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Wolfsburg
12:51 08.11.2021

Eine zukunftsträchtige und wegweisende Unternehmensentscheidung: Der Tiroler Holzwerkstoffhersteller EGGER baut sein Schichtstoff-Werk in Gifhorn weiter aus und investiert in eine neue Produktions- und Lagerhalle. „Als regionaler Arbeitgeber mit etwa 420 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern tragen wir Verantwortung. Auch oder gerade in der Corona-Krise sind unsere Investitionen von rund 18 Millionen Euro ein klares Bekenntnis zum Standort in Gifhorn“, betont Andrea Oldenburg-Zillig, Geschäftsführerin Kaufmännische Verwaltung. „Wir sind stolz auf unsere enge Verbundenheit mit der gesamten Region.“

Von Gifhorn hinaus in die große weite Welt: Ob an Türen oder Küchenarbeitsflächen – überall gibt es EGGER-Produkte, rund um den Globus. Schichtstoff ist ein vielseitig einsetzbarer Werkstoff zur Veredelung von Oberflächen. „Mit etwa 500 Kunden in 60 Ländern sind wir in Gifhorn der größte Schichtstoffproduzent Deutschlands – und haben eine bewegte Firmengeschichte“, sagt Matthias Veile, Geschäftsführer Technik & Produktion. Am Anfang stand eine innovative Geschäftsidee: Fasziniert von dem Gedanken, das Herstellverfahren für Schichtstoffe zu revolutionieren und Schichtstoffplatten im Endlosverfahren zu produzieren, wagte Diplom-Ingenieur Ulrich Zierold im Jahr 1975 mit seiner Firma „Dekoflex“ den Sprung in die Selbstständigkeit. Zu Beginn der 1990er-Jahre übernahm das österreichische Familienunternehmen EGGER die Produktionsstätte und expandierte im Laufe der Jahre.
 

Stadtwerke Gifhorn

„An unserem Standort verbindet uns ein starkes Miteinander“, hebt Andrea Oldenburg-Zillig die vertrauensvolle Teamarbeit zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartnern hervor. Ob Corona-Pandemie, Rohstoff-Mangel oder steigende Energiepreise: „Wir wissen, dass wir nur gemeinsam erfolgreich sein und auch angespannte Zeiten meistern können“, bestätigt Matthias Veile.
 

Andrea Oldenburg-Zillig und Matthias Veile, Geschäftsführer bei EGGER in Gifhorn, blicken optimistisch in die Zukunft. Foto: Katja Buhlmann/photowerk
Andrea Oldenburg-Zillig und Matthias Veile, Geschäftsführer bei EGGER in Gifhorn, blicken optimistisch in die Zukunft. Foto: Katja Buhlmann/photowerk

KURZFRISTIGER EINBRUCH

Gut gerüstet durch die Corona-Krise: „Unsere Auftragslage ist stabil. Am Anfang der Pandemie gab es eine kurzzeitige Auftragsdelle, aber wir haben nicht Kurzarbeit beantragt. Zum Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben wir schnell Corona-Vorsorgemaßnahmen eingeführt sowie Corona-Tests in unserem Werk angeboten. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen unser Hygienekonzept zuverlässig mit“, freut sich Andrea Oldenburg-Zillig über eine hohe Akzeptanz der Pandemie-Vorschriften – und eine lösungsorientierte Arbeitsweise. Auch die Rohstoff-Knappheit habe das Unternehmen gut abfedern können. „Außerdem hat das Thema Digitalisierung bei uns einen Schub nach vorn bekommen, weil wir unsere digitalen Kommunikationsformen noch weiter ausgebaut haben.“ Zudem sei die Ausbildungssituation erfreulich gut. „Das Thema Nachwuchsförderung liegt uns besonders am Herzen“, betont Matthias Veile.

Auf anderer Ebene bleibt das Unternehmen ebenfalls „in Bewegung“: „Mit unserer Aktion ‚EGGER läuft‘ möchten wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motivieren, sich sportlich zu betätigen“, erläutert Andrea Oldenburg-Zillig den Hintergrund. „Wir bezahlen ihnen die Anmeldegebühren für Laufveranstaltungen und spenden zudem fünf Euro für jeden gelaufenen Kilometer an eine gemeinnützige Einrichtung.“
 

EGGER ist am Standort in Gifhorn Deutschlands größter Schichtstoffproduzent. Fotos: EGGER Holzwerkstoffe
EGGER ist am Standort in Gifhorn Deutschlands größter Schichtstoffproduzent. Fotos: EGGER Holzwerkstoffe

Mit der Fertigstellung des Neubaus rechnen die beiden Geschäftsführer im März 2022. „Unsere Investitionen sorgen für eine erhöhte Effektivität – und auch eine langfristige Sicherung der Arbeitsplätze“, blickt Andrea Oldenburg-Zillig optimistisch nach vorn. Die Anpassung der Produktionsanlagen an höchste Umweltstandards und an die gewachsenen Anforderungen des Marktes habe für EGGER einen hohen Stellenwert. „Wir können mit der verstärkten Eigenfertigung von Vorprodukten die Abhängigkeit von globalen Lieferketten weiter reduzieren, was die logistischen Prozesse optimiert und die Transporte reduziert. Unser Gifhorner Werk ist bestens für die Zukunft gerüstet.

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