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Home Sonderthemen Neues aus Gifhorn und Umgebung Neue Lebensfreude in der Gifhorner Innenstadt
00:05 17.06.2020
© Beate Ziehres

Die Gifhorner Innenstadt ist wieder zu neuem Leben erwacht. Passanten flanieren auf dem Steinweg, werfen Blicke in die Schaufenster und lassen sich ein Eis schmecken. Auch die Tische der Restaurants, Bistros, Cafés und Eisdielen sind gut besetzt. Dabei sind die Leute diszipliniert und halten respektvollen Abstand zu ihren Mitmenschen.

„Besonders an den Markttagen ist die Innenstadt sehr gut besucht“, freut sich Martin Ohlendorf, Geschäftsführer der WiSta Gifhorn. Diese Beobachtung hat auch Udo von Ey, Vorsitzender der City Gemeinschaft Gifhorn, gemacht. „Mir ist schon länger aufgefallen, dass unser Wochenmarkt sehr gut frequentiert wird. Nun habe ich das Gefühl, dass die Leute den Markt noch besser annehmen.“ Verwunderlich ist das nicht. Einkaufsmöglichkeiten im Freien sind in diesem Sommer beliebter denn je und die Außengastronomie erlebt einen Boom. „In Gifhorn ist alles sehr großzügig und luftig. Die gewachsenen Strukturen der Stadt erweisen sich jetzt als Standortvorteil“, freut sich Udo von Ey. Martin Ohlendorf stimmt dieser Aussage ohne Einschränkung zu. „Ich freue mich riesig, dass man – wie in jedem Frühjahr und Frühsommer – draußen in der Sonne sitzen kann. Die Gastronomie läuft wieder an. Das ist sehr ermutigend.“

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Ohlendorf ist sich sicher, dass Gifhorn gestärkt aus der Corona-Krise hervorgehen wird. Er hat beobachtet, dass die Menschen zusammengerückt sind: die Gifhornerinnen und Gifhorner, die Händler, Dienstleister und Gastronomen, aber auch die Stadtverwaltung. „Die Verwaltung hat beispielsweise die Geschäftsleute dabei unterstützt, die Voraussetzungen für eine Wiedereröffnung zu erfüllen. Das Zusammenwirken aller ist eine gute Basis, um nach dieser Krise weiter aufeinander zuzugehen und den Lebensraum Innenstadt gemeinsam zu gestalten und genießen zu können“, so Martin Ohlendorf.

Mit verschiedenen Aktionen hatten sich WiSta, City Gemeinschaft Gifhorn und die Wirtschaftsvereinigung Gifhorn während des Lockdowns bemüht, die Menschen zu sensibilisieren. Gemeinsam haben diese drei Organisationen beispielsweise die Kampagne „Wir sind Gifhorn“ auf den Weg gebracht. In kurzen Videos appellieren verschiedene Akteure an die Bürger, lokal einzukaufen. „Bei vielen Leuten verstärkt sich dieses Bewusstsein jetzt. Insofern bin ich sehr zufrieden mit der Kampagne“, sagt Udo von Ey.

Die WiSta hat unter anderem die OnlineCity Gifhorn so erweitert, dass lokal eingekauft werden konnte, obwohl die Geschäfte geschlossen bleiben mussten. „Die Fantasie und Tatkraft, mit der die Einzelhändler in der Krise agierten, hat mich wirklich begeistert. Es ist unglaublich, mit wie viel Kreativität sie außergewöhnliche Angebote geschaffen haben“, sagt Martin Ohlendorf.


„In Gifhorn ist alles sehr großzügig und luftig. Die gewachsenen Strukturen der Stadt erweisen sich jetzt als Standortvorteil.“


Die Gifhornerinnen und Gifhorner wussten den Einfallsreichtum ihrer Lieblingsgastronomen und -geschäfte zu schätzen. Sie haben den Service gerne angenommen. Zusätzlich hat sich Gifhorn anhand von Gutscheinverkäufen für lokale Anbieter über die Plattform www.gifhorn-gutschein.de als eine der solidarischsten Städte Norddeutschlands erwiesen.

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Auch jetzt bekommt Udo von Ey oft von Kunden zu hören, wie sehr sie sich freuen, dass die Geschäfte wieder geöffnet haben. „Meine Wahrnehmung ist, dass viele Kunden noch bewusster einkaufen. Sie kommen gezielt, lassen sich gerne beraten und kaufen dann. Wir haben beispielsweise in den vergangenen Wochen mehr Grills verkauft als in anderen Jahren“, berichtet der Geschäftsführer der Schüttewelt.

So ist überall in Gifhorn eine positive Einstellung spürbar, die hin bis zu echter Freude über die neu gewonnenen Freiheiten reicht. So ist auch Udo von Ey und Martin Ohlendorf beim Fototermin im Eiscafé die Erleichterung anzumerken. Darüber, dass sich alles zum Guten wendet, dass man sich wieder auf ein Eis, einen Kaffee oder zum Mittagessen treffen darf und dass am Ende einiges womöglich noch besser sein wird als vor der Krise. (bea)
  

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