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Home Sonderthemen Neues aus Gifhorn und Umgebung Märchenhaftes Wintervergnügen in der City
06:00 22.11.2018
©Anja Selzer-Gassmann

Es war einmal ein prächtiges Schloss, in dem Herzöge lebten, liebten und regierten. In den ausgedehnten Wäldern rund um die prunkvolle Residenz gingen fürstliche Jagdgesellschaften ihrem Vergnügen nach. Ein Bach schlängelte sich durch die mystische Heidelandschaft und das Wasser eines kleinen Flusses sprang munter über die Steine. Der Name dieses märchenhaften Ortes? Gifhorn natürlich!

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In diesem verzaubert anmutenden Rahmen ist es kein Wunder, dass der diesjährige Weihnachtsmarkt unter dem Motto „Märchen“ steht. Denn das Schloss, die Ise und die Aller sowie die Wälder und die Heidelandschaft sind in Gifhorn zwar auch Kulisse, aber nicht ausschließlich. Die Umgebung inspiriert die Menschen in Gifhorn in ihrem Alltag, das Märchen ist gewissermaßen Realität. Mit dem Weihnachtsmarkt verzaubert ab Mittwoch, 28. November, märchenhaftes Flair das Herz der Mühlenstadt an Aller und Ise.

Impressionen vom Weihnachtsmarkt. ©Anja Selzer-Gassmann
Impressionen vom Weihnachtsmarkt. ©Anja Selzer-Gassmann

Gifhorns erste eigene Märchensammlung war Ideengeber für den Märchen-Weihnachtsmarkt, bestätigt WiSta-Geschäftsführer Martin Ohlendorf. Zum zweiten Mal zeichnet in diesem Jahr die Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing GmbH (WiSta) für die Organisation des vorweihnachtlichen Spektakels verantwortlich. Und so herrscht schon Wochen vor dem großen Tag – der Eröffnung des Weihnachtsmarktes – hektische Betriebsamkeit im Büro der WiSta.

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Kurzfristige Standbuchungen gehen ein, der eine oder andere will unbedingt noch dabei sein. Bei den zahlreichen Akteuren stellt sich in diesen letzten Tagen im November langsam Lampenfieber ein. Denn ein Erlebnis wird in diesem Jahr das nächste jagen. Bewährte Highlights werden ergänzt durch Neuerungen, die es in sich haben.

Der Kasperle ist da.
Der Kasperle ist da.

Gifhorner Märchentage 2018 werden wahr

Eine alte Tradition beleben die Organisatoren mit den Lesungen aus dem Gifhorner Märchenband wieder. „Schon früher wurde aus dem Schütte-Turmfenster vorgelesen. Das ist einfach schön“, schwärmt Martin Ohlendorf. Er betont: „Die Lesungen aus dem Märchenbuch sind ein bedeutsamer Ausdruck für unser Anliegen, den Weihnachtsmarkt als regionales Ereignis zu bewahren. Der Weihnachtsmarkt wird von Gifhornern für Gifhorner gestaltet.“

Gastspiel des Zirkus Dobbelino.
Gastspiel des Zirkus Dobbelino.
Lichtkunst auf dem Marktplatz. ©Stefan Knaak Photography
Lichtkunst auf dem Marktplatz. ©Stefan Knaak Photography

Schon im Frühjahr und Sommer waren 56 Kreative aus der Stadt, dem Umland und sogar von jenseits der Grenzen Deutschlands angetreten, um den Gebrüdern Grimm Konkurrenz zu machen. Sie haben sich an einem Mal- und Schreibwettbewerb beteiligt, der in einem Buch mündete – Gifhorns erster Märchensammlung. Der Gifhorner Verleger Christoph Peter Ehrlich hatte die erste Idee für das Projekt, das ungeahnte Ausmaße annahm.

Ehrlich liebt Märchen, obwohl er den Kinderschuhen längst entwachsen ist. Doch er scheint nicht allein zu sein mit diesem Faible. Kaum hatte er den Gedanken geäußert, nahm die Geschichte Fahrt auf. Martin Ohlendorf von der WiSta war nicht nur Mitinitiator des Gemeinschaftsprojekts, sondern begleitete den Verleger auch auf dem Weg zur Realisierung der Idee. Schnell saß ein ganzes Team zusammen, zu dem Vertreter der Stadt, des Gifhorner Einzelhandels, der Allerzeitung und zwei Autoren zählten.

„Gemeinsam wollten wir Gifhorn märchenhaft werden lassen“, erinnert sich Christoph Peter Ehrlich. Am Ende sieht der Verleger das Team eher als zündenden Funken für ein ganzes Feuerwerk von Ideen – abgebrannt von den Autoren und Künstlern, die sich beteiligten.

Da geht es um einen Schäfer und seinen klugen, sprechenden Hund, um einen armen Mann mit einem großen Herzen für Kinder und um einen Müller, der mit seinen Kühen nach Afrika reist. „In vielen Geschichten sind kleine Details versteckt, die mancher Gifhorner noch gar nicht kannte“, schmunzelt Verleger Ehrlich.

Kunsthandwerker kommen nach Gifhorn

Eines der Highlights im Programm des Weihnachtsmarkts: Ähnlich einem märchenhaften, lebendigen Adventskalender wird in den Tagen bis Weihnachten täglich eine Geschichte vorgelesen, und zwar meist von den Autoren persönlich. Märchenfans sollten sich die Zeit ab 17 Uhr freihalten. Ein detaillierter Plan und weitere Informationen zu Gifhorns erster Märchensammlung finden sich ab Seite 14.

Kunsthandwerker geben sich am Sonntag, 9. Dezember, zwischen 12 und 19 Uhr in Gifhorn ein Stelldichein. Zwischen Marktplatz und Café Magie bieten sie im Rahmen eines Kunsthandwerkermarktes ihre Waren an.

Die Sonntage auf dem Weihnachtsmarkt sind generell gefüllt mit kulturellen Ereignissen unterschiedlichster Art. Gifhornern wohlbekannt sind die Bands, die die Gäste rund um „Helgas Glühweinhütte“mit Party- und Coverrock unterhalten: Freight Train Hobos, Frusaboys und Creeper2 spielen live vor der Hempel-Galerie. Mehr dazu ab Seite 22. Hinzu kommen klassische Konzerte an unterschiedlichen Orten.

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Kinderwunderland Weihnachtsmarkt

Die jüngsten Besucher dürfen sich wieder auf den bewährten Kinderweihnachtsmarkt freuen. Er findet am Freitag, 30. November, statt und wird vom Gifhorner Bündnis für Familien gemeinsam mit der WiSta gestaltet. „Alles in Mini – alles in Klein“ lautet das Motto des beliebten Familienereignisses auf dem Marktplatz.Neu in diesem Jahr: Erstmals wird ein Krippenspiel mit lebenden Tieren aufgeführt! Weitere Höhepunkte für die Kinder dürften die Gastspiele des Zirkus Dobbelino auf dem Gifhorner Weihnachtsmarkt darstellen. Die Spaßmacher und Artisten sorgen an drei Freitagen für lachende und staunende Zuschauer und sicherlich auch für etwas Nervenkitzel.

Ebenfalls in diesem Jahr wieder dabei: Puppenspieler Hasso Maatz. Mittwochs und sonntags öffnet sich um 15.30 Uhr auf der Bühne am Brunnen der Vorhang seines Kasperletheaters. In diesem Jahr erzählt er dem jungen Publikum Geschichten aus dem Dschungelbuch. Am selben Ort, aber immer samstags, verzaubert Luftballonkünstler Nico die Kinder mit seinen Kreationen und Ideen.

Übrigens: An jedem Mittwoch ist Familientag auf dem Märchen-Weihnachtsmarkt. Auf die Kleinen warten dann viele Vergünstigungen. Dass auch Bürgermeister Matthias Nerlich ein Herz für die jungen Gifhorner hat, zeigt sich zur Eröffnung am 28. November und am Nikolaustag. An diesen Tagen verteilt der Stadtvater – jeweils in Begleitung eines rauschbärtigen Mannes – Süßigkeiten.

©Stefan Knaak Photography
©Stefan Knaak Photography
Nervenkitzel mit dem Zirkus Dobbelino. ©Stefan Knaak Photography
Nervenkitzel mit dem Zirkus Dobbelino. ©Stefan Knaak Photography

Schlittschuhlaufen vor dem Rathaus

Das Wintermärchen in der Gifhorner Innenstadt wird komplettiert durch eine Eisbahn. Hier dürfen Jung und Alt in bewährter Weise auf Schlittschuhen ihre Runden drehen, ein paar Pirouetten üben oder an der Hand der Eltern die ersten Schritte auf dem Eis wagen. Wie gut die Bewegung an der frischen Luft tut und welch eine Wohltat es ist, die kalte, klare Winterluft in die Lungen strömen zu lassen!

Apropos klare Luft: Auch den Umweltaspekt haben die Verantwortlichen bei der Buchung der Eisbahn nicht außer Acht gelassen: „Hier kommt modernste, CO2-neutrale Technik zum Einsatz“, erklärt WiSta-Chef Martin Ohlendorf.

Erster Gifhorner Eisstockschieß-Cup wird ausgetragen

Die neuen Sterne.
Die neuen Sterne.

Wer keine Schlittschuhe besitzt und sich trotzdem auf die zehn mal 20 Meter große Eisfläche wagen möchte, findet sicherlich ein passendes Exemplar am Schlittschuhverleih. 150 Paare warten hier auf mutige Läufer.

Auch in diesem Jahr besteht das Angebot, abends die Eisbahn zum Eisstockschießen zu mieten. „Für Betriebsfeiern ist Eisstockschießen beispielsweise eine schöne Aktivität“, schlägt Martin Ohlendorf vor. Und eine Möglichkeit, schon einmal für den ersten Gifhorner Eisstockschieß-Cup zu üben! In diesem Wettkampf messen sich die Mannschaften von Unternehmen und Vereinen an zwei Tagen: am 5. und am 8. Dezember, jeweils zwischen 11 und 21 Uhr. Die Sieger gehen mit Eintrittskarten für regionale Veranstaltungen nach Hause.

Für Weihnachtsstimmung in der Fußgängerzone sorgen in diesem Jahr Holzsterne in Rot, Silber und Gold. Mitarbeiter des Gifhorner Arbeitszentrums der Lebenshilfe GAZ haben insgesamt 650 dieser Sterne gefertigt. Auf den Laubbäumen der Innenstadt sorgen sie für authentisches, festliches Flair.

Wer Weihnachtsdekoration mit nach Hause nehmen möchte, sollte das Adventskranzbinden mit den Landfrauen am 29. November nicht versäumen. Nicht nur, dass die Landfrauen von 16 bis 18 Uhr am Ceka-Brunnen selbst gebastelten Adventsschmuck verkaufen. Unter Anleitung der erfahrenen Damen kann sich jeder spontan seinen ganz individuellen Kranz binden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das ausführliche Programm mit allen Veranstaltungen, Daten und Fakten kann auf den Seiten 10 und 11 eingesehen werden. Auch an weiteren Stellen des City Magazins gibt es Hinweise auf Höhepunkte während des Weihnachtsmarkts. (bea)

Information zum Eisstockschieß-Cup

Anmeldung für den ersten Gifhorner Eisstockschieß-Cup für Unternehmen und Vereine: telefonisch bei der WiSta unter 05371 6180890 oder via E-Mail unter info@wista-gifhorn.de.

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