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Wolfsburg
12:28 07.10.2021
Foto: Elenathewise/123RF

In einer feierlich geschmückten Kirche bei festlicher Orgelmusik den Bund der Ehe zelebrieren und Gottes Segen empfangen – das vermittelt vielen Brautpaaren das Gefühl einer vollkommenen Eheschließung. „Die Beweggründe für eine kirchliche Trauung sind höchst unterschiedlich“, weiß Sylvia Pfannschmidt, Superintendentin des ev.-luth. Kirchenkreises Gifhorn. „Neben dem Wunsch nach Gottes Segen für die Ehe spielt für viele Brautpaare Tradition bei einer kirchlichen Heirat eine große Rolle. Sie haben beispielsweise gute Erinnerungen an die Konfirmandenzeit und guten Kontakt zum Pastor. Und manchmal wird die Trauung auch verbunden mit einer Taufe des Kindes.“

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DOCH WAS GILT ES FÜR EINE KIRCHLICHE HOCHZEIT ZU BEACHTEN?

Eine kirchliche Trauung – die übrigens auch für gleichgeschlechtlich liebende Paare möglich ist – ersetzt nicht die standesamtliche Trauung, sie muss vor der kirchlichen Trauung erfolgen. Im Normalfall ist die Trauung, die meist zwischen 30 und 45 Minuten dauert, in der Wohnortgemeinde durch die Mitgliedschaft in der ev. Kirche abgedeckt und kostenfrei.

Die beliebten Termine sind Freitag und Samstag, daher ist es sinnvoll, den Wunschtermin frühzeitig im Pfarrbüro der zuständigen Kirchengemeinde anzumelden. „Wer in einer anderen Kirche heiraten will, braucht eine Mitgliedsbescheinigung des zuständigen Pfarramtes“, so Pfannschmidt. Der klassische Trauort ist das Kirchgebäude. Ab und zu gibt es den Wunsch, draußen im Garten oder an besonderen Orten getraut zu werden. „Das ist im Einzelfall möglich, wenn der Pastor dazu bereit ist“, erklärt die Superintendentin. „Doch es muss auch der Trauung angemessen sein. Trauung ist kein Event, sondern bleibt ein Gottesdienst.“

WAS GILT ES BEI UNTERSCHIEDLICHEN KONFESSIONEN ZU BEACHTEN?

Mindestens einer der Partner muss der evangelischen Kirche angehören. Die Konfession des anderen Partners ist egal. „Bei unterschiedlicher Konfession beider Partner besteht die Möglichkeit, sich ökumenisch trauen zu lassen“, erläutert Pfannschmidt. „Dann machen der ev. und der kath. Pfarrer die Trauung gemeinsam.“ Da für die ev. Kirche die Trauung kein Sakrament ist, ist – anders als in der katholischen Kirche – auch die Trauung von Geschiedenen möglich.

Rund zwei Monate vor der Trauung führt der Pastor ein Gespräch mit dem Brautpaar. Es dient dem Kennenlernen, damit die Trauansprache möglichst persönlich sein kann. Es wird auch über den Ablauf der Trauung, die musikalische Gestaltung und die jeweilig geltenden Regeln (zum Beispiel Fotografieren oder Filmen) der Kirche gesprochen. Schön ist es, wenn eigene Vorstellungen der Brautleute miteinfließen. Welche Lieder werden gewünscht, die im Gottesdienste von der Gemeinde gesungen werden? Auch die Integration von Solokünstlern und Musikern, Blumenschmuck, Rituale wie Traukerze entzünden, die Beteiligung von Angehörigen bei Gebeten oder Lesungen und die Bestimmung der Kirchenkollekte können die Brautleute während des Gesprächs klären.

Mehr Infos gibt es auch unter www.trauung.landeskirche-Hannovers.de

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