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Home Sonderthemen Haus&Garten Neue Fenster zur warmen Jahreszeit
20:04 29.07.2019
Bei Fenstern kommt es neben der Materialqualität auch auf den fachgerechten Einbau an. Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

Die Fenster spielen in jedem Haus eine wichtige Rolle. Sie lassen Licht und Luft ins Haus, zugleich schützen sie es vor Wind, Regen und Kälte sowie vor Abgasen und Lärm. Weil alte Fenster die gestellten Anforderungen oft unzureichend erfüllen, lohnt es sich, gegebenenfalls über einen Austausch nachzudenken. Moderne Isolierglasfenster können zum Beispiel gegenüber alten Einscheiben-Verglasungen bis zu 75 Prozent Heizenergie einsparen. „Die beste Zeit für einen Fenstertauch ist der Sommer, wenn es draußen sowieso warm ist“, sagt Dipl.-Ing. Andreas May, vertretungsberechtigter Vorstand der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB). Er weist darauf hin, dass neue Fenster und Türen bestimmte Voraussetzungen erfüllen müssen.

Orientierung gibt zum Beispiel das RAL-Gütezeichen „Fenster, Haustüren, Fassaden und Wintergärten“. Produkte, die dieses Zeichen tragen, zeichnen sich unter anderem durch sichere Bedienung, Langlebigkeit, eine gute Funktion und hohe Materialqualität aus. Hausbesitzer, die Wert auf einen guten Einbruchschutz legen, wählen einbruchsichere Fenster oder einbruchhemmende Beschläge. Zusätzliche Sicherheit bieten abschließbare Fenstergriffe oder Signalgeber, die bei Glasbruch oder unautorisierter Fensteröffnung Alarmsignale übertragen.


Firma Kleindienst

Ebenso wichtig wie die Auswahl von Fenstern in hoher Qualität, die den eigenen Ansprüchen genügen, ist der fachgerechte Einbau. „Kleine Fehler können hier große Folgen haben“, warnt Andreas May. Hier kommt es auf die Befestigung zum Baukörper, die Ausführung des Spalts zwischen Fenster und Wand und die Abdichtung nach außen und zur Raumseite hin an. So dürfen zum Beispiel bei der Befestigung keine Wärmebrücken entstehen. Denn diese können einen Teil der Energiegewinne durch eine hochdämmende Verglasung wieder zunichtemachen und zudem Schimmelprobleme verursachen. „Es lohnt sich, für die Planung und den Einbau neuer Fenster sachverständigen Expertenrat einzuholen“, rät May. (djd)

Heizung vorsorglich im Sommer überprüfen lassen

Klimafreundlicher heizen dank Heizungscheck – Kopplung mit Wartung spart Kosten

Im Sommer den Techniker für einen Heizungscheck zu beauftragen, spart Kosten. Foto: Zukunft Altbau
Im Sommer den Techniker für einen Heizungscheck zu beauftragen, spart Kosten. Foto: Zukunft Altbau

Hauseigentümer bemerken meist nicht, wenn die eigene Heizung schlecht geregelt ist und ineffizient arbeitet. Ein regelmäßiger Heizungscheck deckt die Schwachstellen auf. Die Beseitigung der Mängel senkt die Betriebskosten um bis zu 15 Prozent.

Den Check sollten Hauseigentümer rechtzeitig vor dem Winter durchführen lassen, empfehlen Experten. Denn oft ist es im Herbst schwierig, noch vor dem Beginn der Heizperiode einen Termin vom Handwerker zu bekommen. Die Reparaturen im Sommer erledigen zu lassen, vermeidet darüber hinaus Heizungsabschaltungen in der kalten Jahreszeit. „Ein Heizungscheck lohnt sich für den Geldbeutel und das Klima“, erklärt Frank Hettler von Zukunft Altbau. „Die Kosten rechnen sich meist schon nach wenigen Jahren.“

Besonders sinnvoll ist es, den Heizungscheck mit der Heizungswartung zu kombinieren, da es hier Überschneidungen gibt. Das spart Mehrarbeit und unnötige Ausgaben.

Heizung rechtzeitig inspizieren lassen

Ein Heizungscheck ist für jede Art von Heizung sinnvoll. Je älter das Gerät ist, desto wichtiger wird es, die Heizung regelmäßig auf ihre Schwachstellen überprüfen zu lassen. Denn häufig verursachen defekte Bauteile oder ungeregelte Pumpen bei der Heizung unnötig hohe Energiekosten.

Der ideale Zeitpunkt für einen Heizungscheck ist der Sommer: Dann können eventuell anfallende Reparaturen noch rechtzeitig vor Beginn der kalten Jahreszeit durchgeführt werden. Besonders lohnenswert ist es, den Heizungscheck dann durchzuführen, wenn der Fachhandwerker ohnehin zur Heizungswartung im Haus ist. Das spart Zeit und Anfahrtskosten.

Zu einer Heizungswartung gehört die Überprüfung der Anlage. Techniker inspizieren dabei den Heizkessel, den Brenner, die Heizungspumpe sowie die Regelung. Auch Verschleißteile, wie Düsen und Filtereinsätze, werden geprüft und bei Bedarf ausgetauscht. Je nach Heizungsart fallen zusätzliche Arbeiten wie die Reinigung einzelner Komponenten an.

Heizungscheck: Das Heizsystem auf dem Prüfstand

Während bei einer Wartung die Heizanlage überprüft wird, bezieht ein Heizungscheck das gesamte Heizungssystem mit ein. Techniker prüfen dabei, ob ein hydraulischer Abgleich vorgenommen wurde. Ein Abgleich ermöglicht eine gleichmäßige Wärmeabgabe an alle Heizkörper, so dass überall mit gleicher Einstellung der Thermostate die gewählte Temperatur erreicht wird. Auch störende Pfeifgeräusche der Ventile lassen sich dadurch verhindern. Anhand einer Heizlastberechnung bestimmen Fachleute, wie viel Wasser jeder Heizkörper benötigt, wie hoch der Druck der Heizungspumpe und wie das Thermostatventil eingestellt sein muss.

Zum Heizungscheck sowie zur Heizungswartung gehört es, die Heizungspumpe zu überprüfen. Sie befördert die Wärme vom Kessel zu den Heizkörpern. In vielen Haushalten ist sie veraltet und ungeregelt. Dann laufen die Pumpen an mehr als 200 Tagen im Jahr rund um die Uhr, sogar wenn die Heizkörperventile zugedreht sind. Zudem sind sie im Verhältnis zum Wärmebedarf des Gebäudes oft zu groß dimensioniert. Mit jährlichen Kosten von 120 bis 160 Euro gehören sie dann zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Moderne Hocheffizienzpumpen verbrauchen rund 90 Prozent weniger Strom.

Ob ein Austausch vorgenommen werden sollte, können Techniker feststellen. Die Faustregel: Sind Heizungspumpen bereits seit mehr als zehn Jahren in Betrieb, lohnt sich der Tausch.

Wichtig für den energiesparenden Heizbetrieb ist auch eine optimal eingestellte Heizungsregelung. Denn sie sorgt dafür, dass in den Räumen die gewünschte Temperatur erreicht wird und möglichst energiesparend konstant bleibt. Mit der Regelung lässt sich auch die Vorlauftemperatur etwa zwei Stunden vor dem Zubettgehen absenken und rechtzeitig vor dem Aufstehen wieder erhöhen. Das spart je nach Gebäude einige Prozent Energie ein.

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