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Home Sonderthemen Gesundheit/Pflege Pflege daheim: Ausgebildete Profis helfen bei der Bewältigung des Alltags
12:43 09.03.2018
Wenn Profis bei der Bewältigung des Alltags helfen, können Senioren so lange wie irgend möglich in vertrauter Umgebung bleiben.
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Wer pflegebedürftig wird, möchte dennoch so lange wie möglich in seinen eigenen vier Wänden bleiben. Man erhält sich dabei seine Selbstbestimmung und bleibt mobil – was gerade bei leichten Einschränkungen durchaus möglich ist. Tatsächlich werden etwa drei Viertel aller Pflegebedürftigen in Deutschland derzeit zu Hause gepflegt – Tendenz steigend.

Ein ambulanter Pflegedienst unterstützt Pflegebedürftige und ihre Angehörigen bei der Pflege zu Hause. Er bietet Familien Unterstützung und Hilfe im Alltag, damit pflegende Angehörige zum Beispiel Beruf und Betreuung besser organisieren können. Das Personal kommt zu den Pflegebedürftigen nach Hause und hilft fach- und sachkundig bei der täglichen Pflege. Die ambulante Pflege ermöglicht Betroffenen also, trotz Pflegebedürftigkeit in der vertrauten Umgebung zu bleiben.

Das Leistungsspektrum der häuslichen Pflege erstreckt sich über verschiedene Bereiche. Es umfasst mehrere Angebote, zum Beispiel häusliche Pflegehilfe als Sachleistung, dazu gehören körperbezogene Pflegemaßnahmen wie zum Beispiel Hilfe bei der Körperpflege, der Ernährung, der Mobilität und Lagerung, pflegerische Betreuungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Unterstützungsleistungen zur Bewältigung und Gestaltung des alltäglichen Lebens im häuslichen Umfeld, Hilfen bei der Haushaltsführung, zum Beispiel Reinigen der Wohnung, Beratung der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen bei pflegerischen Fragestellungen, Unterstützung bei der Vermittlung von Hilfsdiensten wie Essensbelieferung oder Organisation von Fahrdiensten und Krankentransporten.

Sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, erbringt ein ambulanter Pflegedienst auch häusliche Krankenpflege nach Paragraf 37 SGB V als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Zur häuslichen Krankenpflege gehören Tätigkeiten wie zum Beispiel Medikamentengabe, Verbandswechsel und Injektionen. Einen Überblick über zugelassene Pflegedienste geben die Leistungs- und Preisvergleichslisten, die die Pflegekassen kostenfrei zur Verfügung stellen.

Pflegedienst Bartels

Arzt kann Bett verschreiben

Pflegende Angehörige sollten ihrem Rücken zuliebe frühzeitig an ein Pflegebett für ihr krankes Familienmitglied denken. „Wenn der Pflegebedürftige körperlich eingeschränkt ist, rate ich dazu“, sagt Dr. Michael Vetter, Experte für Pflegehilfsmittel, im Apothekenmagazin Senioren Ratgeber.

„Schon weil ich damit auf Knopfdruck eine rückenfreundliche Arbeitshöhe einstellen kann, meist in Hüfthöhe.“ Sofern der Kranke einen Pflegegrad habe, könne der Arzt eine Verordnung für das Bett ausstellen, die aber noch von der Kasse geprüft werde. „Die Lieferung erfolgt über Vertragspartner der Kassen.“

Viele pflegende Angehörige haben Experten zufolge Rückenprobleme und Gelenkschmerzen, weil sie nach der Hauruck-Methode vorgehen. Dass es auch anders geht, kann man von Profis lernen: „Führen und schieben, statt heben und tragen“, sollte das Motto sein, betont die Fachleute.

Quelle: Wort & Bild Verlag – Senioren Ratgeber, übermittelt durch news aktuell

AWO
Pflegedienst Meinersen Silke Buchholz
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