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Home Sonderthemen Sport/Vereinsleben Rollen im Team sind neu zu verteilen
00:00 01.09.2017
Foto: Uwe Gruen
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Nach vier Jahren in der Frauen-Bundesliga ist die TSG schon fast ein alter Hase in Deutschlands Oberhaus. In der vergangenen Saison stellte die Mannschaft von Chef-Trainer Jürgen Ehrmann zum dritten Mal in Folge einen neuen Punkte-Rekord auf (30 Punkte, Torverhältnis: 23:23). Doch im Kraichgau werden mit Blick auf die kommende Spielzeit weiterhin kleine Brötchen gebacken. „Ziel ist es erst einmal, eine bessere Vorrunde zu spielen als in der vergangenen Saison“, erklärt TSG-Coach Ehrmann. „Es sind aufgrund unserer Abgänge einige Rollen im Team neu zu verteilen, deshalb müssen wir erst mal schauen, wie es läuft.“

Wie schon in der vergangenen Saison verstärkt sich die TSG mit lediglich einem externen Neuzugang. Mit Lena Lattwein kommt eine Mittelfeldspezialistin vom 1. FC Saarbrücken in den Kraichgau. „Lena ist sehr zielstrebig“, lobt Trainer Ehrmann den Ehrgeiz der erst 17-Jährigen. „Der Sprung von der zweiten Liga ist zwar groß, aber wir trauen ihr das allemal zu.“ Gleiches gilt auch für die fünf Zugänge aus dem eigenen Zweitligateam. Sie sind jung und hungrig und haben sich in den vergangenen Jahren zu Leistungsträgerinnen bei der TSG II entwickelt. „Sie sind alle sehr talentiert“, unterstreicht Ehrmann. „Letztendlich wird es am Fleiß liegen, ob sie ihre Ziele erreichen. Wir geben ihnen das Handwerkszeug und sie müssen etwas daraus machen.“ Kristin Demann (FC Bayern München), Martina Moser (FC Zürich) und Christine Schneider (Karriere ende) stehen in Zukunft nicht mehr in Diensten der TSG.

Neu-Coach Sascha Glass setzt auf Kontinuität

2. Spieltag, Samstag, 9. September, 14.00 Uhr, SC Sand – VfL Wolfsburg

Foto: kuensterpresse.de
Foto: kuensterpresse.de

Dass der SC Sand einem das Leben schwer machen kann, ist bekannt. In der vergangenen Saison zeigte sich der Sportclub bissig. Zwar reichte es in der Frauen-Bundesliga nur für den achten Platz, so zog der Ortenauer Fußball-Erstligist parallel zum zweiten Mal in Folge in das DFB-Pokalfinale ein, wo man in einer hitzigen Partie mit 1:2 dem VfL Wolfsburg unterlag. Jetzt stehen beim SC Sand allerdings wichtige Änderungen an. Neben den vielen Star-Abgängen (Jovana Damnjanović, Dominika Škorvánková, Cecilie Sandvej, Saskia Meier, Silvana Chojnowski, Chioma Igwe) gibt es auch auf der Trainerbank neue Gesichter: Sascha Glass löst Richard Dura als Trainer ab. Der 44-Jährige erhält einen Zweijahresvertrag. Mirella Junker folgt als Co-Trainerin. Zusammen trainierten sie bereits die zweite Mannschaft der VfL-Wolfsburg-Frauen in der 2. Bundesliga Nord. Nach den ständigen Trainerwechseln der vergangenen Jahre erhofft man sich Kontinuität, um den Verein nachhaltig zu entwickeln und sich nach und nach höhere Ziele setzen zu können.

Beim Formulieren der Saisonziele gibt sich der SC Sand allerdings bescheiden. Mit einem Abstieg möchte man nichts zu tun haben und im Pokal erneut so weit wie möglich kommen. Dabei helfen sollen die Neuzugänge: Adina Hamidovic (SKN St. Pölten) und Johanna Tietge (VfL Wolfsburg II), die vergangene Saison bereits unter Glass spielte. Mit Selina Wagner, Sylvia Arnold (beide SC Freiburg) und Anna Schlarb (Bayern München II) zieht es drei gestandene Offensivspielerinnen nach Willstätt-Sand.

Der Klassenerhalt hat vorerst oberste Priorität

3. Spieltag, Sonntag, 24. September, 14.00 Uhr, VfL Wolfsburg – FF USV Jena

Foto: Jürgen Scheere
Foto: Jürgen Scheere

Zehn Jahre erste Liga! Die Blau-Weißen aus der Universitätsstadt begehen die kommende Spielzeit als Jubiläum. Und es soll alles dafür getan werden, dass noch viele weitere Jahre in der höchsten Spielklasse im deutschen Frauenfußball folgen. Als Jena- Trainerin Katja Greulich im November 2016 das Traineramt übernahm, war der kleine Verein aus Thüringen akut abstiegsbedroht, hatte insgesamt nur sechs Punkte gesammelt. Was darauf folgte war eine beeindruckende Aufholjagd: Unter Greulich sammelte der USV elf wichtige Punkte, die letztlich den Klassenerhalt in der Frauen-Bundesliga bedeuteten. Am Ende belegte der Verein mit 17 Punkten den neunten Platz.

Die 32-Jährige vermittelte ihrer Mannschaft das nötige Selbstvertrauen und prägte eine Spielidee, die selbst die Großen ärgerte. Das bekamen auch vor allem die Grün-Weißen zu spüren: Am letzten Spieltag erkämpfte sich der USV ein 2:2-Unentschieden gegen den Double-Sieger in Wolfsburg. Doch Jena möchte sich nicht am Meister, sondern weiterhin an den Teams weiter unten in der Tabelle orientieren. Der Klassenerhalt hat höchste Priorität. Um dieses Ziel diesmal frühzeitig zu realisieren, wird es beim FF USV Jena einen Umbruch geben.

Die langjährige Jenaerin Julia Arnold wurde vom Verein verabschiedet, eben so wie beispielsweise die Mannschaftsälteste Amber Hearn (beide 1. FC Köln). Der FC Bayern verpflichtete unterdessen Jenas bislang Treff sicherste, die tschechische Nationalstürmerin Lucie Voňková (6 Saisontore im Vorjahr).

Verstärkt hat der USV sich dafür mit den Offensivkräften Tiffany Cameron und Amelia Pietrangelo sowie US-Amerikanerin Hannah Keane, der kroatischen Nationalspielerin Sandra Zigic und der Neuseeländerin Catherine Joan „CJ“ Bott. „Der Kader hat sehr viel Mentalität und Potenzial. Und damit können wir das Mannschaftsgefüge auch noch einmal stärken“, beschreibt Greulich ihre neu formierte Elf.

Jung und hungrig: Zebras auf Jagd nach Punkten

4. Spieltag, Sonntag, 1. Oktober, 14.00 Uhr, MSV Duisburg – VfL Wolfsburg

Foto: MSV Duisburg
Foto: MSV Duisburg

Umbruch bei den Zebras: Christian Franz-Pohlmann folgt Inka Grings als neuer Cheftrainer. Er sorgt für frischen Wind an der Mündelheimer Straße. MSV-Legende Grings, die auf ihrer ersten Trainerstation den MSV erst ohne Punktverlust (!) in die Bundesliga zurückgeführt und dann in diesem Frühjahr den Klassenerhalt geschafft hat, wagt den Sprung in den Männerfußball und coacht künftig die B-Junioren von Viktoria Köln. „Mit Christian haben wir ähnlich wie mit Inka einen jungen und hungrigen Trainer“, verdeutlicht MSV-Geschäftsführer Peter Mohnhaupt. „Seine Philosophie, junge Spielerinnen zu fördern, passt zum MSV. Zudem hat er in der Vergangenheit schon bewiesen, dass er auch mit geringeren Mitteln strukturiert und sportlich zielstrebig arbeitet.“ „Ich freue mich riesig auf diesen Traditionsverein, auf diese Stadt mit einer so großen Historie gerade auch im Frauenfußball, weiß aber auch: Das wird eine Herausforderung“, sagt Christian Franz-Pohlmann. „Ein Ziel im Detail zu definieren ist sicher zu früh, aber natürlich steht realistisch erst einmal der Klassenerhalt im Vordergrund.“ Klar sei, „dass es für uns in der Vorbereitung darum gehen wird, schnell und eng zusammenzuwachsen. Dieses gemeinsame Auftreten, das ich bislang in allen Gesprächen mit dem MSV als äußerst positiv erfahren habe, ist der Grundbaustein, um erstklassig zu bleiben und den MSV auch dauerhaft in der Bundesliga zu etablieren.“ Zum Umbruch bei den Zebras gehören auch neun neue Spielerinnen. Mit Linda Bresonik hat – neben vielen anderen – auch ein ganz bekanntes Gesicht den MSV verlassen.

Angriffslustig und torhungrig in die neue Saison

5. Spieltag, Sonntag, 15. Oktober, 14.00 Uhr, VfL Wolfsburg – Turbine Potsdam

Foto: Jan Kuppert
Foto: Jan Kuppert

In der ersten Saison nach dem Abgang von Trainer-Legende Bernd Schröder erwarteten viele eine mittelmäßige Saison, doch Turbine Potsdam fand unter Neu-Coach Matthias Rudolph zurück zur alten Stärke. Bissig, torhungrig und eiskalt durften die Turbinen sich nach der Hinrunde sogar Herbstmeister nennen. Mit zehn Siegen, nur einer Niederlage und 30 Punkten war das die erfolgreichste Hinrunde in der Klubgeschichte! In der Rückrunde taten sich die Potsdamerinnen deutlich schwerer. Aufgrund einer verletzungsbedingten Pause des in der Hinrunde so erfolgreichen Sturm-Duos Tabea Kemme und Svenja Huth musste Matthias Rudolph personell umdenken. Die eingespielte Startelf musste verändert werden und auch die Gegner, die die neue taktische Ausrichtung in der Hinrunde noch überrascht hatte, stellten sich mehr auf die „neuen“ Turbinen ein. Potsdam brach ein, verspielte Punkte, sodass es sich nach der Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg aus dem Rennen um die Meisterschaft verabschiedete. Von nun an war das internationale Geschäft interessant. Es sollte alles am letzten Spieltag entschieden werden – man war auf Schützenhilfe des FC Bayern München angewiesen. Vivianne Miedemas Doppelpack sicherte dem FC Bayern am Ende den Sieg und die Teilnahme an der Champions League. Für die Turbinen blieb am Ende nur Platz 3 – aber auch die Gewissheit, in der nächsten Saison erneut anzugreifen mit Unterstützung von Amanda Illstedt (FC Rosengard), Rahel Kiwic (MSV Duisburg) und Nina Ehegötz (Bayer Leverkusen).

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