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Home Sonderthemen Sonstiges Friedhöfe sind vielfältig
11:01 23.09.2019
Foto: GMH/Bettina Banse

Ins Leben gerufen wurde der „Tag des Friedhofs“ 2001 vom Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) im Zentralverband Gartenbau e. V. gemeinsam mit den bundesweit tätigen Friedhofsgärtnern, Steinmetzen, Bestattern, Floristen, den Städten und Kommunen sowie Religionsgemeinschaften und Vereinen. Seitdem entwickelte sich dieser Aktionstag zu einem vielbeachteten Event. Jeweils am dritten Septemberwochenende nehmen tausende Menschen an Aktionen zum Thema „Friedhof“ teil. Der diesjährige Tag des Friedhofs findet am 21. und 22. September 2019 unter dem Motto „Der Friedhof: Leben – Lachen – Freude“ statt.

Geführte Friedhofsrundgänge, Diskussionen zu friedhofsrelevanten Themen, Ausstellungen mit verschiedenen Schwerpunkten sowie kulturelle Veranstaltungen mit Musik und Literatur haben dabei immer ein Ziel: Die Bedeutung des Friedhofs als Ruhestätte, Ort der Trauerbewältigung, Erholungs- und Lebensraum soll den Menschen wieder näher gebracht, der Umgang mit den Themen Tod und Trauer enttabuisiert werden. Die Gestaltung dieses Tages liegt dabei in den Händen der einzelnen Städte und Gemeinden. Vor Ort schließen sich Friedhofsgärtner, Bestatter, Steinmetze, Floristen, Friedhofsverwaltungen, Religionsgemeinschaften sowie Initiativen und Vereine zusammen, um ihre Ideen zum jeweiligen Tag des Friedhofs umzusetzen.

Foto: Thommy Weiss_pixelio.de
Foto: Thommy Weiss_pixelio.de

Es gibt kaum eine bessere Möglichkeit, die Bürger für die zahlreichen Funktionen des Friedhofs und deren Bedeutung für die Menschen zu sensibilisieren. Generationsübergreifend kann das gesamte Spektrum des Friedhofs und seine Bedeutung dargestellt werden:

• Friedhof als Ort der Trauer
• Friedhof als Ort für Verstorbene
• Friedhof als Ort der Ruhe
• Friedhof als Ort der Erinnerung
• Friedhof als grüne Oase
• Friedhof als Treffpunkt
• Friedhof als Ort der Kunst und Kultur
• Friedhof als Ort der Lokalgeschichte

Friedhöfe haben viel zu bieten. Sie sind ein Teil des Städte- und Gemeindelebens. Und das gilt für alle Generationen. Gerade für Kinder ist es spannend, sich bei altersgerechten Aktionen am Tag des Friedhofs mit dem Tod als Bestandteil des Lebens auseinanderzusetzen. Sie lernen den Friedhof dadurch auch als einen Ort des Lebens kennen. Kinderprogramme haben deshalb einen besonderen Stellenwert.

Alpenveilchen setzen farbenfrohe Akzente auf Gräbern

Das Alpenveilchen sorgt mit Farbvariationen von weiß bis pink für farbenfrohe Akzente auf dem Friedhof. Foto: djd/Gesellschaft deutscher Friedhofsgärtner/Margit Wild
Das Alpenveilchen sorgt mit Farbvariationen von weiß bis pink für farbenfrohe Akzente auf dem Friedhof. Foto: djd/Gesellschaft deutscher Friedhofsgärtner/Margit Wild

Friedhofsgärtner bereiten mit viel Erfahrung und Fachwissen die Gräber auf den Herbst vor. Dabei steht in diesem Jahr eine Pflanze auf der Beliebtheitsskala ganz weit oben: Das Alpenveilchen, lateinisch Cyclamen Persicum, das mit Farbvariationen von weiß bis pink für farbenfrohe Akzente auf dem Friedhof sorgt.

Alpenveilchen sind die idealen Grabpflanzen

Die Pflanze hält zum einen Temperaturen bis minus 5 Grad Celsius aus – und sie ist zudem aufgrund ihrer Farbenvielfalt auch sehr gut mit klassischer Heide, Paprika oder Silberblatt kombinierbar. „Das Alpenveilchen ist eine sehr schöne Herbstpflanze, die mit ihrer Leuchtkraft starke Akzente setzt und für einen stimmigen, optischen Gesamteindruck des Grabes sorgt“, erklärt Birgit Ehlers-Ascherfeld, Friedhofsgärtnerin und Vorsitzende der Gesellschaft deutscher Friedhofsgärtner mbH. Alpenveilchen könnten den ganzen Winter hindurch blühen und würden an fast jedem Standort gedeihen. „Am liebsten mögen sie es sonnig“, so Ehlers-Ascherfeld.

Tipps vom Friedhofsgärtner

Wer wissen möchte, wie man das Alpenveilchen als Grabbepflanzung ideal einsetzt, sollte sich bei qualifizierten Friedhofsgärtnern und Friedhofsgärtnerinnen erkundigen. Mehr Informationen gibt es unter www.grabpflege.de. Die Experten und Expertinnen für schöne Gräber stehen ihren Auftraggebern aber auch bei allen anderen Fragen rund um die Grabpflege mit Rat und Tat zur Seite. „Wir wissen, welche Pflanze an welchem Standort optimal blüht, wie man sie perfekt kombiniert und welche Pflege sie benötigt“, erläutert Birgit Ehlers-Ascherfeld.

Friedhofsgärtner bieten im Übrigen neben der Beratung auch viele verschiedene Serviceleistungen an. Sie gestalten die Gräber, gießen die Pflanzen, wechseln sie je nach Jahreszeit gegen andere aus, entfernen Unkraut oder decken die Ruhestätte im Winter mit kunstvoll arrangierten Tannenzweigen, Wacholder und Moosstreifen ab. Zu den Totengedenktagen fertigen sie zudem individuelle Grabgestecke und Kränze an. (djd)

Einen Dauergrabpflegevertrag kann man schon zu Lebzeiten für sich selbst abschließen – und damit vorher schon für danach sorgen. Ebenso lässt sich ein solcher Vertrag für verstorbene Angehörige vereinbaren. Dauergrabpflegeverträge werden bundesweit von zahlreichen Friedhofsgärtnereien angeboten und können etwa die erstmalige Grabgestaltung, die saisonale Bepflanzung, Gestecke zum Todestag oder die kontinuierliche Grabpflege.

Das Besondere des Vertrags: Er ist so individuell wie die Menschen, die ihn abschließen. Die Verbraucherschützer der Stiftung Warentest haben in „Finanztest“ (Ausgabe 1/2019) erstmals solche Absicherungen untersucht. Der Expertenrat: „Wir empfehlen einen Dauergrabpflegevertrag vor allem zur Vorsorge.“ Weiteres Ergebnis: „Das Geld der Kunden ist dort sicher.“ Denn die gewünschten Dienstleistungen werden schriftlich in einem Vertrag festgehalten, den der Kunde mit der Friedhofsgärtnerei seines Vertrauens abschließt sowie mit einer regionalen Treuhandstelle oder Genossenschaft. Zu deren Aufgaben gehört es, das als Einmalbetrag gezahlte Geld sicher anzulegen und zu kontrollieren, ob die vereinbarten Dienstleistungen ausgeführt werden. Die Organisationen beauftragen Grabkontrolleure, die regelmäßig die Arbeit der Friedhofsgärtner überprüfen und dokumentieren. (djd)

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