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Home Sonderthemen Helfer in schweren Stunden Ein Vertrag über den Tod hinaus
11:05 17.04.2019
Die Grabbepflanzung und die dazugehörige Kundenberatung gehören zu den wichtigsten Leistungen von Friedhofsgärtnern. Foto: djd/Gesellschaft deutscher Friedhofsgärtner/Caroline Seidel

Vorher für danach sorgen: Sogenannte Dauergrabpflegeverträge kann man für sich selbst oder für verstorbene Angehörige abschließen. Sie werden deutschlandweit von zahlreichen Friedhofsgärtnereien angeboten und können einzelne Punkte beinhalten – beispielsweise die erstmalige Grabgestaltung, die saisonale Bepflanzung, besondere Gestecke zum Todestag und Totengedenktagen oder die kontinuierliche Grabpflege. Das Besondere eines Dauergrabpflegevertrags: Er ist so individuell wie die Menschen, die ihn abschließen.

Die Verbraucherschützer der Stiftung Warentest haben in „Finanztest“ (Ausgabe 1/2019) erstmals solche Absicherungen untersucht. Der Rat der Experten: „Wir empfehlen einen Dauerpflegevertrag vor allem zur Vorsorge.“ Und ein weiteres Ergebnis der Verbraucherschützer: „Das Geld der Kunden ist dort sicher.“

Die gewünschten Dienstleistungen werden schriftlich in einem Vertrag zur Dauergrabpflege festgehalten, den der Kunde direkt mit der Friedhofsgärtnerei seines Vertrauens abschließt sowie mit einer regionalen Treuhandstelle oder Genossenschaft. Zu deren Aufgaben gehört es, das als Einmalbetrag gezahlte Geld sicher anzulegen und zu verwalten sowie zu kontrollieren, ob die vereinbarten Dienstleistungen vertragsgemäß ausgeführt werden.

Die Organisationen beauftragen dafür Grabkontrolleure, die regelmäßig und konsequent die Arbeit der Friedhofsgärtner überprüfen und dokumentieren. (djd)

Schon zu Lebzeiten kann in einem Bestattungswald der Baum ausgewählt werden, der die letzte Ruhestätte werden soll.              Foto: djd/FriedWald
Schon zu Lebzeiten kann in einem Bestattungswald der Baum ausgewählt werden, der die letzte Ruhestätte werden soll.              Foto: djd/FriedWald

Ein Haus bauen, ein Kind zeugen, einen Baum pflanzen – diese viel zitierten Ziele im Leben machen deutlich: Der Baum ist für viele Menschen ein Sinnbild des Entstehens, des Werdens und des vollkommenen Lebens. In einem Bestattungswald steht er zudem symbolisch für das Vergehen und für ein Leben, das zu Ende gegangen ist. In diesem speziellen Wald kommt den Bäumen eine besondere Bedeutung zu. Sehr persönliche Geschichten haben sich im Laufe der letzten 18 Jahre beispielsweise in den Wäldern des Naturbestattungsanbieters FriedWald entwickelt – so lange werden dort bereits Beisetzungen unter Bäumen angeboten. „Der Baum ist hier zugleich Grabstätte, Andachtsplatz und Tröster“, weiß Geschäftsführerin Petra Bach. „Oft suchen die Menschen Bäume aus, die zur Persönlichkeit und dem Leben des Verstorbenen passen – stattlich und gerade oder auch mal knorrig und krumm.“

Refugium schon zu Lebzeiten

Angehörige und Freunde Verstorbener finden im Bestattungswald den Ort, in dem die Trauer ihren angemessenen Platz hat. Schließlich bietet der Wald als friedlicher Lebensraum für Tiere und Pflanzen auch den Menschen die Möglichkeit, durchzuatmen: bei einem Spaziergang, einer Joggingrunde oder einem Picknick. Als Bestattungswald hält der Wald Einzug in einen weiteren Lebensbereich: Er bekommt eine neue Bedeutung als Refugium zu Lebzeiten und als Ort der letzten Ruhe. Damit wandelt sich auch die Bestattungskultur – die Ruhestätte in der freien Natur ist gefragte Alternative zum traditionellen Friedhof. Immer mehr Menschen können sich vorstellen, in einem Bestattungswald beigesetzt zu werden. 2018 gaben in einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der FriedWald GmbH 63 Prozent der Befragten an, ein Urnengrab unter einem Baum in einem natürlichen Bestattungswald wäre für sie denkbar. Im Jahr 2010 waren es noch 25 Prozent.

Unter www.friedwald.de finden Interessenten Antworten auf wichtige Fragen zur Bestattung in freier Natur und zur Vorsorge für den Trauerfall. Baumgrabstätten können auch online ausgewählt werden. (djd)

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