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Wolfsburg
10:26 01.06.2021
© WMG Wolfsburg

Deutschlands Innenstädte stecken mitten im Strukturwandel. Das ist nicht erst seit gestern so, doch die Pandemie hat den Prozess dramatisch beschleunigt, sodass einige Akteure vor existenziellen Herausforderungen stehen. Um hier die notwendige Unterstützung zu leisten und mehr Frequenz in die Innenstadt zu bringen, ist kurzfristiges Handeln gefordert.

KURZFRISTIGE IMPULSE FÜR DEN ÜBERGANG

Der mit Gründung der WMG initiierte Handelsbeirat unterstützt als stadtweit vernetztes Fachgremium das WMG-Citymanagement bei der Entwicklung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen zur Stärkung der Innenstadt. In einem Impulspapier betont der Handelsbeirat die Bedeutung einer schnellen Umsetzung von temporären Maßnahmen parallel zur Konzeptentwicklung. Bestärkt durch das Impulspapier für die gemeinschaftliche Aufwertung der Innenstadt hat das WMG-Citymanagement gemeinsam mit weiteren Partnern erste temporäre Maßnahmen umgesetzt. „Wir haben der Fußgängerzone durch zusätzliche Sitzgelegenheiten und Kübel mit Grünpflanzen mehr Struktur gegeben und gemütliche Ecken geschaffen, die zum Verweilen einladen. Sobald die Situation es zulässt, werden wir weitere Attraktionen in die Porschestraße holen. Geplant sind unter anderem ein Coffee-Bike, andere lokale Caterer oder auch Schausteller. Toll wären zusätzliche Spielmöglichkeiten für Kinder“, zählt Frank Hitzschke auf. „Zu den originären Aufgaben des Citymanagements gehört es nicht nur, Weihnachtsmärkte und verkaufsoffene Sonntage zu organisieren, sondern auch schnell und flexibel gemeinsame Aktionen zur Belebung der Porschestraße in Abstimmung mit der Stadt umzusetzen. Wenn es um die Förderung der Aufenthaltsqualität in der City geht, ziehen wir mit den Innenstadtpartnern an einem Strang.“

EINE LANGFRISTIGE STRATEGIE FÜR DIE CITY

Zu Beginn dieses Jahres befasste sich der Rat der Stadt Wolfsburg mit der aktuellen Innenstadtsituation und hob die Bedeutung des Citymanagements und der Innenstadtstärkung mit dem Beschluss für die Umsetzung eines Masterplanprozesses für die Porschestraße heraus. „Die Corona-Pandemie setzt die Innenstadt in noch nie dagewesener Weise unter Druck. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, unsere Innenstadt als Ort des wirtschaftlichen Handels, der Nutzungsvielfalt, Kommunikation, Begegnung und Lebensqualität konsequent zu stärken“, sagt Jens Hofschröer, Geschäftsführer der WMG. Dennis Weilmann, Erster Stadtrat und Dezernent für Wirtschaft, Digitales und Kultur der Stadt Wolfsburg führt weiter aus: „Die Verbesserung der Aufenthaltsqualität wird unser zentraler Ansatz sein. Es muss Spaß machen, in die Innenstadt zu kommen.“

Dabei geht es der WMG nicht um oberflächliche Kosmetik, sondern um ein gemeinschaftliches und zukunftsweisendes Gesamtkonzept. Dafür erarbeitet die WMG gemeinsam mit der Stadt in einem ersten Schritt, wie der Gesamtprozess mit breiter Beteiligung organisiert werden kann und welche Inhalte im Besonderen zu berücksichtigen sind. Thomas Werner von der WMG Wirtschaftsförderung versucht, die Dimensionen des Projekts zu verdeutlichen: „Die Aufgabe ist alles andere als trivial. Der Prozess hin zu einer City, die dem Wandel gewachsen und weiterhin attraktiv und frequenzstark ist, ist aufwendig und erfordert viel Entwicklungs- und Abstimmungsarbeit. Neben dem Baudezernat möchten wir Fachexperten und Organisationen, die den Prozess unterstützen können, miteinbeziehen. Das umfasst vor allem die Eigentümer, Vertreter unterschiedlicher Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche und die Bürgerinnen und Bürger der Stadt.“ +

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