voraussehen.“ Jeder zweite Deutsche bis 40 Jahre hat „richtig Lust“ auf Wohneigentum, so eine aktuelle BHW-Studie. Bis zur Realisierung dieses Traums kann man sich im Vorfeld bereits per Bausparvertrag staatliche Fördergelder sichern. Junge Leute haben wegen der niedrigen Einkommensgrenzen gute Karten, die Höchstförderung zu erhalten und einen Vermögensgrundstock aufzubauen. Die Wohnungsbauprämie von bis zu 45 Euro pro Jahr können schon 16-Jährige bekommen. Azubis profitieren zudem von vermögenswirksamen Leistungen. Den größten Fördertopf kann nutzen, wer einen Riester-Bausparvertrag abschließt. Wegen der Kinderzulagen von bis zu 300 Euro je Kind und Jahr profitieren vor allem Familien. „Wer Eigenkapital aus Erspartem und Fördergeldern aufgebaut hat, bekommt auch günstigere Kreditkonditionen bei der Bank“, sagt Sosnowski. Zusätzlich erwirbt der Bausparer Anspruch auf ein zinsgünstiges Bauspardarlehen.
   

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