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Home Sonderthemen Rund ums Auto Die Zukunft wird elektrisch
01:05 14.11.2020
Der Erwerb eines Pkw mit Elektromotor wird vom Staat besonders gefördert. © DJD/DEVK

Wurde es noch vor wenigen Jahren müde belächelt und als „fixe Idee“ von Umweltschützern abgetan, scheint es mittlerweile unumstritten: Der Elektromobilität gehört die Zukunft, wie schon jetzt allerorts zu spüren ist. Die Zahl der Elektroautos auf Deutschlands Straßen nimmt ständig zu. Vor allem die Erhöhung des Umweltbonus auf bis zu 9 000 Euro zeigt offensichtlich Wirkung. So wurden im Juli knapp 20 000 Anträge zur Förderung von Elektroautos und Plug-in-Hybriden gestellt, im August waren es schon fast 23 000, und im September kletterte die Zahl erneut auf fast 27 500, wie aus aktuellen Zahlen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hervorgeht. „Der dritte Rekord in Folge seit Einführung des Umweltbonus im Juni 2016“, heißt es beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

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60 Unterschiedliche Modelle

Grundsätzlich sind unter den derzeit gemeldeten rund 270 000 Fahrzeugen rund 60 elektrische Fahrzeugmodelle deutscher Hersteller auf dem Markt, die laut Bundesverband eMobilität (BEM) an etwa 27 000 öffentlich zugänglichen Ladepunkten mit Strom geladen werden. Tendenz steigend. Denn der Ausbau der Ladeinfrastruktur geht in großen Schritten voran, in deutschen Städten und Kommunen werden immer mehr Ladesäulen aufgestellt und an den Autobahnen ist ein öffentliches Schnellladenetz in Planung. So sollen alle 400 deutschen Autobahnraststätten mit einer speziellen Schnellladetechnik ausgestattet werden, und Aral testet in einem Pilotprojekt sogar schon ultraschnelle Ladesäulen mit bis zu 320 kW – normale Stromtankstellen haben 22 kW, um den „Tankvorgang zu beschleunigen, sodass die Fahrzeuge auch für Langstrecken attraktiver werden“.


Prämie als Triebfeder

Denn die Reichweite steht bei aller Begeisterung für das E-Auto noch immer bei vielen Autofahrern in der Kritik, wie aus einer aktuellen Umfrage des Versicherers DEVK hervorgeht, der die Gründe für den Kauf eines E-Autos in den Fokus rückt. So nannten 43 Prozent der Befragten den Schutz der Umwelt als Grund für den Umstieg auf die Elektromobilität. Für 21 Prozent ist zudem der Lärmschutz ein wichtiger Faktor. Knapp ein Fünftel der Umfrageteilnehmer gab die staatliche Umweltprämie als Triebfeder an. Geringere Haltungskosten sind für viele Verbraucher hingegen nicht so ausschlaggebend. Überraschend: Für 33 Prozent der Befragten sprechen überhaupt keine Gründe für den Kauf eines Stromers. „Was müsste sich ändern, damit für Sie die Anschaffung eines Elektroautos infrage käme?“, auch dieser Frage ging die Studie nach. Das Ergebnis: Ein niedriger Kaufpreis, eine höhere Reichweite sowie eine bessere Ladeinfrastruktur wurden besonders häufig genannt. DJD/STA

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