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Home Sonderthemen Feste/Veranstaltungen Sabine Teichmann spendet Geld für die Mukoviszidose-Forschung
19:50 10.07.2018

„Das Preisgeld geht an die Mukoviszidose-Stiftung und wir hoffen alle, dass die Forschung in diesem Bereich vorangetrieben wird“, sagt Sabine Teichmann. „Meine Nichte ist leider von dieser Krankheit betroffen, sie wartet auf eine Spenderlunge. Es gibt so viele Menschen, die unter dieser listigen Erbkrankheit leiden.“

Sabine Teichmanns Nichte ist heute 30 Jahre alt. Die Krankheit hat der Frau schon von Geburt an viele Krankenhausaufenthalte beschert. „Die Lebenserwartung bei Mukoviszidose liegt heute bei circa 40 Jahren, damals bei der Geburt meiner Nichte hieß es noch ‚bis zum Erwachsenenalter’. Diesen Fortschritt verdanken wir der Forschung, die immer weitergehen muss!“, sagt Sabine Teichmann.

Bei Mukoviszidose ist Schleim, der von bestimmten Drüsen nach außen abgegeben wird, besonders dickflüssig und zäh. Die betroffenen Drüsen können beispielsweise die Bauchspeicheldrüse oder Drüsen in der Lunge und den Bronchien sein. „Auch heutzutage gibt es noch keine Heilung“, erklärt Sabine Teichmann.

Deshalb setzt sich die Wolfsburgerin für die weitere Erforschung der Krankheit und entsprechender Heilungsmöglichkeiten ein. Sie hat an verschiedenen Orten Spendenboxen aufgestellt und eine Spendenseite im Internet eingerichtet. Das Geld geht direkt an eine Stiftung, die die Mukoviszidose-Forschung unterstützt.

Nun setzt Sabine Teichmann alles daran, dass in der Mukoviszidose-Forschung schnelle Erfolge erzielt werden. Denn sie hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass ihre Nichte geheilt werden kann.

Jens L. Heinrich, Erfinder und Herausgeber des Wolfsburger Benefizkalenders, freut sich über die Würdigung des ehrenamtlichen Engagements. „Das Preisgeld geht natürlich – wie die Verkaufserlöse aus dem Kalender – komplett an die Villa Bunterkund. Die Kinderklinik kann jeden Cent gebrauchen“, sagt Jens L. Heinrich.

Im Jahr 2004 erstellte Jens L. Heinrich zum Jahresende den ersten Wolfsburg-Kalender mit Fotos aus seinem Archiv. Was als Geschenk für die Familie seinen Anfang nahm, hat sich heute zu einem großen Projekt mit sehr positivem Effekt entwickelt. Inzwischen hat Heinrich exakt 22.992 Euro an die Villa Bunterkund überwiesen.

Das Geld stammt aus Verkaufserlösen für den Kalender, der inzwischen Wolfsburger Benefizkalender heißt. 2013 begann Heinrich auf Wunsch von Bekannten hin, den Kalender zu verkaufen. Da er nichts daran verdienen wollte, entschloss er sich, den Gewinn zu spenden – an die Einrichtung für kranke Kinder im Klinikum Wolfsburg.

Die Villa Bunterkund ist eine Möglichkeit für kranke Kinder und Jugendliche, den Krankenhausstationen für eine gewisse Zeit zu entfliehen, ohne das Krankenhaus verlassen zu müssen. „Es ist nicht vermeidbar, dass die jungen Patienten schmerzhafte und angsteinflößende Behandlungen über sich ergehen lassen müssen. Diese Erfahrungen führen zu einer extremen Anspannung und psychischer und körperlicher Belastung für die ganze Familie“, begründet Jens L. Heinrich seinen Entschluss, für die Villa Bunterkund zu spenden. In der Villa Bunterkund sollen sich die Kinder wohlfühlen und ihr Kranksein vergessen.


„Wir freuen uns sehr über das Geld und werden damit Projekte im Hospizhaus unterstützen“, sagt Christine Krause, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Verein Hospizarbeit Region Wolfsburg e. V. „Doch nicht nur für Projekte wird Geld benötigt, sondern auch für die Weiterbildung und Förderung.“

Oft wenden sich Menschen aus unserer Region, die nach dem Verlust eines Angehörigen oder eines lieben Freundes Unterstützung suchen, an den Verein Hospizarbeit Region Wolfsburg. Ehrenamtliche des Vereins können auf unterschiedliche Weise bei der Bewältigung der Trauer helfen. Die Angebote für Trauernde umfassen beispielsweise Trauercafés, Trauererinnerung und individuelle Einzelgespräche.

Ehrenamtliche Trauerbegleiter und -begleiterinnen möchten den Menschen in ihrer Trauerbewältigung ein Wegbegleiter sein. Eigene Erfahrungen, wie es sich anfühlt und was gut tut, wenn ein geliebter Mensch verstorben ist, sind oft der Motor ihres Engagements.

Nach dem Verlust eines geliebten Menschen ist es nicht einfach, wieder ins normale Leben zurückzufinden. Häufig wird erwartet, dass der Trauernde bald wieder „funktioniert“, er fühlt sich alleingelassen und unverstanden. Manche befürchten vielleicht auch, ihr Umfeld zu sehr mit ihren Sorgen zu belasten, und ziehen sich deshalb zurück.

Die Hospizarbeit bietet Trauernden die Möglichkeit, mit ebenfalls Betroffenen zu sprechen. Dies kann beispielsweise in der „Hospiz bewegt“-Gruppe beim gemeinsamen Laufen, Radfahren oder Wandern geschehen. Die Teilnehmer tauschen Erfahrungen aus und finden neue Perspektiven. Wenn bei den Trauernden der Bedarf nach individueller Unterstützung erkennbar wird, sind auch Einzelgespräche mit ehrenamtlichen Trauerbegleitern möglich.

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