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Wolfsburg
07:20 26.05.2021
Foto: Weltwechsel Niedersachsen

In Gifhorn schmiedet man Pläne, um Wege in eine bessere Zukunft zu finden. Das ist an sich nichts Neues, denn wann immer Menschen Zukunftsvisionen entwickeln und über Maßnahmen zu ihrer Verwirklichung beraten, haben sie meistens eine Verbesserung der Verhältnisse im Sinn. Logisch.

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Doch die Ideen, die aktuell in den Köpfen von immer mehr Gifhorner Bürger Gestalt annehmen, bewegen sich in eine ungewohnte Richtung. In der aktuellen Diskussion darüber, wie die Stadt auch zukünftig lebens- und liebenswert gestaltet werden soll, zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab. Am deutlichsten wurde das vielleicht in der Dialogwerkstatt mit dem Namen „Gifhorn 2030 – Wie wollen wir leben?“, die am 4. November letzten Jahres als Onlinekonferenz im Rahmen der Aktion „Weltwechsel Niedersachsen“ stattgefunden hat. Teilnehmer Martin Ohlendorf, der in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der Gifhorner Wirtschaftsförderung Wista diverse der dort diskutierten Maßnahmen umsetzen darf, bringt es auf den Punkt: „Immer mehr Menschen verfolgen heutzutage andere Ideale als höher, schneller, weiter. Die Frage, die viele beschäftigt, lautet eher: Wie können wir mit den vorhandenen Ressourcen auch in Zukunft auskommen?“

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Diese Fragen stellen sich viele Gifhorner schon lange. Mit den unterschiedlichsten Initiativen geben sie Antworten darauf – ob mit der Einrichtung eines Weltladens im Cardenap oder durch Gruppierungen wie Fridays for Future. Neu ist allerdings, welche Kraft die unterschiedlichen Einzel-Aktionen durch den Zusammenschluss zu einer Gemeinschaft entfalten. Plötzlich wird das Umdenken in Sachen Klimaschutz und fairer Handel zu einer Massenbewegung. „In der Dialogwerkstatt sind verschiedene Strömungen zusammengeflossen, die gemeinsam nach zukunftsfähigen Lösungen für ein nachhaltiges Leben in Gifhorn suchen“, erklärt Martin Ohlendorf. Dazu gehörten Gruppierungen wie die bereits erwähnte Fridays-for-Future-Bewegung, die Eine-Welt-Regionalpromoterin Anna Thiel (Gestalterin der Sch(l)aufenster in der Fußgängerzone) sowie Vertreter aus der Gifhorner Politik – Bündnis 90/die Grünen, SPD, CDU – und den Wirtschaftsjunioren, die sich in der Dialogwerkstatt zusammengefunden hatten. In drei verschiedenen Arbeitsgruppen entwickelten sie Ideen zu den Handlungsfeldern „Nachhaltig leben“, „Fair einkaufen“ und „Fahrradfahren“ in Gifhorn, die nun unter anderem in Projekte wie „Fairtrade-Town Gifhorn“ und das „Co-Working-Space“ münden.


Martin Ohlendorf ist überzeugt davon, dass der Trend, der sich im Bewusstsein vieler Menschen ausbildet, nicht mehr umkehrbar ist. „Nachhaltigkeit und Fairness sind Megathemen, die die Menschen zum Handeln bewegen. Das liegt wohl auch daran, dass die Zeit dafür jetzt wirklich reif ist!“

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