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Wolfsburg
18:09 06.10.2021
Der neue „flexobus“ im Gebiet Wahrenholz/Wesendorf ist jetzt schon ein Renner. Foto: Regionalverband Großraum Braunschweig

Es ist fast so luxuriös wie die Fahrt mit einem Taxi, nur mit dem kleinen Unterschied, dass das Fahrzeug ein paar Sitzplätze mehr hat und dass es spätestens 60 Minuten vor der geplanten Abfahrt zu reservieren ist. Die Rede ist vom neuen „flexobus“, einem speziellen Angebot, das auf die Bedürfnisse der Bürger im ländlichen Raum zugeschnitten ist.

Der Regionalverband Großraum Braunschweig arbeitet zurzeit an neuen Strategien für die Mobilität in ländlichen und suburbanen Gebieten. Dabei hat er insbesondere flexible Flächenbedarfsverkehre im Sektor-, Richtungsband- und reinen Flächenbetrieb mit barrierefreien Kleinbussen im Fokus. Es geht darum, Umsteigepunkte zu Buslinien und Zugstrecken besser zu bedienen. Dadurch werden auch kleinere Orte besser an die bereits bestehenden Linienverkehre angebunden. Um die Fußwege für die Fahrgäste zu verkürzen, wurden für das Gebiet Wahrenholz/Wesendorf vier Kleinbusse eingesetzt, die über die zusätzlich zu den bereits bestehenden Haltestellen mehr als 200 zusätzliche Halteorte anfahren.

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Seit Anfang September gibt es dieses innovative Angebot in der Samtgemeinde Wesendorf und ist schon jetzt ein Renner. „Schon in den ersten vier Tagen sind 80 Anrufe eingegangen, 30 Buchungen wurden vermittelt“, so Gisela Noske von der Pressestelle des Regionalverbandes. Und Stephan Heidenreich, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Landkreis Gifhorn (VLG), ergänzt: „Wir konnten am ersten Wochenende knapp 50 Fahrgäste verzeichnen, davon bis zu fünf pro Fahrt.“ Die Bestellungen bezogen sich vorzugsweise auf Fahrtrelationen von und zum Bahnhof Wahrenholz, der neu angefahren wird. Zudem seien Fahrten in Richtung Hankensbüttel, Wesendorf und Betzhorn gebucht worden – hauptsächlich Ausflügler, beispielsweise zum Heiligen Hain, aber auch Fahrgäste zum Einkaufen und für sonstige Erledigungen. „An den Wochentagen wurde das Angebot bisher noch nicht so stark genutzt“, so Heidenreich. Das hänge damit zusammen, dass die meisten Orte des Bedienungsgebiets durch Buslinien im Ein-Stunden-Takt bedient werden.

Das Prinzip ist einfach: Wenn mindestens eine Fahrt bestellt ist, dann fährt „flexo“ – und das an sieben Tagen in der Woche. Um das Angebot nutzen zu können, rufen Kunden spätestens 60 Minuten vor der Abfahrtszeit bei einer zentralen Leitstellennummer 0531 7938400 an und ordern den Bus zu einer gewünschten Haltestelle. Der Bus verkehrt montags bis donnerstags zwischen 5.30 und 22.30, freitags zwischen 5.30 und 23.30 Uhr, samstags zwischen 6.30 und 23.30 Uhr sowie sonn- und feiertags zwischen 8.30 und 22.30 Uhr. Für die Fahrten mit „flexo“ gilt der einheitliche VRB-Tarif. Fahrkarten können bei den Busfahrern erworben werden. Alle Infos gibt es auch unter www.flexo-bus.de nip
  

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