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Home Sonderthemen Gesundheit/Pflege Schmerzhaft
06:33 23.03.2018
© arthrose-ratgeber.net
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Arthrose ist die häufigste aller Gelenkkrankheiten und beschreibt den Zustand nach Zerstörung der Knorpelschicht eines Gelenks und den damit einhergehenden Knochenveränderungen. Der betroffene Patient verliert dadurch die Fähigkeit, sich frei zu bewegen. Das Gelenk entzündet sich, schwillt an und schmerzt. Am häufigsten betroffen sind Hände, Knie und Hüften, aber auch jedes andere Gelenk kann erkranken.

Frühstadium

Ausgangspunkt jeder Arthrose ist ein Schaden im Knorpelüberzug, der sogenannte Knorpelschaden. Oft ist dieser Schaden zunächst nur auf eine kleine Fläche von vielleicht zwei Quadratzentimetern begrenzt. Außerdem ist er noch oberflächlich. Kurz darauf treten im Röntgenbild erste Verdichtungen des Knochens auf. Es handelt sich hierbei immer um Knochenbezirke, die direkt unter dem erkrankten Knorpel liegen. Diese zusätzlichen Veränderungen am Knochen sind ein entscheidendes Zeichen für das Frühstadium der Arthrose. Ohne diese Knochenveränderungen liegt nur ein Knorpelschaden vor, nicht aber eine Arthrose. Arthrose bedeutet deshalb immer Knorpelschaden mit Knochenveränderungen.

Spätstadium

Zwischen dem Frühstadium und dem Spätstadium können viele Jahre liegen. Viele Arthrosepatienten befinden sich deshalb in einem Zwischenstadium. Ihre Veränderungen sind also stärker als im Frühstadium, doch noch geringer als im Spätstadium. Im Spätstadium ist der Gelenkknorpel im erkrankten Bereich nicht nur erkrankt und geschädigt, sondern sogar vollständig abgerieben und verschwunden. Hierdurch reibt der jetzt freiliegende Knochen direkt auf dem Knochen der Gegenseite. Im Röntgenbild sieht man, dass sich die Knochen direkt berühren. Der sogenannte Gelenkspalt ist deshalb verschwunden.

Auch der Knochen hat sich gegenüber dem Frühstadium verändert: Er ist wesentlich dichter und härter und im Röntgenbild deutlicher erkennbar. An den Rändern der Gelenke sind große knöcherne Zacken entstanden. Diese knöchernen Ausziehungen („Osteophyten“) führen zu einer Verbreiterung des Gelenks. Der Betroffene stellt fest, dass seine Gelenke größer und aufgetrieben sind. Diese Knochenzacken können sich bei bestimmten Bewegungen auch berühren und weitere Schmerzen auslösen.


Radfahren hilft ideal bei Kniearthrose

Fünf Millionen Deutsche leiden an Gelenkverschleiß, der sogenannten Arthrose. Zwei aktuelle Studien aus der amerikanischen Harvard-Universität und der britischen Universität Surrey zeigen: Auslöser für Arthrose ist vor allem ein bewegungsarmer Lebensstil.

So löst viel und langes Sitzen Stoffwechselveränderungen aus, die zu Entzündungen im Gelenk führen. Besonders häufig schmerzen die Knie, vor allem im Alter. Als Vorbeugung und Therapie helfen gleichmäßige, rhythmische Bewegungen wie zum Beispiel Radfahren, wie die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) rät.

Moderates Radfahren

Radfahren ist deshalb so ideal, weil sich die Gelenke bewegen können, ohne das Körpergewicht tragen zu müssen. Die ständige Be- und Entlastung der Gelenke regt den Gelenkstoffwechsel und den Transport von metabolischen Abbauprodukten an. Die besten Effekte werden bei einer moderaten Radelzeit von etwa 140 Minuten pro Woche, also rund 20 Minuten täglich, erzielt. Bereits ein Drittel der 50bis 69Jährigen steigt mehrmals in der Woche aufs Rad. In Großstädten sogar 42 Prozent. Doch Achtung: Es dauert meist einige Zeit, bis sich die Verbesserungen einstellen.

So haben Betroffene zunächst nur eine Hürde zu nehmen: die Schmerzen beim Aufsteigen. Doch ein Rad mit tiefem Rahmen oder natürliche antirheumatische Schmerzmittel beispielsweise können helfen. Sie stimulieren die körpereigenen Regulationskräfte und können nebenwirkungsarm dazu beitragen, dass sich der Organismus erfolgreich, das heißt schmerzfrei für den Betroffenen, mit der Arthrose arrangiert. akz-o


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