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Home Sonderthemen Haus&Garten Solide Finanzierung ist das Fundament fürs Traumhaus
08:12 18.09.2017
Die Aussichten für den Traum vom Eigenheim sind angesichts der niedrigen Darlehenszinsen verlockend. Dennoch sollten Häuslebauer und Käufer im Vorfeld gründlich rechnen. Foto: djd
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Endlich in den eigenen vier Wänden wohnen und dauerhafte Werte schaffen: Angesichts der weiterhin niedrigen Immobilienzinsen träumen viele vom Bau oder Kauf eines Eigenheims. Doch egal, wie verlockend die entsprechenden Finanzierungsangebote auch sein mögen, für die allermeisten ist der Hauskauf die größte Investition ihres Lebens und will daher gut überlegt sein. Schließlich laufen Immobilienfinanzierungen bis zu 30 Jahre. Schon scheinbar geringe Unterschiede bei den Konditionen können deshalb große Wirkung haben. Zudem sind im Vorfeld viele Fragen zu klären: Welche Darlehenssumme kann man sich mit dem vorhandenen Haushaltsbudget überhaupt leisten? Welche Nebenkosten kommen mit dem Hausbau auf einen zu? Wie viel Eigenkapital sollte angespart sein?

Damit das Wohnen im Eigentum wahr wird, ist ein nüchterner Blick auf die Einnahmen und Ausgaben unumgänglich, empfiehlt Korina Dörr vom Beratungsdienst Geld und Haushalt: „Nur so lässt sich klären, ob eine Immobilienfinanzierung auch auf lange Jahre hinaus realistisch ist.“ Der Betrag, den die Familie monatlich für Darlehenszinsen und -tilgung aufbringen kann, ist die Basis einer sicheren Immobilienfinanzierung. Grundsätzlich sollte man dabei die allgemeinen Lebenshaltungskosten nicht zu knapp bemessen. Für ein realistisches Bild empfiehlt es sich, für einige Zeit ein Haushaltsbuch zu führen. Auf www.geld-undhaushalt.de gibt es sowohl kostenlose Haushaltsbücher als auch die kostenfreie Broschüre „Finanzieren nach Plan“. Sie enthält viele praktische Tipps und Informationen zur Kreditfinanzierung.

www.geld-undhaushalt.de

Den Bau oder Kauf einer Immobilie sollte man nie ohne Eigenmittel wagen. Mindestens 20 bis 30 Prozent der Kosten sollten über Eigenkapital abgedeckt sein, raten Experten. Dazu gehören nicht nur der eigentliche Kaufbetrag oder die Kosten für Grundstück und Hausbau, sondern ebenso die verschiedenen Nebenkosten. Bis zu zehn Prozent des Immobilienwertes kommen für Notarkosten, die Grunderwerbsteuer sowie Gebühren für den Grundbucheintrag hinzu. Bei einem Neubau dürfen außerdem Honorare für den Architekten und die Baubegleitung oder die Erschließungs- und Anschlusskosten nicht vergessen werden. Ein Onlinerechner, etwa unter www.geld-und-haushalt.de im Bereich „Infothek“, überschlägt, was die Immobilie im Endeffekt kostet. Denn erst, wenn exakt feststeht, wie teuer Haus oder Wohnung insgesamt werden, lässt sich das Finanzierungsvorhaben konkret angehen. djd

www.geld-und-haushalt.de


An die Absicherung der Immobilie denken

Beim Aufbau einer Immobilienfinanzierung darf das Thema Versicherung nicht zu kurz kommen – beginnend bereits in der Bauphase. Zu diesem Zeitpunkt sollte man mindestens eine Bauleistungs- und eine Bauherrenhaftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Nach Bauabschluss empfiehlt sich eine Wohngebäudeversicherung, die gegen finanzielle Folgen von Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Hagel schützt. Elementarschäden sollten dabei mitversichert werden. djd

Der diskrete Charme des Altbaus

Prüfen, was man sich mit älteren Immobilienschätzchen einhandelt

In manchen älteren Häusern versteckte Probleme sind für den Käufer nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Foto: djd/Bauherren-Schutzbund
In manchen älteren Häusern versteckte Probleme sind für den Käufer nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

Ältere Häuser haben oft einen ganz eigenen Charme und sind in der Regel Bestandteil historisch gewachsener sozialer und technischer Infrastruktur. Für viele Verbraucher, die sich für Immobilien interessieren, sind sie aus diesen und weiteren Gründen eine interessante Alternative zu einem Neubau. Und mit etwas Glück finden sich auch Objekte, die gut gepflegt sind. Ein paar Instandsetzungsarbeiten oder Schönheitsreparaturen, und schon kann man das neue Heim beziehen. Doch auch Altbauten haben ihre Tücken, warnt Dipl.- Ing. Ludger Weidenmüller, Bauherrenberater beim Bauherren- Schutzbund e.V. (BSB).

Nicht nur das Haus selbst, sondern auch Lage und Umfeld müssen stimmen, rät Weidenmüller. Denn so charmant ein altes Gebäude auch sei, mit seinem Kauf lege man seinen voraussichtlichen Lebensmittelpunkt für Jahrzehnte fest. Zu beachten sind deshalb je nach Lebenssituation und den eigenen Vorstellungen auch das soziale Umfeld, Verkehrsanbindung, Einkaufsmöglichkeiten, Schulen oder Kulturstätten. Beim Grundstück können große Bäume oder hohe Gebäude im Umfeld für ungewollte Verschattung sorgen - und auch Altlasten im Boden wie zum Beispiel stillgelegte Abwassergruben sind immer wieder die Ursache für Probleme. Potenzial für künftigen Ärger bergen auch eingeschränkte Zufahrts- und Anschlussmöglichkeiten, etwa bei geteilten Grundstücken mit Geh-, Fahr- und Leitungsrechten Dritter. Unvollständige Bestandsunterlagen sind bei älteren Häusern keine Seltenheit. Wenn Grundriss und Schnittzeichnungen sowie Informationen zu Instandsetzungs- und Umbaumaßnahmen fehlen, dann lassen sich die Substanz des Hauses und der Aufwand im Renovierungsfall vom Laien nur schwer einschätzen.

Altbauten haben einen ganz eigenen Charme – aber auch ihre eigenen Tücken. Es lohnt sich, beim Kauf genau hinzusehen. Foto: djd/Bauherren-Schutzbund
Altbauten haben einen ganz eigenen Charme – aber auch ihre eigenen Tücken. Es lohnt sich, beim Kauf genau hinzusehen. Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

Weidenmüller rät daher, beim Altbaukauf Sachverständigenrat in Anspruch zu nehmen, beispielsweise über einen unabhängigen Bauherrenberater des BSB, statt nur einem Makler-Exposé zu vertrauen. Adressen gibt es unter www.bsb-ev.de, auf der Website kann zudem eine Ratgeberbroschüre „Zehn Schritte zum modernen Wohnen im Altbau“ bestellt werden. Der Berater kann auch den zu erwartenden Instandsetzungs- und Modernisierungsaufwand beurteilen, den viele Altbauinteressenten zu optimistisch einschätzen. djd

www.bsb-ev.de
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