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Home Sonderthemen Sonstiges Stadt + Entwicklung
16:45 27.05.2019

Der Startschuss für einen Quantensprung der Stadtentwicklung ist gefallen: Am Nordkopf soll ein zukunftsweisendes Stadtquartier entstehen, in dem vielfältige Nutzungen vernetzt werden. In ihrer Rolle als Stadt- und Volkswagen-Tochter konnte die Wolfsburg AG mit SIGNA einen prominenten Investor gewinnen. Der erfahrene Projektentwickler und Investor setzt das visionäre Projekt in Abstimmung mit Stadt und Volkswagen um. Gemeinsam mit der Wolfsburg AG und der Stadt Wolfsburg bindet SIGNA in der nun startenden Entwicklungsphase auch alle relevanten Partner und Player vor Ort ein. Das in den kommenden zwei bis drei Jahren zu erarbeitende Gesamtkonzept bildet die Entscheidungsgrundlage für alle weiteren beteiligten Partner.

Als Folge der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen sind heute Mischquartiere mit flexibler Nutzung gefragt. Urbane, vernetzte Räume mit kurzen Wegen, die eine große Vielfalt an Möglichkeiten bieten und neue Ankerpunkte schaffen. Zu den geplanten Themenfeldern zählen Büros, Wohnen, Einzelhandel, Freizeit-, Gastronomie- und Übernachtungsangebote sowie neue Arbeitsformen, Mobilitäts- und Digitallösungen. Die bestehenden Magnete, wie das phaeno, die Autostadt und die designer outlets Wolfsburg, lassen sich ideal in das Gesamtkonzept integrieren. Insgesamt bietet der Nordkopf hervorragende Bedingungen und jede Menge Potenzial: Er stellt mit dem Hauptbahnhof einen zentralen Verbindungspunkt dar und eröffnet am Mittellandkanal den Übergang zwischen der Innenstadt und dem Volkswagenwerk.
  

Kai-Uwe Hirschheide (Stadtbaurat), Dr. Frank Fabian (Vorstand Wolfsburg AG), Dennis Weilmann (Dezernent für Wirtschaft, Digitales und Kultur), Gunnar Kilian (Volkswagen Personalvorstand und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Wolfsburg AG), Timo Herzberg (SIGNA-Vorstand), Klaus Mohrs (Oberbürgermeister), Manfred Günterberg (Vorstand Wolfsburg AG). Foto: © Lars Landmann
Kai-Uwe Hirschheide (Stadtbaurat), Dr. Frank Fabian (Vorstand Wolfsburg AG), Dennis Weilmann (Dezernent für Wirtschaft, Digitales und Kultur), Gunnar Kilian (Volkswagen Personalvorstand und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Wolfsburg AG), Timo Herzberg (SIGNA-Vorstand), Klaus Mohrs (Oberbürgermeister), Manfred Günterberg (Vorstand Wolfsburg AG). Foto: © Lars Landmann

Das Entwicklungs-potenzial hat auch der Investor SIGNA erkannt: „Wir sind von der Wolfsburger Vision einer lebenswerten Zukunftsstadt, die Bürger und Besucher gleichermaßen an modernen Lösungen für alle Lebensbereiche teilhaben lässt, überzeugt“, betont SIGNA-Vorstand Timo Herzberg, der alle Immobilienaktivitäten in Deutschland verantwortet. Die gesamte Entwicklungsfläche biete außergewöhnliche Chancen – auch für zusätzliche Ansiedlungen und Frequenzsteigerungen. Es sei auch aus Sicht eines Investors reizvoll, das Thema Stadt in Bezug auf Lifestyle und Innovation neu zu denken. Dabei versteht sich SIGNA als Partner, der Lösungen in einem gemeinsamen Prozess erarbeiten will. Das Stichwort „Netzwerk“ könnte das verbindende Element sein, das auf stadträumlichen Zusammenhalt abzielt und die Konnektivität zwischen Stadt und Volkswagen mitdenkt. Es gehe nicht darum, neben neuen Wohn- und Arbeitsräumen ein weiteres Einkaufszentrum zu etablieren, sondern diverse zukunftsfähige Felder zu gestalten. Dazu zählen Education, Entertainment, Erlebnis, Urbanität, Sharing, Community. Insgesamt setzt SIGNA auf eine vertikale und nachhaltige Quartiersentwicklung.

Auch Volkswagen unterstreicht Bedeutung und Potenzial des Projekts für den Konzernstammsitz und seine derzeitigen wie künftigen Arbeitnehmer. Allerdings müsse die bisherige und zukünftige Parkplatzsituation westlich des Hauptbahnhofs so gelöst werden, dass der VW-Belegschaft durch eine Neugestaltung keine Nachteile entstehen und arbeitsplatznaher Parkraum sowohl während als auch nach der Projektphase erhalten bleibt. Indes sind sich die Akteure perspektivisch einig, dass nicht noch weiterer Individualverkehr in die Stadt gezogen werden sollte. Vielmehr müsse es das Ziel sein, das Verkehrsthema offen für zukünftige Mobilitätslösungen zu gestalten.

Das Mammutprojekt am Wolfsburger Nordkopf ist Herausforderung und Chance zugleich. Es gilt einerseits Talente, Fachkräfte, Unternehmen und Investoren anzuziehen und andererseits bereits vorhandene Stärken aufzugreifen und zu integrieren. Diese Vision mit Leben zu füllen ist das Ziel aller Partner.


Grafik: © Swavo/123RF
Grafik: © Swavo/123RF

Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide:

„Wolfsburg bekommt mit dem zukunftsweisenden Quartier ein neues urbanes Gesicht an dieser zentralen, bedeutenden Stelle. Es wird optisch wie auch funktional eine weitere Brücke zwischen Stadt und Volkswagen-Werk geschlagen. Im Zusammenwirken mit dem Masterplan Nordhoffachse wird auch der Zugang zu diesem zentralen Punkt der Stadt neu aufgestellt. Dabei spielt die Verbindung zwischen dem urbanen Städtebau und der neuen Mobilität eine bedeutende Rolle. Das Konzept kann beispielgebend für weitere zukunftsweisende Städtebauprojekte sein.“


Manfred Günterberg, Vorstand der Wolfsburg AG:

„Mit SIGNA haben wir einen äußerst erfolgreichen Immobilienentwickler und Investor gewonnen. Zur Ausgestaltung der Kooperation schließen wir zunächst einen Projektentwicklungsvertrag, der die Grundlage für alle weiteren Arbeiten bildet. Dann beginnen wir mit der inhaltlichen Planung. Auch wenn es im ersten Schritt noch nicht um Entscheidungen zu einzelnen Flächen geht, beziehen wir zu einem geeigneten Zeitpunkt alle Eigentümer und die Gewerbetreibenden vor Ort mit ein.“


Dennis Weilmann, Dezernent für Wirtschaft, Digitales und Kultur:

„Das neue Quartier am Nordkopf bietet die spannende Möglichkeit, neue urbane Lebensformen von Anfang an zu testen und zu etablieren. Das Zusammenrücken von Freizeit, Arbeit und Erledigungen hat viel mit den Möglichkeiten der Digitalisierung zu tun: Wir sind es immer mehr gewohnt, alles einfach online zu erledigen. Trotzdem haben die meisten von uns weiterhin das Interesse, Menschen von Angesicht zu Angesicht begegnen zu können. Am Nordkopf werden wir beides können: einfach schnell einen Online-Service nutzen oder aber auch schnell mehrere Dinge an einem Ort erledigen und dabei Bekannte treffen. Selbstverständlich wird das neue Quartier von Beginn an so ausgestattet, dass die Chancen der Digitalisierung genutzt werden können – sei es für neue Formen der Mobilität wie On-Demand-Shuttles oder für mobiles Arbeiten. Diese besonderen Rahmenbedingungen locken IT-Dienstleister, Startups und Kreative, die gemeinsam mit uns #WolfsburgDigital weiterentwickeln können. Nur wenn es uns gelingt, für die Fachkräfte der Zukunft attraktiv zu sein, erreichen wir eines der Hauptziele von #WolfsburgDigital – nämlich die Stärkung Wolfsburgs als Wirtschaftsstandort.“


Klaus Mohrs, Oberbürgermeister:

„Es ist äußerst wichtig, dass wir die Attraktivität Wolfsburgs weiter steigern und den Menschen in unserer Stadt Angebote nach den Ansprüchen der Zeit schaffen. Dafür ist das Zukunftsquartier am Nordkopf ein wichtiger Baustein. Der Nordkopf ist das Tor zur Innenstadt und Verbindungspunkt zum Volkswagen-Werk. Durch den Mix aus Handel, Freizeit, Büros, Hotels, Wohnen und Weiterem werden sich dort künftig verschiedenste Menschen treffen – egal ob sie dort leben, arbeiten, einkaufen, sich mit Bekannten treffen oder einfach ein wenig flanieren. Das zukunftsweisende Konzept bringt neues Leben ins Herz unserer Stadt. Das neue Quartier verknüpft bestehende Anziehungspunkte wie das Volkswagen-Werk, die Autostadt, das phaeno und die Outlets mit der Innenstadt, sodass die Effekte in die Porschestraße und ganz Wolfsburg ausstrahlen werden. Dass ein so angesehener Investor wie SIGNA an der Umsetzung dieser Vision arbeitet, zeigt das hohe Potenzial unserer jungen Stadt.“


WMG-Handelsbeirat:

„Der Handelsbeirat begrüßt den von SIGNA und Wolfsburg AG gemeinsam mit Volkswagen Konzern und der Stadt begonnenen Planungsprozess für eine Quartiersentwicklung am Nordkopf. Durch das Zusammenspiel mit dem Masterplanprozess für die Nordhoff-Achse und der Projektentwicklung BraWo-City entsteht eine außergewöhnliche Chance, dem Oberzentrum Wolfsburg ein sympathisches, urbanes Entrée zu geben. Ziel muss ebenfalls eine attraktive Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Volkswagen-Werk sein. Das Nordkopf-Areal hält aus Sicht des Handelsbeirates genau die Flächenpotenziale bereit, die zur Stärkung des bestehenden innerstädtischen Angebotes entlang der Porschestraße entwickelt werden müssen. Insgesamt kann die Entwicklung des Nordkopf-Areals der Stadt einen neuen Schub verleihen und die Bedeutung als wichtiges Oberzentrum in einer starken Region unterstreichen.“
  

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