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Home Sonderthemen Rund ums Auto Hoher Zuschuss und steuerfrei unterwegs
01:05 14.11.2020
© PIXABAY

E-Auto fahren und dabei auch noch sparen? Die Bundesregierung ist gleich mit einer Fülle an unterschiedlichen Maßnahmen bei der Sache, um den Umstieg aufs reine Elektroauto sowie Plug-in-Hybride mit weniger als 50 Gramm CO₂-Ausstoß pro Kilometer zu unterstützen. Schließlich sollen Klimaziele erfüllt, die Umwelt geschützt und neue Fahrzeugtechniken durchgesetzt werden.

An erster Stelle dabei steht daher eine Kaufprämie, die Verbrauchern die Anschaffung eines Elektroautos erleichtern soll. Denn grundsätzlich sind sie derzeit noch teurer als vergleichbare Benziner – unter anderem wegen der hohen Batteriekosten. So ist ein solider Mittelklassewagen aktuell zwischen 30 000 und 40 000 Euro zu haben. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert den Kauf eines E-Neuwagens aber durch den sogenannten Umweltbonus. Das heißt: Noch bis Ende 2021 gibt es aufgrund der Corona-Krise bis zu 9 000 Euro Zuschuss. Danach erhalten Käufer von E-Autos bis Ende 2025 bis zu 6 000 Euro Elektroauto-Förderung – vorausgesetzt, der Fahrzeug- Listenpreis übersteigt den Wert von 65 000 Euro netto nicht.

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Teuer in der Anschaffung

Nicht zu vergessen ist beim Kauf eines Elektroautos aber, dass die Fahrzeuge zunächst zwar teurer sind in der Anschaffung, dann aber kostengünstiger über den Asphalt rollen. Denn der für die Ladung erforderliche Strom ist günstiger als herkömmlicher Kraftstoff. Auch die Wartungs- und Servicegebühren fallen bei den „Stromern“ geringer aus, da zum Beispiel Ölwechsel oder auch Reparaturen an Auspuffanlage oder Kupplung entfallen.

Auf den Cent genau lassen sich die Ladekosten allerdings nicht beziffern, da sie davon abhängig sind, wo und wie der Fahrzeugbesitzer seinen Wagen „tankt“. Schließlich gibt es neben der normalen Steckdose praktische Wallboxen für zu Hause und auch die öffentlichen Ladestationen in der Stadt und in den Gemeinden sowie an Autobahnraststätten werden immer mehr.

Steuerfrei unterwegs

Erhebliche Einsparungen erwarten E-Auto-Besitzer aber in jedem Fall rund um die Kfz-Steuer, denn: Wer sich bis zum 31. Dezember 2020 ein Elektroauto anschafft, zahlt zehn Jahre keine Elektroauto-Steuer. Nach Ablauf der staatlichen Steuerbefreiung sind für E-Autos bis zu 3,5 Tonnen nur 50 Prozent der regulären Kraftfahrzeugsteuer fällig. Entscheidend für die Berechnung ist das Gewicht des Fahrzeugs.

In Sachen Kfz-Versicherung gilt, dass es grundsätzlich unerheblich ist, ob ein herkömmlicher Verbrenner oder ein E-Auto auf der Police eingetragen wird. Entscheidend ist in jedem Fall das Risiko, für das das jeweilige Fahrzeugmodell steht. Trotzdem nutzen einige Versicherer die Gelegenheit und versuchen, über besondere Rabatte Neukunden aus dem Elektrosegment zu generieren.

Zubehör versichern

Außerdem bieten viele Versicherer spezielle Zusatzbausteine an. Schließlich müssen mit der neuen Fahrzeugart auch Zubehörteile wie beispielsweise Ladekabel und private Ladestationen in der heimischen Garage versichert werden. Denn hier kann es unter anderem durch Blitzschlag zu teuren Überspannungsschäden kommen. Auch Kurzschluss oder Brand können zu Schäden führen, die kein selbstverständlicher Bestandteil der Kfz-Versicherung sind.

Achten sollten Verbraucher auch in jedem Fall darauf, dass Schäden am Akku des Fahrzeugs mitversichert sind. Denn die große Batterie ist nun einmal das Herzstück des Antriebs und Beschädigungen daran sind in der Regel mit hohen Kosten verbunden. „Daher lohnt es sich beim Umstieg auf das E-Auto und entsprechende Versicherung, ganz genau hinzusehen und die Policen der unterschiedlichen Anbieter genau unter die Lupe zu nehmen“, wie Experten zu bedenken geben. STA

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