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Home Sonderthemen Aus der Geschäftswelt Handwerkerkosten
09:54 26.06.2018
QUELLE: KREISHANDWERKERSCHAFT REGION BRAUNSCHWEIG-GIFHORN

So zufrieden man auch über viele Jahre in den eigenen vier Wänden sein mag, irgendwann muss mal renoviert werden oder bauliche Maßnahmen und Investitionen zum Beispiel zur Steigerung der Energieeffizienz stehen an. Bei vielen Veränderungen ist man gut beraten, die Arbeiten von Profis ausführen zu lassen. Doch was für Kosten kommen da auf einen zu? Verlangen die Handwerker womöglich willkürlich taxierte Mondpreise? Gibt es da noch Verhandlungsspielraum?

Eines ist schon mal sicher: Wer einen Fachbetrieb beauftragt, kann sich darauf verlassen, dass dessen Preise kein Buch mit sieben Siegeln sind. Und auch wenn die vermeintlich hohe Rechnung häufig im Brennpunkt der Kritik steht, darf nicht vergessen werden, dass der Stundenverrechnungssatz nicht mit dem tatsächlichen Stundenverdienst des Handwerkers gleichgesetzt werden darf.

Die Komponenten der Handwerkerstunde


Denn einen großen Bestandteil der Handwerkerpreise macht natürlich schon mal der Bruttolohn des Handwerkers pro Stunde. Der setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen, die von Branche zu Branche unterschiedlich sein können, beträgt aber rund 27 bis 35 Prozent des Stundenlohns. Hinzu kommen die tariflichen Sozialaufwendungen mit 10 bis 13 Prozent und die Sozialversicherung des Handwerkers mit 7 bis 11 Prozent. Die Betriebskosten, also Gehälter, Werkzeug, Miete, Kfz und vieles mehr, schlagen mit 27 bis 35 Prozent zu Buche und nicht zuletzt die gesetzliche Mehrwertsteuer mit 19 Prozent, die der Unternehmer an das Finanzamt abführen muss. Vom vermeintlich hohen Stundenlohn des Handwerkers bleiben für den Betrieb maximal 4 bis 6 Prozent als Gewinnanteil übrig. Bei einem Stundenlohn von 60 Euro netto sind das zwischen 2 und 3 Euro.

Was die Kunden für ihr Geld erhalten


Der Verhandlungsspielraum für die Handwerker ist also minimal, denn Kostenfaktoren wie Tarife, Sozialabgaben, Material und Steuern sind für die meisten Betriebe ein Fixum. Und was dabei oft vergessen wird: Die hoch qualifizierten Fachkräfte im deutschen Handwerk sind schließlich jeden Cent wert, den sie kosten. „Bei den Fachbetrieben unserer Innungen stimmen Preis, Leistung und Qualität. Außerdem verfügen die Innungsbetriebe ständig über aktuelle und hochwertigste Materialien und Verfahrenstechniken ihrer Branche und bieten Service und Kundendienstbetrieb vor Ort mit individueller Betreuung. Und nicht zuletzt: Die große Erfahrung der Mitarbeiter stellt eine optimale Realisierung der Kundenwünsche sicher. All dieses Potenzial sollte immer mitbedacht werden, wenn einer unserer Innungsbetriebe einen Kostenvoranschlag oder eine Rechnung vorlegt“, gibt Dr. Andreas Bierich, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Region Braunschweig-Gifhorn, zu bedenken.

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