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Home Sonderthemen Sonstiges Frühlingsstimmung am Grab
10:43 17.04.2019
Eine farbenfrohe Pflanzenauswahl sorgt für eine frühlingshafte Stimmung auf dem Friedhof. Foto: djd/Gesellschaft deutscher Friedhofsgärtner/Margit Wild

Bienen, Hummeln und andere Nützlinge sind im Frühjahr mit den ersten Sonnenstrahlen unterwegs, um Nektar und Pollen von den vielen Frühlingsblühern zu sammeln. Diese lassen auch den Friedhof nun in frischen Farben erstrahlen. Die Eichhörnchen sind ebenfalls sichtlich froh über das Ende der Winterpause, ausgelassen flitzen sie die Baumstämme hinauf und wieder hinunter.

Für jeden Gestaltungsstil die passenden Pflanzen

In ihrem Spiel lassen sie sich auch von den zahlreichen menschlichen Besuchern nicht stören, die jetzt mit Primeln, Stiefmütterchen und Pflanzenschaufeln ausgestattet, den Gräbern ein frisches Aussehen verleihen. Andere schauen nach, was die mit der Grabpflege beauftragten Friedhofsgärtner in diesem Jahr an stimmungsvollen Frühlingsbilder auf die Ruhestätten gezaubert haben. Dass es dabei nicht langweilig wird, dafür sorgt die stetig wachsende Auswahl.

Bei den wohl beliebtesten Frühlingsvorboten beispielsweise, den Primeln und Hornveilchen, halten die Friedhofsgärtner neben den klassischen Varianten viele moderne Sorten von besonderem Zauber bereit. Zarte Pastelltöne, Exemplare mit reizenden Kontrasten beziehungsweise Farbverläufen, gekräuselte oder dichtgefüllte Blüten – für jeden Gestaltungsstil finden sich passende Pflanzen.

Friedhofsgärtner übernehmen dauerhafte Grabpflege

Auch die beliebten Bellis und Ranunkeln verleihen der Grabstätte gemeinsam mit Tausendschön, Vergissmeinnicht, Hyazinthen, Tulpen und Narzissen ein stimmungsvolles Frühlingsflair. Ob sie sich dann als buntes Band zwischen Grabstein, Einfassungspflanzen und Bodendeckern hindurchschwingen, sich als elegantes Ton-in-Ton-Ensemble präsentieren oder die letzte Ruhestätte mit farblich kontrastierenden floralen Ornamenten schmücken, hängt sowohl von persönlichen Vorlieben als auch von der Grabgröße und der grundlegenden Gestaltung ab.

Friedhofsgärtner beraten gerne und übernehmen auf Wunsch auch die saisonal wechselnde Neubepflanzung und die dauerhafte Grabpflege.

Informationen zu den Dienstleistungsangeboten der Friedhofsgärtner gibt es unter www.grabpflege.de oder unter www.raum-fuer-erinnerung.de. Fachgerecht umsorgt zeigt sich die letzte Ruhestätte dann das ganze Jahr gepflegt, farbenfroh und herausgeputzt. (djd)

Immer mehr Menschen sorgen schon zu Lebzeiten für den Todesfall vor, um die Angehörigen zu entlasten. Foto: djd/FriedWald
Immer mehr Menschen sorgen schon zu Lebzeiten für den Todesfall vor, um die Angehörigen zu entlasten. Foto: djd/FriedWald

Was hätte sich der Verstorbene für eine Beerdigung gewünscht? An welchem Ort? Und wie aufwendig? Schließlich gibt es heute viele Optionen. Eine Beisetzung mitten in der Natur unter einem Baum etwa. Um Angehörige bei diesen Fragen zu entlasten, kann jeder zu Lebzeiten vorsorgen. Petra Bach, Geschäftsführerin des bundesweit tätigen Naturbestattungsanbieters FriedWald weiß, dass die Verunsicherung über den Ablauf einer Baumbestattung manchmal groß ist. Denn gerade dort sind sehr individuelle Beisetzungen und Trauerfeiern möglich. Ein Vorsorgekonzept schafft Klarheit über die Wünsche des Betroffenen. In einem Vorsorgeordner können für die Angehörigen alle wichtigen Unterlagen für den Krankheits- oder Todesfall zusammengestellt werden.

In sechs Schritten zur richtigen Vorsorge:

Schritt 1: Den Bestattungswald kennenlernen

Wer sich zu einem Grab an den Wurzeln eines Baumes entschließt, kann den Wald vorab kennenlernen, in dem je nach Region zwischen Buchen, Eichen und vielen weiteren Baumarten gewählt werden kann. Erfahrene Förster nehmen Interessenten zu einer Führung mit, die eine Mischung aus Waldspaziergang und Informationstour ist. Sie dauert etwa eine Stunde. Dabei erfahren die Teilnehmer mehr über unterschiedliche Grabarten, Abläufe und Kosten der Beisetzung.

Schritt 2: Den Baum wählen

Manchmal fällt schon bei der Waldführung die Entscheidung für die persönliche Baumgrabstätte – aber dies ist auch an einem individuell vereinbarten Baumauswahltermin mit dem Förster möglich. Informationen dazu gibt es unter www.friedwald.de.

Schritt 3: Letzte Ruhestätte erwerben

Ist der passende Baum gefunden, wird ein Vertrag erstellt. Diesen können die Interessenten in aller Ruhe zu Hause überprüfen und unterzeichnen. Einen Platz für eine Bestattung gibt es ab 490 Euro, einen Baum mit mehreren Plätzen kann man ab 2.490 Euro erwerben. Im Trauerfall kommen noch die Beisetzungskosten in Höhe von derzeit 350 Euro hinzu, die auch die Kosten für die biologisch abbaubare Urne enthalten, sowie die Aufwände für den Bestatter, das Krematorium und die Trauerfeier etc.

Schritt 4: Tauschen ist möglich

Wenn sich jemand einen Bestattungsbaum ausgesucht hat, so ist er nicht für immer an diese Wahl gebunden: Nach einem Umzug oder einer anderen Veränderung der Lebensverhältnisse kann der Baum jederzeit gegen eine Gebühr getauscht werden – sofern noch niemand an dem Baum beigesetzt ist. Der Baumtausch ist innerhalb eines und zwischen verschiedenen FriedWald-Standorten möglich.

Schritt 5: Bestatter beraten zur Trauerzeremonie

Lieber eine stille Andacht oder ein kleines Fest im Wald? Die Vorstellungen von einer Trauerzeremonie sind unterschiedlich. Bestatter können dabei beraten. Die Beisetzungswünsche können in einer Willenserklärung – auch handschriftlich – formuliert und für die Angehörigen hinterlegt werden.

Schritt 6: Einen Vorsorgeordner anlegen

Jeder hat seine persönliche Ablage – doch in Notsituationen wie einem Todesfall sind Angehörige schnell überfordert und finden die passenden Papiere nicht. Dabei kann der Vorsorgeordner eine große Hilfe sein. Darin haben alle wichtigen Unterlagen für den Krankheits- und Todesfall Platz: persönliche Daten, Leitfäden, das Testament und weitere Dokumente, zum Beispiel der Vertrag für das Baumgrab. So ist mit einem Griff alles zur Hand. (djd)

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