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Home Sonderthemen Gesundheit/Pflege Ghrelin ist ein riskanter Appetitanreger
09:25 12.03.2018
Das „Hungerhormon“ Ghrelin sorgt dafür, dass wir reichlich Appetit haben. FOTO: DPA
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Von Anja Garms   

Wie schwierig es ist, einmal verlorene Kilos nicht wieder zuzulegen, zeigt eine Untersuchung aus Norwegen. Dabei spielt auch das „Hungerhormon“ Ghrelin eine Rolle. Es wird in der Magenschleimhaut und der Bauchspeicheldrüse produziert und regt den Appetit an. Wer erfolgreich abgenommen hat, hat mehr mit diesem Hormon zu kämpfen als jemand, der keine Diät hinter sich hat.

Laut der Untersuchung müssen Übergewichtige sich nach dem Abnehmen darauf einstellen, auf lange Zeit ein starkes Hungergefühl zu bekämpfen, berichten die Forscher im Fachblatt „American Journal of Endocrinology and Metabolism“. Dazu hatte das Forscherteam von der Norwegian University of Science and Technology in Trondheim in seiner Studie 34 stark übergewichtige Patienten untersucht, die an einem Abnehmprogramm teilnahmen. Die Studienteilnehmer verloren im Verlauf von zwei Jahren im Schnitt elf Kilogramm an Körpergewicht – allerdings mussten sie auch noch nach zwei Jahren mit einem stark erhöhten Hungergefühl klarkommen.


Wenn man übergewichtig ist und dann Gewicht verliert, steigt der Hormonspiegel an.

Catia Martins, Norwegian University of Science and Technology


Die Forscher fanden heraus, dass dies mit dem „Hungerhormon“ Ghrelin zusammenhängt: „Jeder hat dieses Hormon, aber wenn man übergewichtig ist und dann Gewicht verliert, steigt der Hormonspiegel an“, erläutert Catia Martins von der Norwegian University of Science and Technology.

Zudem versuche der Körper nach der erfolgreich absolvierten Diät auf das frühere höhere Gewicht zurückzukommen und die gewohnte Kalorienzahl aufzunehmen – obwohl er für die normalen Körperfunktionen aufgrund des Gewichtverlusts längst weniger Kalorien braucht: „Jemand, der sein ganzes Leben 80 Kilo gewogen hat, kann mehr Kalorien aufnehmen als jemand, der 80 Kilo nach einer Diät wiegt. Der Unterschied liegt bei etwa 400 Kilokalorien – das entspricht einem guten Frühstück oder vier Bananen“, erklärt Martins.


GESUND GENIESSEN

Ein Salat, der Kraft gibt

Nicht nur unter Vegetariern und Veganern ist die Avocado als Superfrucht bekannt

FOTO: JOSEFIN LINDER, JAN-THORBECKE-VERLAG, OSTFILDERN
FOTO: JOSEFIN LINDER, JAN-THORBECKE-VERLAG, OSTFILDERN

Die Avocado ist ganz klar das Gemüse der Zeit. Schließlich kann man mit ihr Zutaten wie Butter und Eier in veganen Rezepten ersetzen. Außerdem stecken in ihr Vitamine, nämlich Vitamin A, D, K und E. Die Fettanteile der Avocado wirken entzündungshemmend. In diesem Salat wird die grüne Superfrucht mit Fenchel kombiniert. Der Geschmack der Knolle erinnert ein wenig an Anis. Egal, ob gekocht oder roh: In Salaten wie diesem schmeckt Fenchel ganz hervorragend. Außerdem liefert er mehr Vitamin C als Orangen: 93 Milligramm pro 100 Gramm, um genau zu sein. Auch Terpene, die den Blutfettspiegel positiv beeinflussen, enthalten die Knollen.

So geht’s

Das Gemüse waschen und eine große Schüssel bereitstellen. Die Spitzen der „Finger“ am Fenchel abschneiden, aber das Grün aufheben, das kann man über den Salat streuen. Den restlichen Fenchel in dünne Scheiben schneiden und in die Salatschüssel geben. Auch die Rettiche in dünne Scheiben schneiden, die Zuckerschoten in zwei bis drei Stücke. Avocados halbieren und das Frucht fleisch würfeln, dann ebenfalls in die Salatschüssel geben. Vorsichtig Olivenöl, Zitronensaft und Salz unterrühren und glatte Petersilie und Rucola untermengen. Zum Schluss ein wenig Zitronenabrieb und frisch gemahlenen Pfeffer darüber geben.

Das wird gebraucht

Für 4 Portionen
2 kleine/1 große Fenchelknolle
1 Bund frische Rettiche
1 Beutel Zuckerschoten
2 reife Avocados
1 TL gutes Olivenöl
1 unbehandelte Zitrone
½ TL Salz
1 große Handvoll glatte Petersilie
1 kleiner Beutel Rucola
grob gemahlener Pfeffer

Das Rezept stammt aus dem Buch „Green Bonanza“ von der norwegischen Food-Autorin Mia Frogner, deren Motto lautet: „Alle grünen Dinge sind gut.“ Es ist erschienen im Jan-Thorbecke-Verlag, hat 200 Seiten und kostet 24 Euro.


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