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Home Sonderthemen Neues aus Gifhorn und Umgebung Gifhorn: Von Mammuts, Handwerkern und Prinzessinnen
00:05 17.06.2020
© Beate Ziehres

Ferien in Gifhorn sind alles andere als langweilig. Selbst wenn das Wetter einmal nicht mitspielt, bieten die Stadt und das Umland viele Möglichkeiten. Wie wäre es beispielsweise mit einem Museumsbesuch? Auch wer das weltbekannte Highlight – das Internationale Mühlenmuseum – schon in- und auswendig kennt, kann in Gifhorn noch Neues entdecken.

Keramik Fliesen

Das Historische Museum Schloss Gifhorn ist solch ein Ort für regnerische Tage. Vom Gewölbekeller – einem Teil der Kasematten – bis zum Dachboden des Schlosses reicht die Dauerausstellung. Zeitlich umfasst die Sammlung alle Epochen zwischen Altsteinzeit und 19. Jahrhundert. Der älteste Fund aus der Region um Gifhorn ist ein 50.000 Jahre alter Faustkeil. Im Schlossmuseum ist eine Replik des steinzeitlichen Werkzeugs zu sehen. Die Kinderlieblinge in der archäologischen Abteilung dürften jedoch die Mammutknochen aus dem Allertal und ein Einbaum aus der Eisenzeit sein.

Natürlich beleuchtet die Ausstellung im Schloss auch das Leben der Schlossbewohner und die Geschichte

des Schlosses. Herzog Franz von Braunschweig-Lüneburg regierte von hier aus zehn Jahre lang das Herzogtum Gifhorn. In dieser Zeit heiratete Franz auch seine Dauerverlobte, Prinzessin Klara von Sachsen-Lauenburg.

Weitere Themen sind die Entwicklung Gifhorns im Mittealter und in der frühen Neuzeit sowie das Leben, Wohnen und Arbeiten in der Stadt. Die Gifhorner Glashütte und ihre Produkte zeigen anschaulich, wie sich das ganze Dasein der Bürger mit dem Beginn der Industrialisierung veränderte.

Die naturkundlichen Sammlungen im Dachgeschoss geben einen Überblick über die Tierwelt, die sich in der vielfältigen Landschaft rund um die Kreisstadt angesiedelt hat. Außerdem lernen die Besucher hier das Leben und die Arbeit der Menschen im Moor kennen.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 14 bis 17 Uhr; Samstage, Sonn- und Feiertage, 11 bis 17 Uhr


© Beate Ziehres
© Beate Ziehres

Burg Brome wurde von Heinrich dem Löwen als Wasserburg gegründet. Das heutige Gebäude stammt allerdings aus der Zeit der Renaissance. Aus dem 16. Jahrhundert ist eine burgeigene Brauerei erhalten, die im Eingangsbereich des Museums zu sehen ist.

Die Dauerausstellung widmet sich dem Thema „Altes Handwerk neu erleben“. Ein abwechslungsreicher Rundgang führt durch vollständig eingerichtete Werkstätten, die aussehen, als seien Meister und Gesellen kurz in die Pause gegangen. Es gibt kaum Vitrinen im Museum Burg Brome, dafür vieles zum Anfassen und zum Ausprobieren.

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag, 14 bis 17 Uhr; Sonn- und Feiertage, 11 bis 17 Uhr

Notfunkdienst Gifthorn e.V.

Das Schulmuseum ist in einem restaurierten Fachwerk-Bauernhaus aus dem späten 17. Jahrhundert untergebracht und dokumentiert die Entwicklung des ländlichen Schulwesens seit der Reformation. Im mehr als 100 Jahre alten Klassenzimmer werden heute noch Kurrentschrift und Disziplin gelehrt. (bea)

Öffnungszeiten: Freitag und Samstag, 12 bis 16 Uhr, Sonn- und Feiertage, 11 bis 17 Uhr

Achtung!

Alle Öffnungszeiten können sich kurzfristig ändern. Die Website https://www.museen-gifhorn.de informiert aktuell und erklärt die Corona-Schutzmaßnahmen.

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