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Home Sonderthemen Feste/Veranstaltungen Heimatverein Vorsfelde: Westen für die Blumenkommission
19:52 10.07.2018

„Die Blumenkommission soll einheitliche Kleidung bekommen, damit sie auch als ein Team wahrnehmbar ist“, sagt Roland Polze, erster Vorsitzender des Heimatvereins Vorsfelde und gleichzeitig Vorsitzender der Blumenkommission. Das Preisgeld wird für die Anschaffung von Westen für das derzeit 19-köpfige Team genutzt. Roland Polze denkt an einen Schriftzug auf dem Rücken, der „Blumenkommission Vorsfelde“ lauten soll. Links auf Brusthöhe stellt er sich das Vereinswappen mit einem kleinen Schriftzug „Heimatverein Vorsfelde“ vor.

Die Kommission beurteilt in Vorsfelde alle Vorgärten dreimal im Jahr und die balkone zweimal. Der erste Platz wird mit einem Wanderpokal ausgezeichnet und die Plätze eins bis drei werden mit einem Einkaufsgutschein vom Verkehrsverein Vorsfelde belohnt. Im Rahmen eines Festaktes wird den Besitzern der schönsten Vorgärten und Balkone außerdem eine Urkunde überreicht.

Die Blumenkommission ist eine Gemeinschaftseinrichtung des Verkehrsvereins Vorsfelde und des Heimatvereins Vorsfelde. Sie wurde 1974 in enger Zusammenarbeit zwischen den beiden Vereinen ins Leben gerufen. Erster Vorsitzender war Otto Obst. Die Blumenkommission sollte als Fortsetzung des Vorgartenwettbewerbs des Verkehrsvereins dienen.

Von 1978 bis 1984 leitete Hans Dibbern die Kommission. Bei einer gleichbleibenden Größe von 20 mitgliedern steigerte sich die Zahl der besichtigten Vorgärten und Grünanlagen in diesen Jahren von 1200 auf 1400. Im Jahr 1985 übernahm Hans Titze die Leitung der Blumenkommission. Seit 2007 ist Roland Polze Vorsitzender der Blumenkommission.



„Ich freue mich sehr, dass wir gewonnen haben. Das Preisgeld geht sofort an die Flüchtlingshilfe. Gemeinsam werden wir entscheiden, wo es am Nötigsten gebraucht wird“, sagt Mechthild Hartung. Die Flüchtlingshilfe bietet regelmäßig seit dem Jahr 1992 Sprachunterricht an. Mechthild Hartung und Peter Dähnhard bereiten in der Flüchtlingsunterkunft Suhlerstraße 3 Neuankömmlinge auf den kostenpflichtigen Sprachkurs a1 vor.

Dreimal wöchentlich sind die beiden Mitglieder der Flüchtlingshilfe Wolfsburg jeweils für zwei Stunden in der Flüchtlingsunterkunft anzutreffen.

Hartung weiter: „Mich motiviert die Gewissheit, dass die Sprache die Eintrittskarte in die Gesellschaft ist. Ich weiß, dass die VHS-Kurse ohne jegliche Vorbereitung viel zu schwer für die meisten Geflüchteten sind. Das entmutigt sie und wirkt sich langfristig katastrophal aus. Der ständige Kontakt mit geflüchteten bereichert mich vielfach – wir haben immer viel Spaß miteinander! Und manche Freundschaft hält jahrelang.“

Die Heterogenität der Lerngruppen ist eine der Herausforderungen für die ehrenamtlichen Helfer: Männer, Frauen und Jugendliche aus verschiedenen Kontinenten und Ländern mit unterschiedlicher Religionszugehörigkeit und weit auseinander liegender Vorbildung werden gemeinsam unterrichtet. So lernen Menschen, die noch nie eine Schule besucht haben, beispielsweise gemeinsam mit ehemaligen Lehrern eine neue Sprache.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Lerngruppen immer nur über einen kurzen Zeitraum stabil bleiben.


„Ein ganz großes Dankeschön“ übermittelt Jens-Uwe Kirsch, Vorstandsmitglied des Heidi Fördervereins für krebskranke Kinder e. V.: „Das Geld soll unkompliziert und für schnelle Hilfe für kranke Kinder und ihre Familien eingesetzt werden. Für uns ist jeder Cent wichtig, um den krebskranken Kindern in Wolfsburg zu helfen.“

Wenn bei einem Kind Krebs diagnostiziert wird, ändert sich nicht nur das Leben des Kindes selbst. Auf die ganze Familie kommen große Herausforderungen zu. In solchen Fällen kann der Heidi Förderverein schnell und unbürokratisch helfen.

Jens-Uwe Kirsch sagt: „Den Krebs zu besiegen wird derzeit nicht gelingen, aber den schmerz zu lindern, das gelingt!“ Der Verein kann beispielsweise bei bürokratischen Problemen helfen oder wenn gesunde Geschwister durch die familiären sorgen in der Schule Schwierigkeiten bekommen. Auch psychologische Betreuung ist möglich. Nach dem ausfüllen eines Unterstützungsantrags wird der Heidi Förderverein aktiv.

Der Verein arbeitet eng mit der Kinderklinik im Wolfsburger Klinikum zusammen und mit den Professoren und Ärzten der Onkologie. Jens Kirsch beklagt, dass die Krankenkassen manchmal monatelang bräuchten, um eine Behandlung zu genehmigen. Eine schwierige Situation in Anbetracht der Tatsache, dass sich Krebs sehr schnell weiterentwickeln kann.

Vor einem Jahr konnte ein großes Projekt gestemmt werden: die Anschaffung eines ultra Schallgeräts zur Früherkennung von Krebs speziell für die Onkologie der Kinderklinik. „Wir können aber nur helfen, wenn uns jemand hilft!“, sagt Kirsch.

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