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Home Sonderthemen Neues aus Gifhorn und Umgebung Runter vom Sofa – vor allem die Mittelalten!
06:20 27.04.2018
Kunst im Garten und Gartenkunst: Die Ton-Skulptur im Bronze-Look ist eine der vielen Arbeiten, mit denen Friederike Frankes Vater ihre Naturlandschaft veredelt hat. Damit dort wieder alles wächst und gedeiht, wird im Frühjahr jede Freizeitminute investiert. © watink/123RF
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Homestory: Friederike Franke

Der traumhaft schöne Garten trägt ganz die Handschrift einer Frau, deren Metier Landschaftsplanung und Naturschutz ist und die beruflich als Koordinatorin für die Arbeit von Naturschutzverbänden tätig war. Ihr Grundstück stellt eine elegante Synthese aus Naturbelassenheit und Kulturlandschaft dar: ein Ensemble aus Obstbäumen, Beerensträuchern, Kräuter- und Gemüsebeeten, einem Biotop als Heimstatt für Frösche und einem bisschen Wildwuchs hier und da. Dazu ein Holzhaus, ein Geräteschuppen und überall zwischendurch abstrakte und gegenständliche Skulpturen, die der Vater als Freizeit-Künstler geschaffen hatte.

Ein Fulltime-Job, dieses Areal in Schuss zu halten? „Ja und nein“, überlegt Friederike Franke. „Den Garten“, fährt sie fort, „habe ich vor 30 Jahren angelegt und immer gepflegt, aber mein Mann und ich waren beide berufstätig, haben drei Kinder großgezogen und lange meine Eltern gepflegt, da hat das Grün am Haus so viel Zeit abbekommen, wie noch übrig war.“


„Für unsere Familie war schon immer selbstverständlich: Kunst und Kultur tragen entscheidend zur Steigerung unserer Lebensqualität bei.“


Und nicht nur das, die leidenschaftliche Hobby-Gärtnerin bringt ihre Passion auch durch ihr ehrenamtliches Engagement als Leiterin in den Naturschutzverband Aller-Oker ein, der bereits seit 1977 besteht und sich sehr aktiv für den Erhalt und die Pflege der heimischen Tier- und Pflanzenwelt einsetzt. Darüber hinaus nutzt sie jede Gelegenheit, ihr Leben durch Kultur zu bereichern. Seit vielen Jahren singt sie im Giorner Kammerchor, doch auch die Familie kommt durch gemeinsame Konzert- und Ausstellungsbesuche nicht zu kurz. „Ich stamme aus einem sehr kunstbeflissenen Elternhaus. So oft es ging, nahmen unsere Eltern meine beiden jüngeren Schwestern und mich mit in klassische Konzerte und Kunstausstellungen, zum Beispiel in Braunschweig, Hannover oder wo auch immer. Das hat mich geprägt, und das haben mein Mann Birger und ich auch an unsere Tochter und unsere beiden Söhne weitergegeben. Für unsere Familie war schon immer selbstverständlich: Kunst und Kultur tragen entscheidend zur Steigerung unserer Lebensqualität bei“, betont Friederike Franke.

Mehr Lebensqualität durch Kultur

Ruhepol für Denkarbeit: Im Garten nimmt sich Friederike Franke die Zeit, weitere tolle  Kulturangebote für Leute mittleren Alters zu entwickeln.
Ruhepol für Denkarbeit: Im Garten nimmt sich Friederike Franke die Zeit, weitere tolle Kulturangebote für Leute mittleren Alters zu entwickeln.

Die Begeisterung der Familie Franke für das kulturelle Leben war in Leiferde bekannt, denn wann immer sie konnten, nutzten die Frankes als Mitglieder des Kulturrings Leiferde dessen umfangreiches Angebot. Neben den Highlights wie „LeifMUSIK“ und der Kunstbörse LeifART besuchten sie viele der fast jeden Monat neu stattfindenden Veranstaltungen. „Es war nur eine Frage der Zeit, bis ich nach Eintritt ins Rentnerinnendasein darauf angesprochen wurde, ob ich nicht die Nachfolge des langjährigen Vorsitzenden Jürgen Helmcke antreten wolle. Ich sagte zu, im Februar 2018 wurde ich gewählt“, erzählt die neue erste Vorsitzende. Eine große Herausforderung, denn neben den stets bestens besuchten „Selbstläufern“ des Kulturrings und den Aktiven unter den Kindern und Jugendlichen sowie den vielen Älteren müssen jetzt die Mittelalten, also die 40- bis 60-Jährigen, stärker in den Fokus der Kulturarbeit rücken. „All diejenigen, die immer mit großer Begeisterung bei unserer Oldie-Night im Januar das Tanzbein schwingen, mögen sich angesprochen fühlen, sich das ganze Jahr über stärker in die Gestaltung unseres kulturellen Lebens einzubringen“, würde Friederike Franke sich freuen. Ein Anfang ist gemacht. Seit Januar 2018 treffen sich an jedem zweiten Freitag im Monat Interessierte beim Künstlertreff im Dalldorfer Fritzcafé. Neue Ideen werden folgen. Die entstehen zurzeit im wunderschönen Garten der neuen Kulturring-Vorsitzenden, in dem alles wieder wächst und gedeiht und die Fantasie beflügelt. (jv)


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