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Home Sonderthemen Gesundheit/Pflege Nach einem Bandscheibenvorfall hilft Sport
09:37 08.03.2018
Schwimmen ist für Menschen mit Gelenkproblemen eine ideale Möglichkeit, Sport zu treiben. FOTO: UNSPLASH
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Von Angela Stoll    

Nach einem Bandscheibenvorfall sind körperliche Aktivitäten nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. „Bewegung ist das Mittel der ersten Wahl“, sagt Stefan Peters vom Deutschen Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie. Bevor ein Patient aktiv wird, sollte er aber mit seinem Arzt sprechen. Vor allem nach einer Operation muss man sich beraten lassen. Ist alles verheilt, darf der Patient loslegen. „Es gibt keinen Sport, von dem wir grundsätzlich abraten“, sagt Peters. „Es kommt zum Beispiel darauf an, wie man ihn betreibt. Man sollte moderat einsteigen.“


Es gibt keinen Sport, von dem wir grundsätzlich abraten.

Stefan Peters, Diplom-Sportwissenschaftler und Mitglied im Deutschen Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie


Manche Sportarten sind bei Rückenproblemen besonders empfehlenswert: nämlich solche, bei denen die Bewegungsabläufe harmonisch sind und die Rumpfmuskulatur zudem gekräftigt wird. Dazu gehört beispielsweise Inline-Skaten, aber auch Schlittschuhlaufen, Nordic Walking und Skilanglauf sind geeignete Sportarten. Für Menschen mit Gelenkproblemen ist Wassersport, etwa Schwimmen, Wassergymnastik oder Aquajogging, ideal. Beim Brustschwimmen lohnt es sich, auf die Technik zu achten: Wer den Kopf stets über Wasser hält, bekommt leichter Nackenverspannungen. Weniger problematisch ist dagegen Rückenschwimmen. Auch Reha-Sport oder Wirbelsäulengymnastik sind eine gute Wahl.

Vorsicht ist bei Volley-, Hand- und Fußball geboten, denn diese Sportarten sind mit gewissen Risiken verbunden, genauso wie Tennis, Squash und Badminton: Abrupte Stopp- und Drehbewegungen belasten die Wirbelsäule. Besonders kritisch ist aus orthopädischer Sicht der Aufschlag beim Tennis. Denn dabei wird die Wirbelsäule überstreckt und gedreht. Dennoch will Sportwissenschaftler Peters auch von diesen Sportarten nicht abraten: „Wer zum Beispiel sein Leben lang Tennis gespielt hat, darf das weiterhin tun. Aber er sollte es erst mal ruhig angehen lassen!“


GESUND GENIESSEN

Kartoffeln in bester Gesellschaft

Kartoffeln sind Eiweißlieferanten: In dieser Suppe werden sie mit Lieblingsgemüse kombiniert

FOTO: JOSEFIN LINDER, JAN-THORBECKE-VERLAG, OSTFILDERN
FOTO: JOSEFIN LINDER, JAN-THORBECKE-VERLAG, OSTFILDERN

Die Kartoffel bekommt in dieser Suppe Gesellschaft von grünen Selleriestangen, aromatischer Zwiebel und Knoblauch. Eine Dose Butterbohnen macht die Suppe herrlich cremig und dient außerdem als Proteinlieferant schlechthin. Bei der Einlage kann man sich austoben. Die Favoriten von Mia Frogner sind knusprig gebratene Kartoffelscheiben mit Salz, geröstete Mandeln, Petersilie und knusprige Pilze.

So geht’s

In einem Topf mit dickem Boden bei mittlerer Hitze etwas neutrales Öl oder einen reichlichen Klecks Butter (circa ein Esslöffel) erhitzen. Zwiebel und Selleriestangen grob hacken und mit einer Prise Salz im Topf anschwitzen. Knoblauchzehen schälen (sie müssen nicht gehackt werden) und in den Topf geben.

Während das Ganze brät, die Kartoffeln waschen und klein schneiden, bevor sie auch in den Topf kommen. Reichlich Salz aus der Mühle zugeben und mit Wasser, Fond/Brühe und ein paar Tropfen Olivenöl aufgießen. Aufkochen lassen und die abgespülten Butterbohnen dazugeben, wenn das Wasser kocht. Zugedeckt köcheln lassen.

In einer Pfanne ohne Fett die grob gehackten Mandeln bei mittlerer Hitze rösten, bis sie goldgelb werden. Die zusätzliche Kartoffel hauchdünn schneiden (am besten auf der Mandoline) und bei hoher Temperatur in einer Mischung aus Butter oder neutralem Öl und Olivenöl braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit etwas Salz bestreuen. Die Pilze bereiten Sie ganz zum Schluss zu, wenn die Suppe fertig ist. Zunächst putzen, dann in einem Klecks Butter oder Öl braten.

Ist die Suppe fertig, das heißt wenn die Kartoffeln weich sind (nach circa 15 bis 20 Minuten), den Topf vom Herd nehmen und die Suppe mit dem Stabmixer glatt pürieren. Aufpassen, dass es nicht spritzt! Mit Olivenöl, Salz und Pfeffer abschmecken, bevor man die Suppeneinlage hinzugibt und mit frischer Petersilie garnieren.

Das wird gebraucht

Für 4 Portionen
Butter oder neutrales Öl, 1 gelbe Zwiebel, 2 Stangen Sellerie, Salz, 2 Knoblauchzehen, 500 g helle Kartoffeln + 1 zusätzliche Kartoffel als Einlage, 1 l Wasser, 1 EL gekörnte Brühe/Fond, Olivenöl, 1 Dose Butterbohnen/große weiße Bohnen, Pfeffer, Suppeneinlage, 1 kleine Handvoll Mandeln, 1 große Handvoll Pfifferlinge oder andere Pilze, frische Petersilie

Das Rezept stammt aus dem Buch „Green Bonanza“ von der norwegischen Autorin Mia Frogner, deren Motto lautet: „Alle grünen Dinge sind gut.“ Es ist erschienen im Jan-Thorbecke-Verlag und hat 200 Seiten. Es kostet 24 Euro.


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