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Home Sonderthemen Gesundheit/Pflege Die wahrscheinlich besten Orangen, die je ein Pilger gemopst hat
11:57 09.03.2018
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Von Michaela Gebauer   

Nachdem ich am nächsten Morgen meine Augen geöffnet hatte, saß Kristin mir bereits aufrecht gegenüber und forderte mich auf, so schnell wie möglich aufzustehen. Sie war nämlich unglaublich gespannt darauf, ob Jesus mit seiner „Wunderheilung“ unseren Jakobsweg gerettet hatte. Und tatsächlich, nachdem ich die Paste von meinem Fuß abgewaschen hatte, ging es mir ein wenig besser!

Wanderlieder nach der Wundheilung

Zum Hintergrund: Natürlich wissen Kristin und ich, dass es keine „Wunderheilung“ gibt. Allerdings hatte uns die Jesus-Begegnung so sehr inspiriert, dass wir zumindest für einen kurzen Zeitraum alle dunklen Gedanken wegsperren konnten, um unseren Jakobsweg fortsetzen zu können. Und ganz ehrlich, es würde ja auch die Magie an der Geschichte verloren gehen, wenn wir uns nur an den „französischen Obdachlosen“ mit der Tonerde erinnern würden...


Der Jakobsweg – Ziel vieler Pilger, die kleine Abenteuer und Spiritualität suchen. Unsere Mitarbeiterin Michaela Gebauer (25) und Kristin Willecke (22) erkundeten den Camino Português auf ihre ganz eigene Weise. Während der Gesundheitswochen berichtet Michaela über Blasen an den Füßen, kuriose Begegnungen und das erhebende Gefühl von Freiheit.


Also verabschiedeten wir und von Jesus und seinen tierischen Freunden und gingen los. Diesmal achteten wir aber mehr auf die Signale unserer leidenden Füße, schlenderten deutlich langsamer die Wege entlang, sangen fröhlich Wanderlieder und nutzten jede Gelegenheit, um uns auszuruhen und das Wetter zu genießen. Herrlich!

Entschädigung für viele Strapazen: An einer Kirche entdeckten Michaela und Kristin einen Orangen-Baum mit vielen saftigen Früchten. PRIVAT
Entschädigung für viele Strapazen: An einer Kirche entdeckten Michaela und Kristin einen Orangen-Baum mit vielen saftigen Früchten. PRIVAT

Beste Mahlzeit, die man sich vorstellen kann

Unser Weg führte vorbei an grünen Feldern, kleinen Bauern-Dörfern und kleineren Waldabschnitten. Die Luft war frisch und bis auf Vogelgezwitscher hörten wir ab und zu Landmaschinen, die an uns vorbeifuhren. Wir fühlten uns wie im Paradies. Als wir unserem Zielort Barcelinhos näher kamen, nahm der Verkehr wieder zu. Allerdings störte uns dieser gar nicht, da wir in der Nähe einer kleinen Kirche einen wunderschönen Orangen-Baum entdeckten. Dieser trug die saftigsten Früchte, die wir je gesehen hatten. (Kurze Anmerkung: Wenn man sich vier Tage lang von Nüssen, Trockenfrüchten, Keksen und einer Pizza ernährt, ist eine frische, portugiesische Orange die beste Mahlzeit, die man sich vorstellen kann.) Offiziell haben wir uns die Früchte ganz artig angesehen und sind traurig weitergewandert. Inoffiziell waren das die wahrscheinlich besten Orangen, die je ein Pilger gemopst hat!

Herrlicher Panoramablick nach 20 Kilometern

Nach etwa 20 Kilometern Fußmarsch kamen wir endlich in Barcelinhos an. Dort checkten wir für fünf Euro in eine unglaublich luxuriöse Herberge ein. Es gab eine Kletterwand, Fußbäder (die aber nicht funktionierten) und bequeme Betten. Das große Highlight waren aber die Fensterbank im Schlafsaal und der Panoramablick auf die Stadt. Dort ließen Kristin und ich den Abend ausklingen.


Für jedes Fitnesslevel: Wassersportkurse in Wolfsburg

Das Badeland und die Hallenbäder bieten Aquarobic, Wassergymnastik und vieles mehr an – Angebote für alle Altersgruppen

Sport im Wasser: Die Wolfsburger Hallenbäder haben zahlreiche Kurse im Angebot – etwa Aquafitness, Aquajogging und Wassergymnastik. BRITTA SCHULZE (ARCHIV)
Sport im Wasser: Die Wolfsburger Hallenbäder haben zahlreiche Kurse im Angebot – etwa Aquafitness, Aquajogging und Wassergymnastik. BRITTA SCHULZE (ARCHIV)

Von Martina Reinegger 

WOLFSBURG. Sport im Wasser hat viele Vorteile: Er ist gelenkschonend, man bekommt kaum Muskelkater, im Wasser hat der Körper einen erhöhten Kalorienverbrauch und die Durchblutung verbessert sich. In Wolfsburg bieten die umliegenden Hallenbäder und das Badeland Wassersportkurse an. Bei der Vielzahl an Möglichkeiten findet jeder eine Richtung, die zu seinem Fitnesslevel passt.

Im Hallenbad Sandkamp können Interessierte zwischen Aquafitness, Aquajogging und klassischer Wassergymnastik wählen. Aquafitness ist Konditionstraining für den ganzen Körper. Beim Aquajogging im Tiefwasser tragen die Teilnehmer spezielle Gürtel, die Sportler laufen im Wasser. Beide dieser Angebote eignen sich gut für Ungeübte, Übergewichtige und alle, die Wirbelsäule und Gelenke schonen wollen, aber auch zum Auspowern.

Im Heiligendorfer Hallenbad ist das Angebot ähnlich, statt Aquajogging findet dort aber Aquarobic statt. Dabei trainieren die Teilnehmer im flachen Wasser und zu Musik Muskeln und Herz-Kreislaufsystem. Die Angebote der Hallenbäder finden stets von Mitte Oktober bis Mitte März statt. „Unsere Kurse sind sehr begehrt, wir haben stets lange Wartelisten“, sagt Dominique Hintrich, Kursleiter in Sandkamp. Wer sich jetzt also schon für den Herbst voranmelden möchte, kann dies per E-Mail an baeder-kurse@stadt.wolfsburg.de tun.

Im Badeland finden die Wassersportkurse das ganze Jahr lang statt – mit Ausnahme der Schulferien. Neben Wassergymnastik, Aquafitness und Aquajogging gibt es dort auch Wassergymnastik für Schwangere. Reguläre Wassergymnastik, die vor allem für Teilnehmer ab 45 Jahren, die sich in Schwung bringen möchten, gedacht ist, wird dreimal die Woche kostenlos angeboten. Diese Kurse haben oft 30 oder mehr Teilnehmer. Die anderen Angebote sind kostenpflichtig, aber auch sehr vielfältig und finden mit maximal 20 Teilnehmern statt. „Auch viele junge Leute kommen gerne, sie schätzen die Vorteile der Bewegung im Wasser“, weiß Torsten Krier, Betriebsleiter des Badelandes. „Wer Interesse hat und etwas Gutes für sich und seinen Körper tun möchte, kann gerne jederzeit anrufen und mal zum Ausprobieren vorbeikommen“, sagt Krier.

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