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00:00 11.10.2018
DRK-Kita Wagenhoff © Hieng Ling Tie/123RF

Die DRK-Kita in Wagenhoff ist auf den ersten Blick eine Kita wie alle anderen: Sie ist laut, sie ist chaotisch und von vorne bis hinten herrscht ein ständiges Gewusel. So weit, so gut – doch dieser Eindruck täuscht: Natürlich wird hier Lärm gemacht und natürlich entstehen auch mal kleine Konflikte. Aber immer sind die Erzieherinnen – fünf an der Zahl für zwei Gruppen, – präsent um zu moderieren, die Kinder zu motivieren, ihr Verhalten zu hinterfragen, oder um sie in ihrer Kreativität zu bestärken. Dabei werden keine starren Konzepte verfolgt, in der Wagenhoffer Kita wird nach den Grundsätzen der Reggio-Pädagogik gelebt und gehandelt. Diese Philosophie ist im deutschsprachigen Raum maßgeblich von Prof. Dr. Tassilo Knauf vorangebracht worden. Der bekannte Pädagoge hat sich mit seinen Arbeiten zur frühkindlichen Pädagogik sowie seiner Mitarbeit an Rahmenlehrplänen und Lehrbüchern für Grundschulen einen Namen gemacht. Er geht „… von einem Bild des Kindes als forschendes Wesen aus, das sich ,100 Sprachen‘ bedient, um sich mit der Welt auszutauschen, sich mit ihr auseinander zu setzen und um sich selber auszudrücken.“ (Zitat).

So viele Möglichkeiten

Kita-Leiterin Angelika Onorato
Kita-Leiterin Angelika Onorato

Kita-Leiterin Angelika Onorato hat eine einfache und einleuchtende Erklärung für die Reggio-Pädagogik: „Es gibt so viele Möglichkeiten und so viele verschiedene Perspektiven, die Welt um uns herum zu sehen und zu entdecken. Kinder mit ihren ‚100 Sprachen‘ nutzen diese Möglichkeiten, die uns Erwachsenen im Laufe der Zeit – leider – abhandengekommen sind. In unserer Kita gehen wir auf die verschiedenen Sichtweisen der Kinder und ihre Sinneserfahrungen ein“, sagt sie. Auf diese Weise solle die ganzheitliche Entfaltung der Kinder, die Vielfalt ihrer Ausdrucksmöglichkeiten und ihr Verständnis der Ganzheit von Mensch und Natur gefördert werden. Ein anspruchsvoller, situativer Ansatz, der die Erzieherinnen ganz besonders fordert: „Wir entdecken bei den Kindern immer wieder neue Seiten. Und wir beziehen auch die Eltern in unsere Arbeit mit ein – zum Beispiel mit unserem Glücksbuch“, erzählt Onorato. Jeden Freitag nimmt ein Kind das Glücksbuch mit nach Hause und beschreibt gemeinsam mit den Eltern die Erlebnisse vom Wochenende. „Das ist einerseits eine gute Gelegenheit für Eltern und Kinder, gemeinsam etwas zu tun. Und es ist andererseits für uns ein Weg, ein anderes Verständnis für Eltern und Kinder zu entwickeln“, meint die Kita-Leiterin.


„Wir entdecken bei den Kindern immer wieder neue Seiten. Und wir beziehen auch die Eltern in unsere Arbeit mit ein – zum Beispiel mit unserem Glücksbuch.“


Vielfählig und Anregend

Der Alltag in der Kita Wagenhoff ist abwechslungsreich und spannend. Die Kinder können verschiedene Materialien und Werkzeuge nutzen, sich durch Rollen und darstellendes Spiel erproben oder ihre musikalischen Seiten mit unterschiedlichen Instrumenten ausleben. In der Kita gibt es neben dem Gruppenraum noch ein Atelier und einen Werkraum sowie den Bauteppich, eine Schreibecke, ein Klettergerüst, einen Bereich zum Forschen und Experimentieren sowie eine kleine Bühne. Und natürlich genügend Raum für Geborgenheit und Rückzugsmöglichkeiten.

Der Außenbereich und der angrenzende Wald sind beliebte Orte zum Spielen, Toben und Entdecken. Langweilig wird es jedenfalls nie – und manchmal werden auch die Eltern eingespannt, getreu dem Motto: „WIR, gemeinsam, mit IHNEN für IHRE Kinder! Nur dann, wenn wir wirklich alle zusammen, egal ob es die Erzieher, Eltern oder Vertreter der Politik sind, an der Entwicklung maßgeblich mitwirken und das Entwicklungskonzept tragen, wird auf vielfältige Art und Weise eine positive Entwicklung des Kindes stattfinden. Das Kind gewinnt an Vertrauen in seine Umwelt, Stärke und Mut, selber auch Dinge kreativ und konstruktiv zu bewegen und verändern zu wollen. Damit wird es umfassend und einfühlsam auf die verschiedensten Bereiche des Lebens und seiner Umwelt und bestens auf sein weiteres Leben vorbereitet.“

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