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Home Sonderthemen Arbeitsmarkt/Ausbildung Pflegekräfte werden händeringend gesucht
13:34 03.06.2019
Der Bedarf an Pflegekräften in Deutschland wird immer größer. Foto: AOK Mediendienst

Schon lange wird in den Medien der Fachkräftemangel in den Pflegeberufen diskutiert. Wie hoch die Nachfrage nach qualifizierten Pflegekräften tatsächlich ist, zeigt nun auch eine aktuelle Stellenmarkt-Auswertung: Im ersten Quartal 2019 waren mehr als 170.000 Stellen zu besetzen.

In der Berufsgruppe der Pflege- und Arzthelferberufe wurden deutschlandweit im ersten Quartal dieses Jahres 174.296 Arbeitsplätze ausgeschrieben. Allein im März 2019 waren 71.849 Stellen in dieser Berufsgruppe zu besetzen, von denen sich 59 Prozent an Alten- und Krankenpfleger richteten. Dies hat eine Auswertung der Personalmarktexperten von index ergeben, bei der die Anzahl der ausgeschriebenen Stellen in der Berufsgruppe der Pflege- und Arzthelferberufe, ohne Berücksichtigung der zahnmedizinischen Berufe, analysiert wurde.
                  

Bei der Betrachtung nach Bundesländern zeigt sich, dass die meisten Jobs in den Pflege- und Arzthelferberufen in Nordrhein-Westfalen zu vergeben waren. Mit 40.442 offenen Stellen im ersten Quartal 2019 war fast jede vierte Position für dieses Bundesland ausgeschrieben. Auch in Bayern und Baden-Württemberg wurden mit jeweils 26.050 und 21.039 Jobs viele Pflegemitarbeiter und Arzthelfer gesucht. Dagegen wurden in den einwohnerschwachen Bundesländern Bremen und Saarland mit jeweils unter 2.000 Positionen vergleichsweise wenige Stellen für diese Berufsgruppe ausgeschrieben.

Relativ selten wurde in den Stellenanzeigen für Pflege- oder Arzthelferberufe auf die Möglichkeit eines Quereinstiegs aufmerksam gemacht. Im ersten Quartal 2019 wurden Angebote für Quereinsteiger in 1.682 Stellenausschreibungen innerhalb der Berufsgruppe explizit erwähnt, was einem Anteil von knapp einem Prozent der angebotenen Jobs für die Berufsgruppe entspricht. Im März dieses Jahres beinhalteten 630 Jobs den Hinweis auf einen Quereinstieg. Das mache deutlich, dass die Unternehmen die gezielte Ansprache von Quereinsteigern noch viel zu wenig nutze. Und das, obwohl auf diesem Weg wahrscheinlich zusätzliche Kräfte akquiriert werden könnten, wie Experten vermuten.


Großmutter oder Großvater können sich nicht mehr allein versorgen. Das kann zu einem großen Problem innerhalb der Familie werden. Manche versuchen, den Angehörigen daheim zu betreuen. Aber das klappt aus verschiedensten Gründen auch oftmals nicht. Doch was ist dann zu tun? Ein Pflegeheim kann der Ausweg sein.

Vor allem die Unterbringung eines Familienangehörigen mit einem hohen Bedürfnis nicht nur an Pflege, sondern auch an medizinischer Kontrolle, kann in einem Pflegeheim für alle Seiten die beste Lösung sein. Das erkrankte oder schlicht alternde Familienmitglied wird rund um die Uhr medizinisch überwacht und im Ernstfall kann schnell erste Hilfe geleistet werden. Des Weiteren können auch rüstige Rentner, die gerne in sozialen Kontakt treten, von dem Leben in einem Pflegeheim profitieren. Austausch mit anderen Menschen im gleichen Lebensabschnitt kann vielen Senioren Freude bereiten. Interessen werden geteilt, Ängste können besprochen werden und der letzte Lebensabschnitt kann gemeinsam mit neuen Freunden oder Bekannten auch außerhalb des gewohnten familiären Kreises verbracht werden.
                      

Der größte Vorteil ist das gemeinsame Miteinander. In einem Altenpflegeheim ist niemand allein, da zahlreiche weitere Bewohner umsorgt werden und gemeinsame Freizeitaktivitäten jederzeit möglich sind. Der Rentner lernt somit auch neue Menschen kennen, mit denen spannende Spielenachmittage oder ruhige Fernsehabende verbracht werden können. Somit wird jederzeit für Unterhaltung gesorgt. Darüber hinaus bietet das Seniorenpflegeheim einen zusätzlichen Vorteil. Denn die Patienten erhalten in der Regel alle ihren eigenen, persönlichen Bereich, beispielsweise in Form einer kleinen Wohnung oder zumindest in Form eines eigenen Zimmers, welches nach Belieben eingerichtet werden kann. Oftmals sind die Räumlichkeiten bereits vollständig möbliert, zusätzliches Mobiliar, Accessoires oder vielleicht auch Technik-Geräte wie Fernseher können ebenso untergebracht werden.

Der häufigste Grund für Senioren, in ein Pflegeheim zu ziehen, ist die Pflegebedürftigkeit, welche kompetente und erfahrene Unterstützung verlangt. Ob bei den alltäglichen Aufgaben, vielleicht sogar bei der Körperhygiene oder aber bei der gesundheitlichen Vorsorge – in einem Seniorenpflegeheim ist stets ausgebildetes Personal anwesend, das den betroffenen Bewohnern helfend zur Verfügung steht. Auch in Notfällen kann binnen kürzester Zeit jemand eingreifen, sei es bei einem unglücklichen Sturz oder aber bei einem Herzinfarkt.

Weiterhin kümmert sich das Pflegepersonal um die Reinigung der Wäsche, um das Beziehen der Betten oder um die anfallenden Aufgaben im Haushalt, welche unter Umständen nicht mehr selbstständig ausgeführt werden können. Zusätzlich bemühen sich die Mitarbeiter um die aktive Freizeitgestaltung der Bewohner und um die regelmäßige Mobilisierung. So werden unter anderem Ausflüge organisiert und durchgeführt, oder aber Veranstaltung geplant, die direkt in der Einrichtung stattfinden, wie zum Beispiel eine Choraufführung zu Weihnachten oder ein spaßiger Tanzabend. Alles in allem kann also gesagt werden, dass das Pflegeheim eine wundervolle Abwechslung für Senioren mit Pflegebedarf bieten kann.

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