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Home Sonderthemen Neues aus Gifhorn und Umgebung Ein klares „Ja“ zum Leben
00:00 25.10.2018


Die Diagnose im Jahr 2006 traf Monika Buchholz wie ein Schlag: ein Chondrosarkom, eine seltene Form eines bösartigen Knochentumors, hatte sich in ihrer rechten Schulter eingenistet.

Statt zu resignieren, hat die Isenbüttelerin einen unglaublichen Lebenswillen entwickelt und nach ihrer Heilung beschlossen, anderen Krebspatienten Mut und Hoffnung zu machen. Sie hat sich zur zertifizierten Psychoonkologin ausbilden lassen.

„Es war ein Albtraum“, erinnert sich die 56-Jährige. Mehr als ein Jahrzehnt Schmerzen lagen hinter ihr. „Ich bin von Arzt zu Arzt gerannt. Das Schlimmste war, dass mir keiner meine Schmerzen glaubte.“ Als letzten Ausweg sah sie den Besuch einer Heilpraktikerin. „Sie stellte fest, dass meine Schultern schief sind, nahm einen elektrischen Holzhammer und hielt ihn mir für ein paar Minuten auf meine Schulter“, erzählt Buchholz. „Ich ging fast die Wände hoch vor Schmerzen.“ Die folgende Nacht war kaum zu ertragen. Beim Frühstück bemerkte sie eine große Beule an der Schulter. Ein weiterer Arztbesuch, CT und eine operative Probeentnahme von Tumorgewebe brachten die Gewissheit: ein 14 Zentimeter großer bösartiger Tumor.

Überlebt, um anderen zu helfen

Es folgten mehrere Operationen. Dann 2009 eine weitere Hiobsbotschaft: Metastasen in der Lunge. Der Krebs hatte gestreut. Monika Buchholz musste drei weitere Operationen über sich ergehen lassen. Als sie 2012 den abschließenden Arztbericht las, reagierte sie verwundert: „Da stand, die Metastasen seien aufgrund der therapeutischen Behandlung abgestorben – ich habe aber keine Therapie gemacht, außer Vitamine zu mir zu nehmen und zu beten!“ Die Isenbüttelerin bezeichnet das Erlebte als „Spontanheilung“. Und sie ist sich sicher: „Ich habe das überlebt, damit ich anderen helfen kann. Das ist meine große Aufgabe!“

Seit dieser Erkenntnis hat sie Seminare und Vorträge besucht, mit Ärzten, Heilpraktikern und Therapeuten das Gespräch gesucht und sich letztendlich zur zertifizierten Psychoonkologin und spirituellen Lebensberaterin ausbilden lassen und möchte in naher Zukunft auch ein Buch schreiben. Sie vermutet: „Krebs ist ein großes Stoppschild. Vorher hat es meistens schon mehrere Warnsignale gegeben, die wir ignoriert haben, weil es darum geht, zu funktionieren, wie ich aus eigener Erfahrung weiß.“



„Wenn wir den Glauben verlieren, dann verlieren wir auch die Hoff nung und wenn wir diese verlieren, wird es richtig schwierig.“

Monika Buchholz



In ihrer psychoonkologischen Beratung möchte sie Krebspatienten und Angehörige auffangen und auf bauen, Menschen genau dort abholen, wo sie gerade stehen. „Mein Ziel ist es, ihnen bei der Auseinandersetzung mit der Krankheit zur Seite zu stehen, ihnen mithilfe von Gesprächen den Alltag zu erleichtern, Ängste zu bewältigen, zurechtzufinden mit körperlichen Veränderungen und neue Perspektiven eröffnen“, erklärt Buchholz. Sie könne zwar nicht heilen, aber beim Umdenken helfen, die Einstellung zum Leben neu auszurichten, um letztendlich die eigenen Selbstheilungskräft ein Gang zu setzen. „Wenn wir den Glauben verlieren, dann verlieren wir auch die Hoffnung und wenn wir diese verlieren, wird es richtig schwierig.“ Sie ist überzeugt: „Man muss Ursachenforschung betreiben, die Wurzel am Schopf packen und umarbeiten. Denn das Unterbewusstein entscheidet, ob man überlebt oder nicht!“ nip

Weitere infos:
Wer mehr wissen möchte, kann direkten Kontakt zu Monika Buchholz per E-Mail an moni.buch@yahoo.de aufnehmen.

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