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Wolfsburg
07:21 02.06.2021

Erwerbslose haben zwar ihren Job verloren, nicht aber ihren Anspruch auf Solidarität. Das war und ist das Motto des Arbeitskreises „Arbeitslos Nicht Wehrlos“ der IG Metall Wolfsburg. Doch dieser Grundsatz gilt in unserer Gesellschaft immer weniger. Gerade Langzeitarbeitslose leiden unter den Kürzungen im Sozialbereich und einem Regelsatz, der unterhalb des notwendigen Existenzminimums liegt.

Der Arbeitskreis trifft sich seit 2005 einmal monatlich, 14 Personen nehmen regelmäßig an den Treffen teil. Das Besondere ist, dass sich bei „Arbeitslos Nicht Wehrlos“ Erwerbslose und Beschäftigte ehrenamtlich engagieren.

Schulterschluss der Wolfsburger Demokrat'nnen

Den Gewerkschafter*innen gelingt es immer wieder, Themen nach vorne zu bringen. „Kinder sind die Zukunft“, sagt Michael Melcher vom Arbeitskreis. „Entsprechend haben wir uns für Kinder und Jugendliche starkgemacht“. So konnte der Arbeitskreis durchsetzen, dass die Kommune Erstklässlern, deren Familien von Hartz IV leben müssen, 50 Euro Startgeld für eine Erstausstattung zahlt.

Aktuell setzte sich der Arbeitskreis erfolgreich für die Kostenübernahme der coronabedingt vorgeschriebenen FFP2-Masken durch das Jobcenter beziehungsweise das Sozialamt ein. Denn die Kosten für die Masken sind nicht im Regelsatz enthalten. Ein weiterer Verdienst des Arbeitskreises ist das Mobilitätsticket – ein deutlich verbilligtes Monatsticket für den öffentlichen Personennahverkehr.

Auch während der Corona-Pandemie ist der Arbeitskreis „Arbeitslos Nicht Wehrlos“ für Ratsuchende erreichbar – egal, ob es um das richtige Ausfüllen von Anträgen geht oder Widersprüche ans Amt formuliert werden müssen. Telefonisch ist das Team unter 05361 20020 erreichbar. „Wir gehen individuell auf jedes Problem ein, bei uns wird niemand nach einer halben Stunde vor die Tür gesetzt“, beschreibt Michael Melcher die Beratungsqualität. (bea)

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