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Home Sonderthemen Sport/Vereinsleben Der Traum von der Meisterschaft
15:49 27.08.2018
Schnäppchen: Aufgrund einer Ausstiegsklausel wechselte Leonardo Bittencourt für nur 6 Millionen Euro von Absteiger Köln nach Hoffenheim.

DER HITZFELD-CHECK

Diese Saison wird für Julian Nagelsmann eine große Herausforderung, er steht vom ersten Spieltag an unter Beobachtung. Jedes Treffen, jedes Gespräch mit RB Leipzig ist heikel, wenn es bekannt wird. Für Außenstehende ist die Situation extrem spannend.
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Dem einstigen Amateurverein steht eine ganz besondere Spielzeit bevor: Denn mit Platz drei in der vorherigen Saison qualifizierte sich die TSG Hoffenheim erstmals überhaupt direkt für die Champions-League-Gruppenphase; 2017/2018 scheiterte das Team noch in der Qualifikation am späteren Finalisten FC Liverpool (1:2 und 2:4).

„Das ist das größte Ereignis überhaupt! Dies ist das fünfte oder sechste Wunder von Hoffenheim“, jubelte Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp über den größten Erfolg der Klubgeschichte. Die Frage ist: Kann die Mannschaft angesichts der zusätzlichen Herausforderung ihr Niveau halten oder sogar noch steigern?



Mit Serge Gnabry (nach Leihende zurück zum FC Bayern) und Mark Uth (ablösefrei zu Schalke) haben im Sommer zwei Leistungsträger den Klub verlassen. Doch das kennen sie schon. Namhafte Abgänge zu verkraften, das ist der TSG in den letzten Jahren immer wieder gelungen. Sebastian Rudy und Niklas Süle gingen vor, Sandro Wagner während der vergangenen Saison zum FC Bayern – und trotzdem wurde man Dritter.


10 Saisons hat Hoffenheim bisher in der Bundesliga absolviert, ist noch nie abgestiegen.


Die frischen Lücken in der Offensive sollen Leonardo Bittencourt (kam aus Köln), Vincenzo Grifo (Gladbach) und Ishak Belfodil (Bremen) schließen. Und mit Kasim Adams (Bern) und Joshua Brenet (Eindhoven) kamen zusätzliche Kräfte für die Verteidigung – mehr als 25 Millionen Euro investierte die TSG in die fünf Neuen.

   

Einen zukünftigen Abgang wird man allerdings kaum kompensieren können: Im Juni gab Hoffenheims Erfolgstrainer Julian Nagelsmann bekannt, dass er den Verein nach dieser Saison verlassen werde, um zu Bundesliga-Konkurrent RB Leipzig zu wechseln. „Es war mir wichtig, früh für klare Verhältnisse zu sorgen“, erklärte der 31-Jährige die frühe Bekanntgabe seines Wechsels. Ein schwerer Schlag für die TSG und ein einmaliger Vorgang in der Bundesliga.

Obere Reihe (v. l.): Mannschaftsarzt Ralph Kern, Betreuer Heinz Seyfert und Christian Seyfert, Teammanager Timmo Hardung, Robert Zulj, Benjamin Hübner, Kevin Vogt, Adam Szalai, Ishak Belfodil, Justin Hoogma, Physiotherapeuten Peter Geigle, Sören Johannsen, Manuel Kreuzberger und Dennis Wöhr. 2. Reihe: Co-Trainer Pellegrino Matarazzo, Matthias Kaltenbach und Benjamin Glück, Trainer Julian Nagelsmann, Pavel Kaderábek, Joelinton, Stefan Posch, Florian Grillitsch, Ermin Bicakcic, Havard Nordtveit, Torwarttrainer Michael Rechner, Athletiktrainer Otmar Rösch und Christian Weigl, Präventivtrainer Christian Neitzert, Maskottchen Hoffi. Vorn: Leonardo Bittencourt, Joshua Brenet, Lukas Rupp, Nico Schulz, David Otto, Gregor Kobel, Oliver Baumann, Alexander Stolz, Kerem Demirbay, Vincenzo Grifo, Nadiem Amiri, Felipe Pires, Philipp Ochs, Dennis Geiger.
Obere Reihe (v. l.): Mannschaftsarzt Ralph Kern, Betreuer Heinz Seyfert und Christian Seyfert, Teammanager Timmo Hardung, Robert Zulj, Benjamin Hübner, Kevin Vogt, Adam Szalai, Ishak Belfodil, Justin Hoogma, Physiotherapeuten Peter Geigle, Sören Johannsen, Manuel Kreuzberger und Dennis Wöhr. 2. Reihe: Co-Trainer Pellegrino Matarazzo, Matthias Kaltenbach und Benjamin Glück, Trainer Julian Nagelsmann, Pavel Kaderábek, Joelinton, Stefan Posch, Florian Grillitsch, Ermin Bicakcic, Havard Nordtveit, Torwarttrainer Michael Rechner, Athletiktrainer Otmar Rösch und Christian Weigl, Präventivtrainer Christian Neitzert, Maskottchen Hoffi. Vorn: Leonardo Bittencourt, Joshua Brenet, Lukas Rupp, Nico Schulz, David Otto, Gregor Kobel, Oliver Baumann, Alexander Stolz, Kerem Demirbay, Vincenzo Grifo, Nadiem Amiri, Felipe Pires, Philipp Ochs, Dennis Geiger.

Seit Februar 2016 ist Nagelsmann Cheftrainer der Profimannschaft, war zuvor schon U19-Coach. Er entwickelte Hoffenheim vom fast sicheren Absteiger zum Champions-League-Klub. Fans rätseln: Kann ein Trainer, dessen Abschied feststeht, noch ein Jahr die Arbeit abliefern, die man gewohnt ist? Mäzen Hopp ist davon überzeugt: „Wer glaubt, Julian könnte auch nur eine Sekunde seine Ziele aus den Augen verlieren, der kennt ihn schlecht.“

Zumal Nagelsmann diese bereits forscher denn je formuliert hat: „Ich bin dieses Jahr tatsächlich sehr ehrgeizig, vielleicht noch zwei, drei Prozentpunkte mehr. Ich würde gerne das letzte Jahr noch erfolgreicher abschließen als die anderen. Ich strebe immer nach dem Maximalen – und das ist der Meistertitel.“

SCHNELLCHECK 

Heim
Heim
Auswärts
Auswärts

Wirsol-Rhein-Neckar-Arena
Eröffnung: 2009
Kapazität: 30 150


Kasim Adams
Young Boys Bern, 8 Mio.
Leonardo Bittencourt
1. FC Köln, 6 Mio.
Vincenzo Grifo
B. M’gladbach, 5,5 Mio.
Ishak Belfodil
Standard Lüttich, 5,5 Mio. (war an Bremen verliehen)
Joshua Brenet
PSV Eindhoven, 3,5 Mio.
Felipe Pires
Austria Wien, Leih-Ende


Benedikt Gimber
FC Ingolstadt, 1 Mio. (zuvor an Regensburg verliehen)
Marvin Schwäbe
Bröndby IF, 0,7 Mio. (zuvor an Dresden verliehen)
Baris Atik
Dynamo Dresden, 0,6 Mio. (zuvor an Darmstadt verliehen)
Joshua Mees
Union Berlin, 0,5 Mio.
Bruno Nazário
Atlético Paranaense, Leihe, 0,1 Mio.
Mark Uth
Schalke 04, ablösefrei
Eugen Polanski
Ziel unbekannt
Felix Passlack
Borussia Dortmund, Leih-Ende
Serge Gnabry
Bayern München, Leih-Ende


Einnahmen: 2 900 000 Euro
Ausgaben: 28 500 000 Euro
Summe: –25 600 000 Euro


Julian Nagelsmann (31) führte die Hoffenheimer vergangene Saison zum ersten Mal in die Champions League. Auch deswegen sollen Spitzenklubs wie Bayern München, Borussia Dortmund oder Real Madrid Interesse an einer Verpflichtung gehabt haben. 2019 wechselt Nagelsmann jedoch zu RB Leipzig.

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