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Home Sonderthemen Feste/Veranstaltungen Gänsehautmusik mit Antje Schomaker, Mumpitz mit Clown Trygve Wakenshaw im Scharoun Theater Wolfsburg
14:11 21.09.2020
Das Danish Dance Theatre Copenhagen zeigt die Deutschlandpremiere von „Centaur“ in Wolfsburg. steen@brogaard.com

Wolfsburg. Es gibt also trotz Corona-Einschränkungen einen gut gefüllten Terminkalender im Theater Wolfsburg. Für jeden Geschmack und für jedes Alter ist etwas dabei – das komplette Programm der Spielzeit 2020/2021 inklusive ausführlicher Beschreibungen der Veranstaltungen ist im Internet auf der Homepage des Scharoun Theaters zu finden, einen kleinen Überblick, was die Besucher bis zum Jahresende erwartet, gibt es hier:

Die Musikerin und Songwriterin Antje Schomaker brachte bereits mit „Revolverheld“ eine erfolgreiche Single heraus und schreibt Songs, die unter die Haut gehen. Mit ihrer Band erzählt sie in ihrem Programm „Von Helden und Halunken“ am 22. September von sehr persönlichen Geschichten über ihre Helden und Halunken und bringt das Publikum garantiert zum Mitsingen.

Ehme de Riese U17.

Berührend und mitreißend ist die Deutschlandpremiere des Danish Dance Theatre Copenhagen, das sich in seiner visuell ansprechenden Tanzperformance „Centaur“ am 29. September mit den Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf den Menschen beschäftigt.

Die aufstrebende Liedermacherin Magdalena Ganter gibt ihr Debüt im Theater am 3. Oktober. Magdalena Ganter ist eine Grenzgängerin, die das Spiel mit den Brüchen und den Extremen liebt. Eine Frau voller Eigensinn. Ihre Lieder, die sie selbst schreibt, wirken aus der Zeit gefallen, haben etwas zauberhaft Entrücktes und sprühen nur so vor Lebensdurst. Die poetischen Texte kommen mit Wortwitz und viel Schalk im Nacken daher, was ihrer tieferen Dringlichkeit und durchaus gesellschaftskritischen Grundhaltung keinen Abbruch tun. Magdalena Ganter ist Gewinnerin des Kleinkunstpreises Baden-Württemberg und Stipendiatin der Kunststiftung Baden-Württemberg. Die Konzerte mit ihrem langjährigen Weggefährten Simon Steger an Klavier, Akkordeon und Gitarre sind ein Ereignis mit dem Potenzial für Kult und führten die beiden zuletzt bis nach Georgien und China.

Auch die klassische Literatur wird auf spielerische Weise bedient: Ausgezeichnet mit dem Monica-Bleibtreu-Preis 2019 ist das expressive, poetische Figurentheater „Der Untergang des Hauses Usher“ nach der Erzählung von Edgar Allan Poe. Am 5. Oktober verwandelt die Bühne Cipolla Bremen den faszinierend düstereren Klassiker durch ihre originellen Puppen und Masken sowie von Live-Musik begleitet zu einem atmosphärisch dichten, intensiven Gesamtkunstwerk.

Am 5. November nimmt die interaktive A-Cappella-Show „Voices of the North“ das Publikum mit auf eine epische Reise, die von der nordischen Mythologie und den Elementen der Natur inspiriert ist. Das dänische Vokalensemble „Dopplers“ präsentiert dieses Event in einer einzigartigen Zusammenarbeit von Solisten und Improvisationskünstlern aus dem internationalen Gesangsprojekt „Voices of the Globe“, die live vor Ort spielen, zusammen mit weiteren nordischen Künstlern, mit denen sie über eine Internetverbindung live spielend verbunden sind. Der Schulchor der Neuen Schule Wolfsburg tritt ebenfalls auf und somit schließt sich der Kreis von „global“ und „lokal“.

In atemberaubender Spielkunst erzählt das gegenwartsbezogene Stück „Beben“ am 26. November von Menschen in einer Gesellschaft, die sich angesichts immer näher rückender realer Bedrohungen in die Unverbindlichkeit virtueller Welten verabschiedet hat. Die Figuren in „Beben“ haben sich ihre eigene, beherrschbare Realität innerhalb der eigenen vier Wände geschaffen. Dort sind die Dinge kontrollierbar, durchschaubar, steuerbar. Die Welt von Minecraft mit ihren klar gezogenen Grenzen und Regeln birgt Sicherheit. Der dauernde Schwall an Youtube-, Facebook- oder Instagram-Streams bildet in seiner Masse und andauernden Präsenz lediglich ein anonymes Rauschen. Die Welt bebt. Über all dem Straucheln der vom modernen Leben Überforderten wacht „der Mann an der Kante von Ulro”. Er verkörpert den Architekten der modernen Gesellschaft, die sich ihrer eigenen Werte nicht mehr bewusst ist, die vereinsamt und für die nur die Flucht vor der Komplexität des Lebens bleibt. Das Antiterrorstück plädiert mit Vehemenz und Pathos dafür, das Prinzip Liebe als Mittel gesellschaftspolitischen Handelns wieder zu entdecken und zeigt damit den Mut zur Utopie als Widerspruch zum Fatalismus der Vernünftigen. Zu diesem Stück gibt es eine Einführung um 19.15 Uhr.

Der preisgekrönte Clown Trygve Wakenshaw kombiniert in seinem Programm „Nautilus“ am 5. Dezember in einzigartigem Stil Pantomime, Physical Comedy und eine gehörige Prise Mumpitz. Der sympathische Neuseeländer mit schwedischen Wurzeln verwandelt sich in seiner skurrilen Solo-Show blitzschnell in eine Vielzahl von Charakteren und beweist, dass man auch mit offenen Augen die verrücktesten Träume haben kann – er ist verrückt, gewagt und einzigartig exzentrisch und gilt mit seiner ausgefeilten Pantomimenkunst gilt als neuer König der lautlosen Komödie.

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