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Home Sonderthemen Neues aus Gifhorn und Umgebung Mit der Schmalspurbahn in das Große Moor
00:00 14.06.2018

Im Schritttempo erlebt man mit der Schmalspurbahn auf einem neuen Rundkurs die Besonderheiten der Moorlandschaft auf dem Gebiet der Gemeinde Sassenburg. Der Kurs startet am neu überdachten Bahnhof hinter der Streuobstwiese in der Ortschaft Westerbeck. 

Dafür hat die Kultur- und Sozialstiftung der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg dem Verein Natur- und Kultur Erlebnispfad Großes Moor 15.000 Euro gespendet, „damit der Einund Ausstieg angenehmer wird und die Fahrgäste auf trockenen Bänken Platz nehmen können“, betont Jürgen Kröger, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. In überdachten, aber nicht regensicheren Wagen führt die Tour mit gemütlichen sechs Stundenkilometern in das Große Moor und wieder zurück. Ging es auf der alten Strecke noch Richtung Stüde ins Moor, so fährt die Moorbahn auf dem neuen Kurs Richtung Triangel und zurück und legt an zwei Haltepunkten im Moor einen Zwischenstopp ein. „Rund sechs Kilometer lang ist die neue Strecke. An den zwei Ausstiegen wollen wir unseren Gästen zeigen, wie Flora und Fauna die gegebenen Bedingungen angenommen haben“, berichtet Heinrich Tacke, Vorsitzender des Vereins. Aber auch schon während der Fahrt erleben die Fahrgäste Natur pur. 


„Die neue Strecke hat endlich ein Gesicht und ich finde es toll, dass das Erlebnis Moor so greifbar geworden ist und der Verein das Thema auch kindgerecht vermitteln kann.“


Vor allem Libellen sind während der Fahrt ein ständiger Begleiter, aber auch verschiedene Pflanzen wie zum Beispiel das Wollgras tauchen immer wieder entlang der Strecke auf. Sie führt direkt durch zwei Torfabbaugebiete und die Teilnehmer erfahren mehr über die spezielle Flora und Fauna des Moores.

Hinweistafeln mit allerlei Informationen findet man an beiden Stationen.
Hinweistafeln mit allerlei Informationen findet man an beiden Stationen.

Der erste Stopp wird auf halber Strecke am neuen Moorbahnhof gemacht, von dem aus die Fahrgäste auf zwei Stege gelangen, die tief ins Gelände führen und am Ende jeweils eine große Plattform bieten. „An unserem ersten Halt können unsere Gäste einen Torfdamm mit seinen unterschiedlich abgelagerten Torfschichten, die Renaturierungsbecken des Großen Moores sowie eine Hinweistafel mit allerlei Informationen entdecken. Erst vor Kurzem war eine Kindergartengruppe hier und die Kinder hatten viel Spaß.

Von der Plattform aus haben die Besucher einen guten Blick in die Natur.
Von der Plattform aus haben die Besucher einen guten Blick in die Natur.

Sie legten sich auf den Steg und hielten die Nasen dicht an die Wasseroberfläche, um das Geschehen genau zu beobachten“, erzählt Heinrich Tacke schmunzelnd und Gemeindebürgermeiser Volker Arms ergänzt: „Die neue Strecke hat viel zu bieten und ich finde es toll, dass das Erlebnis Moor so greifbar geworden ist und der Verein das Thema auch kindgerecht vermitteln kann. Denn ich denke, es ist wichtig, dass die Besucher der Moorbahn erfahren, was das Moor bietet und wie sich das gesamte Areal entwickelt hat, und entstanden ist.“

Mit der Moorbahn geht es auf den rund sechs Kilometer langen Rundkurs.
Mit der Moorbahn geht es auf den rund sechs Kilometer langen Rundkurs.
Vom Aussichtsturm aus kann man die Weite des Moores nur erahnen.
Vom Aussichtsturm aus kann man die Weite des Moores nur erahnen.

Vom Moorbahnhof aus geht es entlang des Triangler Moorkanals zum zweiten Haltepunkt auf dem Rundkurs. Nach etwa zwei Dritteln der Strecke erhebt sich ein rund sieben Meter hoher Aussichtsturm mitten im Moor. Von der Aussichtsplattform des Turms haben die Besucher eine weite Sicht über die besondere Landschaft. Diejenigen, die ein Fernglas besitzen, können auch den einen oder anderen Vogel sehen.

Waggons, die darauf warten, mit Torf befüllt zu werden.
Waggons, die darauf warten, mit Torf befüllt zu werden.
Hier hat der NABU eine Torfmoos-Aufzuchtstation installiert.
Hier hat der NABU eine Torfmoos-Aufzuchtstation installiert.

„Ab und an sind hier Kraniche zu entdecken, aber auch alle anderen Wildtiere, die im Moor leben, lassen sich von dort oben gut beobachten“, verrät der Vorsitzende. Eine Hinweistafel am Fuße des Turms zeigt zudem auf, welche Tiere im Moor zu finden sind. Blicken die Besucher ein wenig umher, entdecken sie hinter dem Turm einige Versuchsbecken, in denen der NABU Torfmoose anzüchtet. Vom Aussichtsturm geht es dann mit der Moorbahn zurück zum Bahnhof an der Streuobstwiese.

Gruppenfahrten für 20 bis 50 Personen sind möglich in der Zeit von März bis Oktober. Erwachsene zahlen 7 Euro, Kinder 3 Euro (für Gruppen gibt es gesonderte Preise). Einen Fahrplan gibt es im Internet unter www.moorlehrpfad.de. Reservierungen sind unter Telefon 0151 - 43164829 oder 0151 - 43164832 möglich.

www.moorlehrpfad.de

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