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Home Sonderthemen Feste/Veranstaltungen Kinder- und Jugendhospizarbeit: Auf geht's in die Pferdewerkstatt
19:50 10.07.2018

„Wir möchten Kindern, Jugendlichen und ihren Familien die Teilnahme an der Pferdewerkstatt ermöglichen“, sagt Gisela Appel vom Verein Hospizarbeit Region Wolfsburg e. V. „Nun freuen wir uns sehr, dass wir das Preisgeld für diesen Zweck einsetzen können. Denn die Pferdewerkstatt kostet Geld.“

Die Ambulante Kinder- und Jugendhospizarbeit unterstützt Familien mit einem lebenslimitierend erkrankten Kind zu Hause. Dies geschieht, indem qualifizierte ehrenamtliche Familienbegleiter den betroffenen Familien Zeit schenken. Die Ehrenamtlichen beschäftigen sich je nach Bedarf mit dem erkrankten Kind oder auch mit den gesunden Geschwistern. Daneben sind sie natürlich auch für Gespräche mit den Angehörigen da.

Bei „pferdegestützten“ Angeboten erhalten sowohl die kranken als auch die gesunden Kinder der betreuten Familien die Möglichkeit zum Umgang mit Therapiepferden. Dazu gehört, die Nähe des Tiers zu spüren und sich vielleicht auch tragen zu lassen. Für alle Familienmitglieder gilt dies als außergewöhnliche Möglichkeit, durch das medium Pferd auf besondere Weise miteinander in Kontakt zu kommen und die Befindlichkeiten und stärken des Einzelnen neu zu spüren. Der Besuch in der Pferdewerkstatt ist ein schöner Anlass für gemeinsame Unternehmungen mit der Familie.

Die Hilfe des Vereins beziehungsweise seiner ehrenamtlichen Begleiter kann bereits ab dem Moment einsetzen, in dem eine Lebensverkürzende Diagnose gestellt wird. Und sie kann über einen langen Zeitraum genutzt werden. Jeweils zwei ehrenamtliche Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter begleiten die Familie des schwerkranken Kindes oder Jugendlichen.

Wir werden das Geld für die Gründung einer Sozialgenossenschaft „Wolfsburger Alltagsbegleitung“ einsetzen“, sagt Initiator Hans- Jürgen Claassen. Der Wolfsburger Verein Miteinanderfüreinanderdasein e. V. plant die Alltagsbegleitung für ältere menschen. In Verbindung mit Kooperationspartnern werden die Teilnehmer menschen besuchen, beraten und betreuen. Im Herbst dieses Jahres soll die Wolfsburger Alltagsbegleitung als soziale Genossenschaft gegründet werden. Der Verein möchte sich auf diese Weise mit anderen sozialen Vereinen, Kirchen, ambulanten Pflegediensten und dem Senioren- und Pflegestützpunkt verbinden. Zum Wohl von Senioren, die auf fremde Hilfe angewiesen sind, sollen die beteiligten Beratung, Pflege und soziale Betreuung gemeinsam abdecken.

Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz, bedingt durch körperliche, seelische oder geistige Einschränkung, sollen die Unterstützung bekommen, die sie brauchen. „Wir machen für sie oder gemeinsam mit ihnen beispielsweise den Einkauf, leisten ihnen Gesellschaft und bieten hauswirtschaftliche Dienste an. Wir sind für die Betreuten da, wenn sie uns brauchen“, verspricht Claassen.

Die Idee hinter der Alltagsbegleitung fasst Hans-Jürgen Claassen folgendermaßen zusammen: „Wir wollen gemeinsam für ältere Menschen da sein, damit der Alltag wieder Freude macht.“ Erklärtes Ziel die Initiative ist es, den Leuten zu ermöglichen, zu Hause alt zu werden. Vereinsvorstand Claassen: „Wir alle werden älter und wünschen uns, möglichst lange selbstbestimmt zu Hause den Alltag zu bewältigen. Dieses und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben wird nicht immer ohne Hilfe möglich sein.“

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