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Home Sonderthemen Neues aus Wolfsburg und Umgebung Grüne Damen im Klinikum Wolfsburg
12:54 11.06.2019
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Die Grünen Damen und Herren im Klinikum Wolfsburg belegen in diesem Jahr den 1. Platz bei „Gemeinsam helfen“. Die ehrenamtlichen Helfer im Klinikum wollen das Preisgeld für die Anschaffung von grünen Poloshirts verwenden. „Wir möchten so unsere Dienstkleidung aufwerten und freuen uns sehr über jede Art von Unterstützung“, hatte Monika Howe von den Grünen Damen im Vorfeld erklärt.  

Die Grünen Damen sind im nächsten Jahr bereits seit 40 Jahren im Klinikum Wolfsburg aktiv, „und das sehr gern“, wie Gabi Scholz von den Grünen Damen betont. „Unser ehrenamtlicher Einsatz besteht darin, die stationären Patienten während ihres Aufenthalts zu unterstützen. Wir gehen auf Wunsch mit ihnen spazieren, unterhalten uns mit ihnen, hören vielleicht einfach nur zu, schreiben manchmal ein paar Briefe, spenden Trost und spielen Gesellschaftsspiele mit ihnen“, berichtet Gabi Scholz von den Grünen Damen und mittlerweile auch Herren. An jedem Vormittag sind die Ehrenamtlichen von 8 bis 12 Uhr für die Patienten im Einsatz.  

Die Hauptaufgabe besteht darin, kleine Besorgungen zu erledigen. Häufig benötigen die Patienten Telefon- oder Fernsehkarten. Indem die Grünen Damen und Herren diese Aufgaben übernehmen, entlasten sie auch das Pflegepersonal. „In der heutigen Zeit sind die Aufgaben des Krankenhauspersonals sehr vielfältig geworden, deshalb nehmen die Mitarbeiter unsere Unterstützung gerne an“, so Gabi Scholz. Die Grünen Damen sind in dieser Situation bereit, alles Machbare zu tun.

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Gabi Scholz sagt weiter: „Wir freuen uns an jedem Einsatztag, wenn wir den Patienten etwas Trost spenden, sie ablenken und ihnen Zuversicht für die Zukunft geben konnten.“ Mit dem Erreichen des 80. Lebensjahres gehen die Grünen Damen und Herren in den Ruhestand – meist mit einem traurigen Gefühl, wie Gabi Scholz berichtet.

„Wir hoffen, dass wir unser Ehrenamt noch lange ausüben können“, sagt sie. Denn die Patienten sind dankbar für den Besuch und die Hilfe der Grünen Damen. „Auch für uns ist das Gefühl, etwas für andere Menschen getan zu haben, ein ganz wichtiges und befriedigendes.“
  Gabi Scholz sagt weiter: „Wir freuen uns an jedem Einsatztag, wenn wir den Patienten etwas Trost spenden, sie ablenken und ihnen Zuversicht für die Zukunft geben konnten.“ Mit dem Erreichen des 80. Lebensjahres gehen die Grünen Damen und Herren in den Ruhestand – meist mit einem traurigen Gefühl, wie Gabi Scholz berichtet.

„Wir hoffen, dass wir unser Ehrenamt noch lange ausüben können“, sagt sie. Denn die Patienten sind dankbar für den Besuch und die Hilfe der Grünen Damen. „Auch für uns ist das Gefühl, etwas für andere Menschen getan zu haben, ein ganz wichtiges und befriedigendes.“  


Palliativnetz Gemeinde Lehre

Den 2. Platz belegt das Palliativnetz Gemeinde Lehre e. V.. Mit dem Preisgeld möchte der Verein ehrenamtliche Helferinnen und Helfer ausbilden, die sich um unheilbar Kranke kümmern. Sie stehen beispielsweise als verständnisvolle Gesprächspartner zur Verfügung oder kochen auch einfach einmal das Lieblingsgericht des Sterbenden. Das Angebot des Vereins versteht sich als Ergänzung zu den professionellen Hilfen, die unheilbar Kranke erfahren. In diesem Jahr wurde erstmals auch die Ausbildung einer hauptamtlichen Pflegekraft durch den Verein finanziert.

Seit seiner Gründung im Jahr 2017 fördert der Verein Palliativnetz Gemeinde Lehre e. V. die Pflege von sterbenden Menschen in der Gemeinde. Dem Netzwerk gehören Ärzte, Pflegedienste, Pflegeheime, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer und die Gemeindeverwaltung Lehre an.

Für unheilbar Kranke, die nicht in den eigenen vier Wänden sterben können, stehen dem Verein vier Palliativbetten zur Verfügung. Diese Betten befinden sich im Alten- und Pflegeheim Wartburg in Lehre. So können die Wege von Angehörigen und vertrauten Personen ans Sterbebett kurz gehalten werden. Die Ehrenamtlichen wollen eine Versorgungslücke schließen, unter der unheilbar Kranke am Ende ihres Lebens häufig leiden müssen. „Auch in unserer wohlhabenden Region gibt es zunehmend Menschen, die sich bestimmte Hilfe in ihrem letzten Lebens abschnitt schlicht nicht leisten können oder die keine Familienbindungen mehr haben. Und keine Krankenkasse will oder kann für diese Hilfe aufkommen“, sagte Michael Pohling, Hausarzt und Palliativmediziner aus Flechtorf.


Das Projekt Lesenetzwerk der Bürgerstiftung Wolfsburg belegt den 3. Platz. Ziel des Lesenetzwerks ist es, Kindern das Medium Buch näher zu bringen. Alle Aktionen und Angebote rund um das Thema Bilderbuch und Vorlesen sind kostenlos für die Nutzer. Die Bürgerstiftung Wolfsburg kommt für alle entstehenden Kosten auf und wird das Preisgeld für die unterschiedlichen Aktionen einsetzen.

So lesen etwa Vorlesepaten und -patinnen ein- bis zweimal pro Woche für etwa eine halbe Stunde in einer Kindertagesstätte oder einer Kindergartengruppe vor. Durch das Engagement der Vorlesepaten entwickeln Kinder schon im Kindergartenalter Freude an Büchern. Derzeit unterstützen 62 Ehrenamtliche die Mitarbeiter in 45 Wolfsburger Kindergärten und Kitas.

Leselernhelfer und -helferinnen üben in Grundschulen mit Kindern, die Schwierigkeiten mit dem Lesen haben. Einmal wöchentlich treffen sie sich mit einzelnen Schulkindern, um beispielsweise die korrekte Betonung zu üben oder schwierige Worte zu erklären. Insgesamt werden derzeit rund 250 Kinder durch 79 Ehren amtliche gefördert.

Alle Helfer und Helferinnen, die im Lesenetzwerk aktiv sind, durchlaufen vor ihrem Einsatz eine intensive Schulung. Zudem wird großer Wert darauf gelegt, dass alle Ehrenamtlichen im Besitz eines polizeilichen Führungszeugnisses sind.

Auch das Projekt „Wolle liest“, das Kitas die Ausleihe mehrsprachiger Kinderbücher ermöglicht, ist seit der Gründung des Lesenetzwerks fester Bestandteil der Sprachbildungslandschaft in Wolfsburg geworden. 21 Kitas beteiligen sich bislang an dem Projekt. Als feste Veranstaltung des Lesenetzwerkes gilt zudem der Bilderbuchsonntag, der in diesem Jahr zum siebten Mal stattgefunden hat.

Das Lesenetzwerk ist eine gemeinsame Initiative von Stadtbibliothek, Volkshoch schule, der städtischen Kontaktstelle für Bürgerengagement und der Bürgerstiftung Wolfsburg.
  

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