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Home Sonderthemen Gesundheit/Pflege Selbstheilungskräfte stecken in jedem
16:44 16.03.2018
Bei Schnittwunden lässt sich dabei zusehen, wie der Körper seine Selbstheilungskräfte aktiviert. FOTO: FOTOLIA
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Von Sabine Meuter     

Er repariert, er erneuert, er heilt – der innere Arzt kann viel. Damit er richtig arbeiten kann, muss der Einzelne aber auch etwas tun. Und manchmal stoßen die Selbstheilungskräfte an ihre Grenzen. Selbstheilungskräfte stecken in jedem. Das ist von Natur aus so. Der „innere Doktor“ ist fürsorglich – und rund um die Uhr im Einsatz. Wer sich versehentlich in den Finger geschnitten hat und blutet, kann beobachten, wie sich die Wunde mit der Zeit – ganz von allein – zusammenzieht und schließlich heilt. Der Körper schüttelt auch die lästige Erkältung ab, er lässt selbst gebrochene Knochen wieder zusammenwachsen. Ein Großteil der Erkrankungen heilt nach Ansicht von Medizinern von selbst aus.

Das heißt aber natürlich nicht, dass man bei Beschwerden oder Krankheiten nicht mehr zum Arzt gehen sollte. Selbstheilungskräfte werden auch durch den Zuspruch des Arztes stimuliert.


46 Prozent der Deutschen haben schon einmal ein Naturheilverfahren ausprobiert.


Die innere Einstellung spielt nicht nur bei der Genesung eine Rolle, sondern ist auch entscheidend dafür, ob jemand krank wird oder nicht. Das belegen Studien der Psychoneuroimmunologie, die sich mit dem Zusammenwirken von Seele und Körperabwehr beschäftigt. Der amerikanische Psychologe Sheldon Cohen wies unter anderem nach, dass Menschen, die mehr Freunde, dafür aber weniger Stress haben, weniger anfällig für Erkältungen sind.

Aber wie stellt es der Körper an, sich selbst zu heilen? Der komplexe menschliche Organismus wird vom Gehirn gesteuert. Es regelt das Herz- Kreislauf-System, den Hormonhaushalt sowie das Nerven- und das Immunsystem. Sobald das Hirn ein Signal bekommt, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist, aktiviert es die Selbstheilungskräfte – ohne dass der Mensch es merkt. Selbstheilungskräfte stoßen aber auch an ihre Grenzen. Wenn der Körper nicht mehr in der Lage ist, zum Beispiel Insulin oder Schilddrüsenhormone zu produzieren, dann nützt der innere Arzt wenig.


GESUND GENIESSEN

Chicorée trifft auf Dorade

Frischer Fisch darf ruhig zweimal pro Woche auf den Tisch kommen – mit leckeren Beilagen

FOTO: HUBERTUS SCHÜLER
FOTO: HUBERTUS SCHÜLER

Chicorée führt ein Schattendasein: Denn der Salat wächst tatsächlich in der Dunkelheit. In ihm sind viele Bitter- und Ballaststoffe enthalten. Außerdem hat Chicorée eine prebiotische Wirkung. Er stärkt den Verdauungsprozess und die Darmflora. Der Salat schmeckt roh, gekocht oder gebraten.

So geht’s

Für den Salat die Orange mit einem Messer großzügig schälen, sodass auch die weiße Haut entfernt wird, und quer in Scheiben schneiden (alternativ die Spalten herausschneiden), dabei über einer Schüssel arbeiten, um den Saft aufzufangen. Die Salatblätter waschen und trocken schleudern. Aus der Gurke mit einem Kugelausstecher kleine Kugeln ausstechen. Beiseitestellen.

Für den Fisch das Doradenfilet auf der Innenseite längs der Mittellinie durchschneiden, so erhält man ein kleineres und ein etwas größeres Stück. Die Hautseite der beiden Filetstücke mit dem Messer rautenförmig einschneiden.

Die Fischstücke leicht salzen. Eine Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen. Das Erdnussöl zugießen und heiß werden lassen. Die Filetstücke mit der Hautseite nach unten drei bis vier Minuten braten, wenden, vom Herd nehmen und zwei Minuten nachgaren lassen.

Parallel zum Braten des Fischs für den Salat das Erdnussöl in einer anderen Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen. Den Chicorée darin ein bis zwei Minuten braten, vom Herd nehmen, leicht salzen. Essig mit etwas Salz und Pfeffer in eine Schale geben und das Olivenöl mit dem Orangensaft einrühren. Gemüse, Obst Dorade und Chicorée mit der Vinaigrette beträufeln.

Das wird gebraucht

Für 2 Personen
Für den Salat

1 Orange, 50 g grüne Salatblätter oder Blattgemüse (zum Beispiel Brunnenkresse, Rucola, Feldsalat, Portulak, Babyspinat), 70 g Minisalatgurke, 1 TL Erdnussöl, 400 g roter Chicorée, Blätter abgelöst und Herzen längs halbiert, Meersalz, 2–3 EL milder Weißweinessig, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, 2 EL Olivenöl, 300 g gegarte Rote Bete (vakuumverpackt), halbiert oder geviertelt, 200 g Eiszapfen-Rettiche, längs halbiert

Für den Fisch
90–100 g Doradenfilet, Meersalz, 1 EL Erdnussöl zum Braten

Dr. med. Anne Fleck, „Schlank! und gesund mit der Doc Fleck Methode“, Becker Joest Volk Verlag, 304 Seiten, 29,95 Euro

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