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Home Sonderthemen Sport/Vereinsleben SGS-Trainer Kraus will das Maximale erreichen
10:30 31.08.2017
Foto: Michael Gehrmann
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Seit 2004 spielt die SGS Essen in der Allianz Frauen-Bundesliga, wobei man bis 2012 unter dem vollständigen Vereinsnamen SG Essen-Schönebeck antrat. Die größte Veränderung fand allerdings im vergangenen Jahr auf der Trainerbank statt: Nach sechs Jahren wurde der ehemalige Bundesligaprofi Markus Högner Assistenztrainer von Steffi Jones. Die sportliche Etablierung im oberen Mittelfeld sowie der Einzug ins DFB-Pokalfinale 2014 fallen in seine Zeit. Mit Daniel Kraus kam ein Fußballlehrer von Liga-Konkurrenz FF USV Jena, der gleich in seiner ersten Spielzeit nach einer starken Hinrunde einen guten sechsten Platz schaffte.

Großes Verletzungspech verhinderte in der Rückrunde ein besseres Abschneiden. Auch wenn sie für diese Saison mit Turid Knaak, Ramona Petzelberger und Marina Hegering drei gestandene Bundesligaspielerinnen verpflichtet hat, setzt die SGS Essen weiterhin auf ihre Stärke als „Talentschmiede“ für den Nachwuchs. So ist sie Heimat für zahlreiche Juniorinnen-Auswahlspielerinnen, die wie Lea Schüller oder Nicole Anyomi regelmäßig den Sprung in den Erstligakader schaffen. Mit Lisa Weiß, Sara Doursoon sowie Linda Dallmann stellt Essen drei aktuelle A-Nationalspielerinnen, Lea Schüller ist nach ihrer Verletzung im erweiterten Kreis.

Und noch eine „Verpflichtung“ kann die SGS begrüßen: Neu-Geschäftsführer Philipp Symanzik kam vom 1. FFC Frankfurt. Die Heimspiele werden im Stadion Essen (Schnitt 2017: fast 1300 Zuschauer) bestritten.

In dieser Saison sieht sich der Verein wieder im Mittelfeld. Wenn es nach Trainer Daniel Kraus geht, darf es sogar ein bisschen mehr sein: „Es geht immer darum, das Maximale zu erreichen und den nächsten Schritt zu machen. Aber alles in allem muss man schon sagen, dass wir auf einem guten Weg sind!“ Es geht voran. Und womöglich war das auch der entscheidende Aspekt, der den Trainer im vergangenen Sommer nach Essen lockte. Denn bei seinem Ex-Klub USV Jena stagnierte die Entwicklung.

Wörle will aus der Mannschaft ein Team machen

10. Spieltag, Sonntag, 10. Dezember, 14.00 Uhr, VfL Wolfsburg – Bayern München

Foto: FC Bayern München
Foto: FC Bayern München

Die Frauen-Bundesliga war im oberen Tabellendrittel so spannend wie noch nie! Nach zwei Meisterschaften in Folge musste sich der FC Bayern München am Ende mit dem Titel als Vizemeister zufriedengeben und dem VfL Wolfsburg die Schale überlassen. Und selbst der zweite Platz war ein hartes Stück Arbeit, denn Turbine Potsdam übte lange Druck aus. Mit der erneuten Champions- League-Qualifikation konnte dennoch ein großes Ziel erreicht werden. Und etwas Historisches hatte die Saison dann doch noch: Erstmals erreichten die Münchnerinnen das Viertelfinale der Champions League, wo sie sich allerdings Paris Saint-Germain geschlagen geben mussten.

Im DFB-Pokal unterlagen sie dem VfL Wolfsburg ebenfalls im Viertelfinale. Es war insgesamt ein schwieriges Jahr für das Team von Thomas Wörle. Es musste insgesamt 14 Verletzungen (unter anderem Simone Laudehr, Melanie Leupolz, Verena Faißt) kompensieren. Jetzt stellen sich die Verantwortlichen auf einen Umbruch in der Mannschaft ein. Neun Abgänge (Mana Iwabuchi, Caroline Abbé, Katharina Baunach, Vanessa Bürki, Lisa Evans, Nora Holstad, Vivianne Miedema, Sarah Romert, Stefanie Van der Gragt) stehen sieben Neuverpfl ichtungen (Jill Roord, Kristin Demann, Jovana Damnjanović, Dominika Škorvánková, Lucie Voňková, Mandy Islacker, Lineth Beerensteyn) gegenüber.

Aus der U17 stoßen Verena Wieder und Sydney Lohmann zum Bundesliga-Kader. „Wir werden einiges fürs Team tun müssen, damit eine Mannschaft zusammenwachsen kann, die wieder einen außergewöhnlichen Teamspirit hat“, so Trainer Thomas Wörle realistisch.

Küken wollen im Konzert der großen mitspielen

11. Spieltag, Sonntag, 17. Dezember, 14.00 Uhr, 1. FC Köln – VfL Wolfsburg

Foto: 1. FC Köln
Foto: 1. FC Köln

Zum zweiten Mal treten die FC-Frauen in der neuen Spielzeit in Deutschlands höchster Spielklasse an. Nach ihrem ersten Ausflug in die Bundesliga stiegen sie ein Jahr später wieder ab. Dieses Mal möchten sie länger im Konzert der Großen mitspielen. Trainer Willi Breuer: „Ich denke, wir sind jetzt reifer als vor zwei Jahren. Für uns kann es in der neuen Saison trotzdem nur um den Klassenerhalt gehen. Aber wir werden es unseren Gegnern so schwer wie möglich machen.“

Dabei war der Aufstieg in die Bundesliga für die meisten eine Überraschung. Spielführerin Anna Kirschbaum: „Damit konnte keiner rechnen. Wir waren nach dem Abstieg aus der Bundesliga mit einem veränderten und jungen Kader in die Saison der 2. Liga gestartet. Wir wollten das Bestmögliche aus uns herausholen, haben dabei anfangs nicht an den Aufstieg gedacht. Erst als sich abgezeichnet hat, dass wir uns in der Spitzengruppe der Liga festsetzen können, haben wir vom Aufstieg geträumt.“ Die vom Trainer oft liebevoll bezeichnete Kükentruppe macht ihre Sache gut. Dennoch benötigten die FC-Frauen Verstärkung für das zweite Abenteuer in der Bundesliga. Deshalb stießen in diesem Sommer mit Torhüterin Anne-Kathrine Kremer, Peggy Nietgen, Romina Frommont, Silvana Chojnowski, Julia Arnold und Amber Hearn bundesligaerfahrene Spielerinnen zur Mannschaft. „Ich denke, dass wir mit diesem Team das Potenzial haben sollten, für Überraschungen zu sorgen. Langfristig möchten wir unsere Frauenmannschaft gerne in der Bundesliga etablieren“, bekräftigt Breuer.

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